Besondere Bekanntmachung.
549) Die beiden Pfandscheine, Nr. 23271 und 24118, sind angeblich verloren worden. Da nun die Pfänder eingelös't werden sollen, so werden Diejenigen, welche etwa Ansprüche an jene Scheine bilden konnten, aufgefordert, solche innerhalb 14 Tagen dahier zur Anzeige zu bringen, als sonst die Pfänder verabfolgt werden.
Gießen den 13. März 1856.
Die Pfandhausverwaltung.
Bieler. Pfeil.
Verstrigeruugen.
Holzversteigerung im Gießener Stadtwalde.
541) Montag den 17. März l. I., von Morgens 9 Uhr an,
soll in dem hiesigen Stadiwalve, District Heegstrauch, Katharinenhütte, Sauhüttendörner, Waldhute und Oberhaag, nachverzeichnetes Holz öffentlich versteigert werden:
50 Wellen Eichen-Reisholz,
1 Stecken Birken-Stockholz,
3 „ Kiefern-Scheidhölz,
70'/, „ „ Prügelholz,
51 „ „ Stockholz,
10675 Wellen „ Reisholz,
67 Skecken Fichten-Stockholz,
35525 Wellen „ Reisholz,
10 Birken-Stämme von 112 Cbfß.,
75 Kiefern- „ „ 726 „
172 Fichten- „ „ 2747 „
350 Eichcn-Stangen „ 29 „
22 Birken- „ „ 45 „
98 Kiefern- ,, „ 58 „
3759 Fichten- „ „ 3448 „
1375 Dorn-Wellen.
Gegen vorschriftsmäßige Bürgschaft wird Zahlungsfrist bis 24. Juni d. I. gestattet.
Die Zusammenkunft ist im Heegstrauch, auf der alten Steinbacher Straße.
Die Großhcrzoglichen Bürgermeistereien der umliegenden Orte werden ersucht, dies in ihren Gemeinden bekannt machen zu lassen.
Gießen am 11. März 1856. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen.
D. Ebel.
570) Montag den 17. März, Nachmittags 2 Uhr,
soll auf dahiesigem Rathhause der, der Elisa- bethe Kohlermann gehörende, 166 sJKlftr. haltende, Garten am Leihgesterner Weg öffentlich an den Meistbietenden versteigert werden.
Gießen den 14. März 1856.
Großherzogliches Ortsgericht Gießen. In Auftrag des Vorstehers: C. Weidig, Ortsgerichtsmann.
558) In der Klagsache des G. E. Böhm als Curator der I. C. Seipp'schm Con- curSmasse gegen den Schlossermeister Balthasar Lang und dessen Ehefrau von hier,
unbekannt wo abwesend, soll auf Verfügung Großherzoglichen Stadtgerichts Gießen das dem Beklagten gehörende Wohnhaus in der Löwengasse, neben Franz LampuS und Julius Hoch gelegen,
Dienstag den 25. März, Nachmittags 2 Uhr, auf dahiessgcm Rathhaus öffentlich versteigert werden.
Gießen den 14. März 1856.
Großhcrzogliches Ortsgericht Gießen. In Auftrag des Vorstehers :
C. Weidig, Ortsgcrichtsmann.
Die Verpachtung der Rorbweiden- Nutzung bei der Stadt Gießen.
532) Montag den 17. März 1856, Vormittags 9 Uhr,
soll die Benutzung der Korbweidcnpflanzun- gen der Stadt Gießen auf 6 bis 9 Jahre an den Meistbietenden verpachtet werden.
Gießen den 8. März 1856.
Grvßherzogliche Bürgermeisterei Gießen. _______________D. Ebel.____________ 571) Montag den 17. März, Nachmittags 2 Uhr,
soll der den Kindern des Schneidermeisters Peter Franz gehörende Garten, da solcher, bei der am 10. d. Mts. abgehaltenen Versteigerung nicht genehmigt worden ist, nochmals versteigert werden.
Gießen den 14. März 1856.
Großherzogliches Ortsgericht Gießen. In Auftrag des Vorstehers:
C. Weidig, Ortsgerichtsmann.
555) Mittwoch den 26. März c, des Morgens 8 Uhr beginnend, soll zu Krofdorf in dem Gasthause zur Krone folgendes Holzmaterial aus dem Königlichen Krofdorfer Walde, District Wieseln berg, meistbietend versteigert werden, und zwar:
14 geringe Eichen-Nutzholz-Stämme, 112 Cubikfuß haltend,
4 geringe Eichen-Nutzholz-Stangen, 17« Klftr. „ Scheidholz,
67t ,, „ Knüppelholz,
3 „ „ Stockholz,
108 „ „ Reisholz;
5 geringe Buchen-Nutzholz-Stämme, 51 Cubikfuß haltend,
277» Wr- Buchen-Scheidholz,
4 „ „ Knüppelholz,
127. „ „ Stockhoiz,
367 „ „ Reisholz;
67» Klftr. Aspen-Knüppelholz,
33 „ „ Rcisholz;
1 „ Kiefern-Reisholz.
Krofdorf den 14. März 1856.
Der Oberförster: G ü m b el.
530) Auf Antrag der Vormünder über die minderjährigen Kinder des verstorbenen Johannes Stingel dahier soll die dem Letzteren zugestandene Besitzung:
47i26 716 6 518 mKlstr. Garten am Steinbruch , Hinterm Hain, an der Judengemeinde,
47i26 1/166 18 HiKlflr. Hvfraithe im Burghof, am Kirchengut,
Freitag den 28. März v. I., Vormittags 10 Uhr, aus hiesigem Rathhause einer öffentlichen Versteigerung ausgesetzt werden.
Die Besitzung selbst, durch die überaus reizende Lage und die schon Jahre lang mit bestem Erfolg betriebene Sommcrwirthschaft rühmlichst bekannt, durch die Main-Weser- bahn den Städten Gießen, Marburg rc. nahe gebracht, besteht in einem iu gutem baulichen Zustande befindlichen Wohnhause mit 3 größeren und 3 kleineren Zimmern, einer neu erbauten Scheuer, großen Pfcrde- und Viehställen, Waschküche, 2 großen gewölbten Kellern, mehreren Wirthschafts- hallen, einem 518 großen Grab-
und Grasgarten, in welchem sich eine Masse junge Obstbäume der vorzüglichsten Sorten Obstes befindet und in der früheren Burgruine, welche zu einem herrlichen Wohnbause bergestellt werden kann. Die ganze Besitzung ist außerdem von einer Umfangsmauer umschlossen, durch mehrere sehr angenehme Spaziergänge mit der angrenzenden hcrr- schafillcheu Ruine in Verbindung gebracht und würde sich zur Betreibung einer Som- merwirthschaft oder ciües sonstigen Geschäftes vorzüglich eignen.
Die näheren Bedingungen werden im Versteigerungstermin bekannt gemacht und können im Voraus bei dem Unterzeichneten eingesehen werden.
Staufenberg bei Gießen am 5. Marz 1856. Großherzogliches Ortsgericht Staufenberg.
Fischer.
H o l z v c r st c i g e r u n g. 528) Montag den 17. März l. I.,
Vormittags 10 Uhr, sollen in dem hiesigen Gemeindewald, District Homberg:
21 Stämme Eichen-Bauholz, 3396 Cubikfuß enthaltend,
unter den im Vcrsteigcrungstermin bekannt gemacht werdenden Bedingungen, versteigert werden.
Die Zusammenkunft ist vor dem District Homberg.
Naunheim den 8. März 1856. Grvßherzogliche Bürgermeisterei Naunheim.
Wagner, Beigeordneter.
569) Dienstag den 18. d. Mts., Nachmittags 2 Uhr, werde ich in dem Hofe bei dem hiesigen Hofgericht auf dem Brand eine große Parthie Dickwurzeln und Kohlraben, haufenweise, meistbietend versteigern lassen.
Gießen den 14. März 1856.
Jacob Vogt.


