Ausgabe 
28.2.1857
 
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Bekanntmachung.

Durch Verfügung Großherzoglichen Ministeriums des Innern vom 2. d. M., zu Nr. M. fc. I. 1547, ist der Beschluß des Bezirksraths, wonach für den Kreis Alsfeld zwei Bezirksbauaufsehcr mit einem jährlichen Gehalt von 300 fl, unter Ausschluß jeg- lichen Diätenbczugs, angestellt werden sollen, genehmigt worden.

Indem man bemerkt, daß vorzugsweise solche Personen Berücksichtigung finden, die mindestens die Prüfung als Geometer HI. Classe bestanden und außerdem ihre Qualifikation im Wiesenbau Nachweisen werden, fordert man etwaige Bewerber um diese Stelle auf, sich längstens bis zum 2 5. März l. I., unter Vorlage ihrer Zeugnisse, bei der unterzeichneten Behörde zu melden.

Alsfeld, den 18. Februar 1857. Großherzogliches Kreisamt Alsfeld.

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Polizeiliche Bekanntmachung.

Gefundene Gegenstände.

Ein großer Hauptschlüssel, ein kleiner Schlüssel, ein desgleichen, ein wollenes Strümpfchen, t ein Taschentuch, ein Buch (Seidenstückers Elementarbuch zur Erlernung der französischen Sprache), ein Taschenmesser, ein Federmesser, ein desgleichen und eine graue Pelzstola sind gefunden und auf Großherzoglichem Polizcibüreau abgegeben worden. Die Eigenthümer haben solche hier in Empfang zu nehmen.

Gießen, am 27. Februar 1857. Der Großherzogliche Polizei-Commissär für die Provinzialhauptstadt Gießen:

L. Nover.

Gerichtliche und privat-Bekanntmachungen.

Edictallsdung.

416) Jost Justus Geßner von Kleinseelheim, geboren zu Allna am 25. November 1786, Sohn des Müllers Johann Geßner und Ehefrau Anna Margaretha, geb. Hausin, seit langen Jahren von seiner Heimath abwesend, dessen dermaliger Aufenthaltsort unbekannt und von dessen Leben oder Tod Kunde überhaupt nicht eingegangen ist, wird hierdurch auf­gefordert, sich innerhalb vier Monaten von heute an dahier zu stellen, widrigenfalls er für todt erklärt und sein bisher unter Cu- ratel verwaltetes Vermögen seiner einzigen noch lebenden Tochter, Elisabeth, Ehefrau des Jost Schneider zu Hermershausen, als nächsten Jntestaterbin ohne Caution ausgeantwortet werden soll.

Kirchhain, am 18. Februar 1857. Kurfürstliches Justizamt.

Gleim.

Besondere Bekanntmachungen.

Die Abgabe von Sand aus dem Gießener Stadtwalde.

380) Es ist die Bestimmung getroffen worden, daß der obenbemcrktc Sand künftig nur gegen vorherige Zahlung abgegeben wird. Wir ersuchen die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises, dieses in ihren Gemeinden bekannt zu machen.

Gießen, den 20. Februar 1857.

Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. _________ D. Ebel.___________ Aufforderung an die Schuldner der

hiesigen Pfand- und Leihanstalt.

288) Die Schuldner der hiesigen Pfand- und Leihanstalt, deren Pfänder in den Mona­ten Juli, August, September, October, November und December verfallen sind, wer­den aufgefordert, in dem Zeitraum vom

14. Februar bis 28. März, dieselben ent­weder einzulösen over zu prolongircn, als sonst deren Versteigerung am 11. Mai stattfindet.

Nach fruchtlosem Ablauf obigen Zeitraums kann weder Einlösung, Prolongation noch Umschreibung vorgcnommcn werden, und haben cs sich daher die Säumigen selbst beizumeffen, wenn sie ihre Pfänder erst im Versteigerungstermin gegen baare Zahlung einlösen können.

Pfänder aus wollenen Stoffen müssen un­bedingt eingelöst werden.

Die Herren Bürgermeister des Kreisamts­bezirks werden ersucht, Vorstehendes in ihren Gemeinden baldigst bekannt machen zu lassen.

Gießen, den 7. Februar 1857.

Die Psandhausverwaltung.

Bieler. Pfeil.

Forststrafen - Erhcbttng bei dem Rent- amtc Gießen.

414) Die Forststrafcn von dem ersten Quartal l. I. können vom 1. bis 15. k. Mts. an den Zahltagen: Dienstags und Samstags, ohne Kosten, bezahlt werden.

Gießen, den 24. Februar 1857.

Großherzoglichcs Rentamt Gießen.

Melchior.

Versteigerungen.

Holzversteigerung im Gießener Stadtwalde.

407) Montag den 2. März l. I., von Morgens 9 Uhr an,

soll in dem Gießener Stadtwalde, in den Distrikten Stolzenmorgen, Zollstockswäld­chen rc., nachverzeichnetes Holz an den Meist­bietenden versteigert werden:

95% Stecken Eichen-Scheidholz,

20% Prügelholz,

44% Stockholz,

1775 Eichen-Wellen,

3% Stecken Fichten-Stockholz,

175 Fichten-Wellcn,

% Stecken Kiesern-Sockholz,

300 Kiescrn-Wellen,

1 Stecken Buchen-Stockholz,

50 Buchen-Wellen,

33 Eichen-Stämmc, 1126 Cubs. enth.,

4 Fichten-Stämme, 435

2 Kiefern- 117

10 Eichen-Pflugswellen.

Gegen Bürgschaft wird Zahlungsfrist bis Ende Juni d. I. gestattet.

Die Zusammenkunft ist in den Ochsen­wiesen auf dem Vicinalwege nach Rödgen.

Die Großherzoglichen Bürgermeistereien werden um Bekanntmachung dieser Verstei­gerung ersucht.

Gießen, am 21. Februar 1857.

Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen.

D. Ebel.

381) Dienstag den 3. März, Nachmittags 2 Uhr, sollen auf dahiesigem Rathhause die zum Nachlaß der Frau Geh. Kanzlei-Secrctär Zimmer gehörenden Grundstücke, als: Flur Nr..Kifft.

27/J00 150-Acker auf der Stephansmark,

.o. 166j%2., %3. Klasse,

282 Garten unter den Eichen, %1-, %2. Klasse, gibt 1 fl. 48 fr. abgel. Grund­rente,

"/ 66 Grabstück auf dem Sand,

%!., %2. Klasse, nochmals, unter den alsdann bekannt gemacht werdenden Bedingungen, öffentlich meistbie­tend versteigert werden und wird dabei be­merkt, daß die Erben auf das eine oder andere dieser Stücke nicht reflectiren.

Gießen, den 20. Februar 1857. Großhcrzogliches OrtSgericht Gießen.

D. Ebel.