Ausgabe 
13.12.1856
 
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Begleitbrief beigegeben sein, welcher mit Geld oder sonstigen Gegenständen von angegebenem Werthe nicht beschwert sein darf übri­gens entweder aus einem förmlich verschlossenen Briefe, oder einer bloßen Adresse bestehen kann, mindestens jedoch aus einem Vier- telbogen Papier gefertigt sein muß.

Auf dem Begleitbriefe oder der Begleit -Adresse muß die äußere Beschaffenheit der Senkung (eine Kiste bloß, eine Kiste in Leinen, ein Faß u. s. w.), ferner die Bezeichnung (Signatur) und, wenn der Werth Deckmrt, die Werthsangabe enthalten sein Der Begleitbrief oder die Begleit-Arreste muß mit einem Abdruck desselben P.tschafteS, mit welchem die Sendung verschlossen ist versehen sein.

Zu einem Begleitbriefe können zwar mehrere Stücke gehören, jedoch nicht zugleich Stücke mit unv solche ohne Werthsdeclaration.

Gehören mehrere Stücke mit Werthsdeclaration zu einem Begleitbriefe, so muß auf demselben der Werth von jedem Stück besonders angegeben sein. Die Bezeichnung (Signatur) einer Sendung muß entweder aus der vollständigen Adresse ocer aus mehreren großen lesbaren Buchstaben oder Zeichen, Darf aber niemals aus Nummern allein bestehen, dieselbe muß den Bestimmungs- ort übereinstimmenv mit der Bezeichnung auf dem Begleitbriefe enthalten.

Die Signatur muß dauerhaft und haltbar sein. Den in das Zollvereinsausland gehenden Sendungen müssen außer dem Frachtbriefe auch noch die vorgeschriebenen Declarationen beigegeben sein.

Darmstadt, den 10. December 1856. Großhcrzogliches Ober-Post-Amt.

Reuning.

2411) Die Zinsen von den bei der hiesigen Spar- und Leihkasse angelegten Capitalien sollen:

Mittwoch den 17. December, Samstag 20.

Mittwoch 24.

Samstag 27. und

Mittwoch 31.

bezahlt werden, welches mit dem Anfügcn bekannt gemacht wird, daß die auf den Samstag fallenven Zahltage für die In­teressenten der Stadt Gießen und die auf den Mittwoch fallenden Zahltage für die Auswärtigem bestimmt sind.

Gießen, den 27. November 1856.

Der Rechner: Kehr.

Edictalladung.

Gläubiger - Aussorderun g.

2402) Die Kinder und Erben des am 28. v. Mts. dahier verlebten Großherzog­lichen Hvfger-Advoc. Reinhard Frank Haden zufolge einer Erklärung bei hiesigem Gericht die Erbschaft nur cum benef. in- ventarii angetreten. Es werden daher Die­jenigen, welche Forderungen und Ansprüche an den Nachlaß des Großherzoglichen Hofg.- Advoc. Frank dahier zu bilden vermeinen, aufgefordert, solche sogewiß innerhalb vier Wochen, vom ersten Erscheinen in der Zeitung an gerechnet, bei dahiesigem Gericht anzumelven, als sonst diese bei Abschluß des Inventars nicht berücksichtigt werden.

Gießen, den 24. November 1856.

Großherzogliches Stadtgericht Gießen.

Muhl, v. Notsmann, Stadtrichter. Stadtger.-Assessor.

Versteigerungen.

Die Lieferung von Schichtenpflaster- stcinen bei der Stadt Gießen.

2523) Die Lieferung von 30 Cub.-Klftrn. Schichtenpflastersteinen soll im Soumissions­wege vergeben werden. Desfallsige Aner­bietungen sind bis zum 24. December l. I. hier einzureichen. Die Mustersteine und

sonstige Lieferungsbedingungen können auf dem Geschäftslokale der unterzeichneten Be­hörde eingesehen werden.

Gießen, den 12. December 1856.

Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. _______________D. Ebel.___________

2499) In dem Geschäftslocale der unter­zeichneten Behörde werden

Mittwoch den 17. d. Mts., Nachmittags 2 Uhr, verschiedene Objecte, als : Säcke, altes Eisen, Kleivungsstücke und rergl., öffentlich meist­bietend versteigert und dazu Liebhaber hier­mit eingeladen.

Gießen, den 7. December 1856.

Großherzogliches Landgericht Gießen. P lo ch.

2449) Dienstag den 16. d. Mts., Nachmittags 2 Uhr, soll auf dahiesigem Rathhause die Hofraithe des D. Hilgardt:

Flur Nr. □Jtlftr.

y45i 3 und

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unter den alsdann bekannt gemacht werden­den Bedingungen, öffentlich meistbietend ver­steigert werden.

Gießen, den 2. December 1856.

Großherzogliches Ortsgcricht Gießen. ________________D. Ebel.___________

Bergebuug von Arbeiten bei Der Stadt Gießen.

2453) Montag den 15. December 1856, Vormittags 9 Uhr,

sollen nachfolgende Arbeiten, als-: Steinbrechen, veranschl. zu 6 fl. fr. Steinfahrcn,41 24

Steinsetzen, 1 50

Handarbeit, 8 27|

die Leistung der Fuhren und

Handarbeiten im Taglohn, die Reinigung der städtischen

Oefen, veranschlagt zu 27 42 das Kleinmachen von Holz,

veranschl. zu circa . . . 30 auf dem Rathhause dahier an den Wenigst- fordernden vergeben werden.

Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. D. Ebel.

2422) Der den Geschwistern Jeremias, Heinrich und Marie Hartmann gehörende Garten mit Wohnhaus und ein von Lchm- steinen noch nicht ausgclmuter Bau, am Riegelpfad und Seltersberg gelegen, und 497 HlKlftr. haltend, soll

Montag den 29. December, Nachmittags 2 Uhr, auf dahiesigem Rathhausc an den Meist­bietenden versteigert werden.

Gießen, den 28. November 1856.

Großherzogliches Ortsgericht Gießen.

In Auftrag des Vorstehers :

C. W eidig, Ortsgerichtsmann.

2501) Donnerstag den 18. d. Mts., Morgens 10 Uhr,

soll in den hiesigen Gcmeinvewaldungen Rillscheid und Rimberg, nachverzeichnetcs Holz öffentlich meistbietend versteigert werden.

I. Im Di strict Rillscheid:

5 Stecken Buchcn-Prügelholz,

76 '/2 Stockholz,

12 Stämme Eichen-Bau- und Werkholz von 20 bis 30 Fuß Länge, 149 Cubik- fuß enthaltend.

11. Im Dj strict Rimberg:

2 Stecken Buchen-Scheidholz, 33/4 Prügelholz und

19 Stvckholz.

Bemerkt wird, daß ter Anfang um die bestimmte Stunde im District Rillscheid ge­macht wird.

Rodheim, den 11. December 1856.

Großherzogliche Bürgermeisterei Rodheim. Wagner.

Wein-Versteigerung.

2520) Montag den 15. December, Nachmittags 2 Uhr,

läßt der Unterzeichnete im Saale zum Pro- menadehaus einen Theil seiner auf Lager führenden Weine, in %=, V4», yv- und ganzen Ohmfäßchen, meistbietend versteigern, und kommen dabei ohngefähr 5 Ohm Roth- wein, vorzüglicher Qualität, sowie der besten weißen Weine, vor, wovon Proben am Tage der Versteigerung, und auf Verlangen bei mir, abgegeben werden. Louis Hauß.