Indem man dieses zur allgemeinen Kcnutniß bringt, ersucht man gleichzeitig die Großherzoglichen Bürgermeister, in ihren resp- Gemeinden bekannt machen zu lassen, daß allen Langgönser Armen untersagt sei, an irgend einem auswärtigen Orte Jemanden um eine Gabe anzusprechen, und daß daher keinem Langgönser Bettler eine Gabe zu verabreichen sei.

Sollte dennoch der Fall vorkommen, daß hiesige Bettler in auswärtigen Gemeinden betroffen werden, so wollen die Groß, herzoglichen Bürgermeister die Betroffenen hierher abliefern lassen.

, So wie es unser Bestreben ist, die auswärtigen Gemeinden gegen belästigende Bettelei durch hiesige Gemeindcglieder zu schützen, so erwarten wir ein Gleiches von anderen Gemeinden und ersucht man daher die Großhcrzoglichen Bürgermeister, ihre Ortsangehörigen durch öffentlich.' Bekanntmachung für Bettelei in hiesiger Gemeinde unter dem Anfügen zu verwarnen, daß nicht allein die hiesigen Einwohner angewiesen sind, keinem Bettler Gaben zu verabreichen, sondern daß auch jeder auf dem Bettel Betroffene unnachsichtlich entweder an seine HeimathSgcmeinde, oder an das Gericht zur Bestrafung abgelicfert werde.

Langgöns am 15. Januar 1856. Großherzogliche Bürgermeisterei Langgöns.

Henrich.

Aufzunehmende Capitalien.

116) Die' Stadt Gießen braucht für die Gasanstalt 30,000 fl. und nimmt jetzt schon Capitalien zu jedem beliebigen Be­trage, gegen 4 pCt. Zinsen und Kündigungs­recht, an. Desfallsige Anerbietungen können mündlich oder schriftlich bei der unterzeich­neten Stelle täglich gemacht werden.

Gießen den 18. Januar 1856.

Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. D. Ebel.

Edicialladungen.

119) Gegen den Peter Hofmann von Steinbach ist der Concurs erkannt worden. Indem man dieses hiermit öffentlich bekannt macht, fordert man alle Diejenigen, welche aus irgend einem Grunde eine Forderung an den nunmehrigen Cridar haben, auf, dieselbe so gewiß im Termin

Freitag den 14. März d. I., Vormittags 10 Uhr, dahier geltend zu machen, als sie sonst ohne weiter bekannt gemacht werdendes Präclusiv- d.cret von der Masse ausgeschlossen bleiben.

Gießen am 24. Dccember 1855.

Großherzogliches Landgericht Gießen.

Ploch, _________________Landrichter.______________ 123) Forderungen an den überschulde­ten Nachlaß der Wittwe des Johannes Schäfer 11. in Rödgen sind binnen 14 Ta- gen bei dem unterzeichneten Gerichte anzu­melden, widrigenfalls ohne Rücksicht darauf die unter den bekannten Gläubigern zu Stande gekommene Ucbereinkunft bestätigt und in Vollzug gesetzt werden wird.

Gießen am 16. Januar 1856.

Großherzogliches Landgericht Gießen. __________________Ploch.____________ . Oesf.entli ch e Ladung.

127) Nachdem unter dem 15. d. Mts. über den Kaufmann Carl Jordan zu Mar­burg der förmliche Concurs erkannt worden, so werden alle und jede, welche Ansprüche an dessen Vermögensmasse aus irgend einem Grunde zu haben glauben, hiermit öffent­lich vorgeladen, ihre deshalbigen Rechte in dem dazu auf

den 5. Mai d. I., Morgens 9 Uhr, als Contumacirzeit hierher angesetzten Ter­

mine, unter Vorlegung ihrer deshalbigen Beweisstücke, bei Meldung der gänzlichen Ausschließung von der Masse, in Person, oder durch einen glaubhaft legitimirten Bevollmächtigten gehörig anzumelden.

Marburg am 16. Januar 1856.

Kurfürstliches Justizamt I. Wagner.

Die Großherzoglich-n Bürgermeistereien der umliegenden Orte werden ersucht, dies in ihren Gemeinden bekannt machen zu lassen.

Gießen am 21. Januar 1856.

Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen, ______________D. Ebel.___________ Vergebung von Schreiner- u. Schlosscr- arbeit bei der Stadt Gießen.

Versteigerungen.

Holzvcrsteigernng im Gießener Stadt- waldc.

129) Montag den 28. Januar l. I., von Morgens 9 Uhr an,

soll in dem hiesigen Stadtwalde, District Oberwald, Abtheilung Charlottenberg, Fal­kenhorst und Schützenschlag, nachverzeichnc-

tcs Holz öffentlich versteigert werden: 3 Stccken Buchen-Scheidholz,

54 Prügelholz,

4 Stockholz,

8350 Wellen Reisholz,

10 Stecken Eichen-Schcidholz,

180 Prügclholz,

168% Stockholz,

6300 Wellen Reishvlz,

100 Hainbuchen-

1 Stccken Kiefern-Scheidholz,

22 Prügelholz,

7 Stockholz,

1700 Wellen Reisholz,

3450 Fichten-

3 Stecken Erlcn-Prügelholz,

50 Wellen Reisholz,

, 2 Stecken Aspen-Prügelholz,

1 Stockholz,

1 Weiden-Scheidholz,

11 Prügelholz,

1 Stockholz,

100 Wellen Reisholz,

1 Eichen-Stamm von 123 Cubikfuß,

5 Erlen-Stämme 38

126 Eichcn-Stangcn 120

30 Buchen- 9

608 Fichten- 249

1 Eichen-Pflugsrch,

1 Jochstange,

950 Stück Dornwellen,

6350 Buchen-Erbsenreiser.

Gegen vorschriftsmäßige Bürgschaft wird Zahlungsfrist bis 24. Juni 1856 gestattet.

Die Zusammenkunft ist auf der Lichcr Straße, an der 8. Schneiße.

128) Montag den 28. Januar 1856, Vormittags 9 Uhr,

sollen auf dem Rathhause dahier folgende Arbeiten an den Wenigstfordernden verge­ben werden:

Schreinerarbeit, veranschl. zu 10 fl. fr.

Schlvsscrarbeit, 24

Gießen den 22. Januar 1856.

Großhcrzogliche Bürgermeisterei Gießen.

D. Ebel.

Versteigerung von Bau- u. Werkholz. 115) Donnerstag den 24. Januar l. I., Vormittags 11 Uhr, sollen bei dem Zimmerplatz des G. Herbert dahier, die von dem Holze zur Erbauung der Realschule übrig gebliebenen 17 Fichtcn- Stämme von 1054 Cubikfuß, unter den bei der Versteigerung bekannt gemacht wer­denden Bedingungen, öffentlich versteigert werden.

Diese Stämme haben einen Durchmesser von 6% bis 18 Zoll und eine Länge von 27 bis 56 Fuß, und eignen sich sowohl zu Bauholz, als auch zu Wcrkholz für Schreiner, namentlich zum Schneiden von Bohlen.

Gießen am 18. Januar 1856.

Großhcrzogliche Bürgermeisterei Gießen. ______________D, Ebel.___________ 96) Freitag den 25. Januar l. I., des Morgens 8 Uhr anfangcnd, soll in dem hiesigen Gemeindewald, District Felgenwald, nachstehendes Holz, als:

424 Fichten- und Kicfern-Stämme von 30 bis 75 Fuß Länge und 6 bis 14 Zoll Durchmesser, 11000 Cu­bikfuß haltend,

24 Eichen-Stämme von 10 bis 55 Fuß Länge und 17 bis 26 Zoll Durch­messer, 2000 Cubikf haltend, sowie eine große Quantität Brennholz, öffentlich meistbietend versteigert werden.

Die Zusammenkunft ist zur bestimmten Stunde im District Felgcnwald an der alten Lichcr Straße.

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