Ausgabe 
24.12.1856
 
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Theater

wenn

weiden!

Jahren des Prüfens und des Hoffens, oft der

Von diesen

der Täuschung, wäre mancher Weihnachtsabend zu erzäh- !

Dual und

D^ck und Verlag vor G. D. Brühl'schen Universitäts-Buch- und Steindruckerei.

Weiheauqenblick und dann mit so unwiderstehlicher Macht, daß manchen, Jüngling die Weihnachtszeit ost nichts bescheert als Thränen ein Geschenk freilich, das auch seinen Werth hat und geradezu

werden können. m

Dann kommen wieder ganz eigene neue Perioden.

Ging es von jeder ersten Liebe gleich zum Traualtar, so hatte man von seinen ferner« Weihnachtserinnerungen leich.er erstem Die ersten Weihnachten der Ehe, wo man ungeduldig die ost noch lallenden Kinder schon zur Freude am Llchterbaum zwingen mochte Z tarn. »I- **m f° 1« M<» MM ff ä»

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äL'Un und all' unsere Torten. .

3 Am Christabend erinnert man sich, wie man fremd einst stand als Gast au einem Lichterbaum, vielleicht bei Menschen, die untere Freunde schienen und Feinde wurden. I» jenem Jahre ward uns Das beschieden, in diesem ein Anderes, da zündete man den eigenen Baum an in seiner jungen Ehe und die Sorge war vielleicht-der einzige Gast/ der an de», kargen Tische stand, der nur der U reichlich schien. Da zählte man noch der Häupter wenige, die uns gehörten, dann drängten sich zahlreichere um die hestlen Achter, manches Antlitz strahlte vor Freude, und es fehlte ,chon bei de Erinnerungsbild.- des folgenden Jahres. Augen der Wonne, d.e empfingen noch glücklichere, die spendeten, Jlnt*,

Je älter man wird, desto mehr wird uns der Weihnachtsabend nur «och der Erinnerung geweiht bleiben und der eigentliche Tag Aller-Seelen werden.

Freitag den 19. d. Mts. wurde uns der Genuß zu Theil, F Halm'sFechter von Ravenna" über die Bretter geführt zu stchen , ches vor noch nicht gar langer Zeit ,n verschiedenen Z. unge, . Aufmerksamkeit des Publikums wegen seiner Anlocha,t auf sich zog , so bot uns dieses Stück einen doppelten Genuß durch seinen A egenen Inhalt nnd seine treffliche Darstellung Die Hauptp - thicen waren in den Händen der tüchtigsten Mitglieder. Herr Bullmann als Cajus Cäsar, hatte seine schwierige Roll, richtig aufgefaßt und bekundete hier den denkenden und fle.W n Spieler, welcher es versteht, sich Bahn zu brechen a.ff seinem do neu- vollen Pfade. Die Thusnelda sahen wir von Frl. Puthling mit einer Wahrheit und mit solchem Gefühl uns vergegenwärtigt daß sie alle Herzen zur Begeisterung hinriß, und glauben wir, daß ihre Thusnelda auf größeren Bühnen den Beifall erwerb.n würd', welcher ihr hier ungetheilt gespendet wurde. Ramis, Thusnelden Verwandte, durch Frau Weiser repräsent.rt, bewahrte 'Mn Ruf als Künstlerin und spielte die tröstende und helfende Verwand mit Treue. Die Parthie des Merowig wurde von Herrn Ruth- ling jun. dargestellt. Er führte uns den geraden, biedern alten deutschen Charakter durch richtige Auffassung desselben vor Augen und löste so seine Aufgabe recht gut und brav. Herr Ruthling fin., als Glabrio, Vogt der Fechterschule von Ol-venna war wn-d-r an seinem Platze und erwarb sich durch sein treffliches Sp.e den ungetheiltcsten Beifall. Er ist überhaupt ein Mime, der Ausgezeich­netes leistet. Herr Weiser, welcher Vie Rolle des Thumeliku- übernommen und hier keinen Fehlgriff gethan, zeigt., wie wuner, den tüchtigen und wahren Künstler, der mit Liebe m seinem Bern, wirkt und nicht auf den, einmal betretenen Wege .nehalt. Sen, Spiel wurde mit den, größten Beifalle belohnt. Das Ganze wurde durch die übrigen Mitglieder würdig unterstützt. Costume um .. Deeorationen waren entsprechend. Wüusckenswerth Ware es, wenn dieses Stück nochmals gegeben würde und sind wir überzeugt^ daß es ein volieö Haus macht.

len und manche Geschichte daran anzureihen, manche, di- am häus­lichen Herde würde Zuhörer finden dürfen indes,en schließen wir mit der Bemerkung, daß man an Weihnachtsabenden sein ganzes Leben wie einen Rosenkranz an seinen Kugeln abzahlen kann

Jedes Jahr bietet eine andere Erinnerung. Unsere Freuden und Leiden, unser Besitz und unser Verlorenes fuhrt Weihnachten uns am unmittelbarsten entgegen, all' unsere Lebenden laßt es uns

Himmel kommt.

di-. iJeit der Liebe! ,

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S nimmt nun tat

ihn« Mühen ab und spielt selbst Schicksal und kommt schon m der Adventsreit zu den Geschwistern seiner Angebeteten, die Lafa.n voller A.pfel und Nürnberger Lebkuchen. Da glättet man on um der Liebe willen die Mephistophelesfalten aus, macht d.u J Ruprecht oder gar das Weihnachtskind nnd iiber,,eht,°gar ,n seinem Wscheerungseifer, daß auch an uns gedacht ward, nnftch ur un^ aearbeit.fi wurde in nnbelauschte» Stunden und seUP Ab.nds noch, wenn uns die Geliebte entlassen hatte, den zärtlichsten Abfchied ^Eßm an der Thür gegeben und sie zurückkehrend b^s tnf um Mitternacht noch bunte Blumen und Guirlanden stickt . lung-n rst niiithm, ifi der erste Eifer des Gebens en, Wetteifern mit den,

Mäude sogar der Vogel bekommt einen neuen Vogelbauer, mite hofft man auch seine liebsten Wünsche abgelaufcht zu haben. , F lick' Man trifft es meist bei Allen; leider! aber ost bei Derjenigen nickt der zu Liebe alle diese kindlichen Naivetäten m unser schondem Jahrhundert" angehöriges Herz zuruckkehren durs- te. Auch verdrießliche und verstimmte Weihnachten gibt es. S. Mensch wird ohnehin dann immer am launenhaften, gerade die meisten Umstände gemacht werden, ,hnglucküchzw sehen. Auck diese lange Vorbereitung auf eine einzige licht.rfullt. Stunde, die zu Ende geht, wenn die kleinen, kurzen Wachsendchen me- verqcbrannt sind und hie und da in der grünen Tannenberrüchkei sckon Feuer ausbricht; auch diese wochcnlange Betriebfamkelt laßt schon an sich ein Gefühl der Ermüdung und der Erschöpfung Much in, nicht feit.« ®t» «««Kgm, di, g<t-d, tat f1*®*' F,st,u von unsichtbaren bösen Plagegeistern wie zugef ustert Ionien.