Ausgabe 
12.1.1856
 
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Die städtischen Löschgerälhe, insbesondere d e Fenereimer.

38) Schon öfters ist die Wahrnehmung gemacht worden, daß von den, den Häuscrbesitzern zur Verwahrung übergebenen städtischen Feuereimern ein unerlaubter Gebrauch gemacht und dadurch deren Beschädigung, ja theilwcise deren völlige Unbrauch­barkeit hcrbeigeführt wird. Ein solches Verfahren ist ganz den Anordnungen entgegen, die bezüglich der Aufbewahrung der Feuer­eimer bestehen und die jedem Hausbesitzer seiner Zeit behändigt worden sind. Jenes ordnungswidrige Verhalten gibt mir Veran­lassung, auf die Beobachtung jener Anordnungen wiederholt aufmerksam zu machen und sie mit dem Anfügen einzuschärfen, daß, wenn wieder Fälle vorkommen, wo Feuereimer zum Privatgebrauche verwendet, dadurch beschädigt oder unbrauchbar gemacht worden sind, die betreffenden Hausbesitzer zur sofortigen Reparatur oder Anschaffung neuer Feuereimer werden angehalten werden.

Gießen den 8. Januar 1856. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen.

____ _________________________________D. Ebel._________________

Den Bezug von Viehsalz.

22) Hiesige Landwirthc und Viehbesitzer, welche für das Jahr 1856 Dung- und Viehsalz beziehen wollen, haben ihren Bedarf im Laufe des Monats Januar hier anzugeben, damit derselbe zeitig genug disponibel gestellt werden kann.

Gießen den 3. Januar 1856. Großhcrzogliche Bürgermeisterei Gießen.

D. Ebel.

49) Die

Dkpvtprotocvlle für das Mustcrungs- jahr 1856

sind zur Einsicht der Interessenten 14 Tage lang auf dem Bürgermeisterei-Local offen gelegt. Gießen den 8. Januar 1856.

Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen ______________D. Ebel.___________ Das Ausstichen von Lescholzkarten.

37) Die Lcscholzkarten für den Distrikt Franzwald der Oberförsterei Schiffenberg können täglich hier in Empfang genommen werden.

Gießen den 7. Januar 1856.

Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen.

D. Ebel.

Versteigerungen.

56) Montag den 28. Januar d. I., Nachmittags 2 Uhr,

sollen auf dahiesigem Rathhause die der PH. Anton Becker's Wittwe dahier gehören­den Grundstücke aus freier Hand öffentlich meistbietend versteigert werden, mit dem Be­merken, daß bei annehmbarem Gebote der Zuschlag sogleich ertheilt wird.

Klftr.

518 Garten nebst Gartenhaus, links am Busch'schen Garten, neben Dr. Met­tenheimer, %L,/22. Klasse,

184 Acker, auf den Sandkauter Weg und Hecgstrauch, neben Ehr. Burckhardt, PH. Ehr. S., y22., y23. Klasse, 95 Acker am Altenfeld, bei den Gär­ten, neben Melchior Kauf Ehefrau, 2. Klasse,

156 Acker im Altenfeld, links auf den Weg, neben Hermann Pugge, %2., y23. Klasse.

Gießen den 9. Januar 1856.

Großherzogliches Ortsgericht Gießen. __D. Ebel.__________ 16) Montag den 14. Januar, Nachmittags 2 Uhr,

sollen auf dahiesigem Rathhause die dem Bäcker Wilhelm Schäfer und dessen Ehefrau gehörenden Immobilien abermals, und zwar

zum letztcnmale, versteigert werden, wobei bemerkt wird, daß mit dem Zuschlag sogleich die Genehmigung ertheilt wird.

Gießen den 2. Januar 1856, Großherzoglichcs Ortsgcricht Gießen.

In Auftrag des Vorstehers:

C. Weibig, Ortsgerichtsmann.

Die Vergebung verschicdmer Arbeiten bei der Stadt Gießen.

36) Montag den 14. Januar 1856, von Morgens 9 Uhr an,

sollen die nachbcmcrkten Arbeiten auf dem Rathhause dahier an den Wenigstforvernven vergeben werden:

1) Stcinbrechen und Liefern, vcr- fl. kr.

anschlagt zu ..... 119 6

2) Stcinfahren, veranschlagt zu 318

3) Steinsetzen, 11 48

4) Steinklopfen, 357 45

5) Handarbeit, 223

6) Planir- und Chaussirarbeit,

veranschlagt zu .... 109 24

Die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises werden ersucht, dieses in orts­üblicher Weise bekannt zu machen.

Gießen den 7. Januar 185'6.

Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. D. Ebel.

Versteigerung von Straßenarbeitcn.

64) Die zur Unterhaltung der Staats­straßen in dem Baubczirk Gießen für das Jahr 1856 erforderlichen Arbeiten, beste­hend in dem Brechen, der Beifuhr, dem Aufsetzen und dem Zerschlagen der Steine, sollen an den nachfolgenden Tagen und Orten an die Wenigstnehmenden versteigert werden, und zwar:

I. Dienstag den 15. Januar d. I., Vormittags 10 Uhr,.

zu Steinbach in dem Gasthaus zum Rit­ter, für die Straße von Gießen bis Ab- thcilungsnummer 49 gegen Lich;

II. Mittwoch den 16. Januar, Vormittags 10 Uhr,

zu Lich im Gasthaus zum Engel, für die Straße von Abtheilungsnummer 49 über Lich bis Nr. 63% gegen Hungen und für

die Straße vom Hessenbrückcr Hammer über Lich gegen Butzbach, von Nr. 177 bis Nr. 226;

III. Donnerstag den 17. Januar, Vormittags 10 Uhr, zu Eberstadt im Hause des Wirths Ger- lach, für die Straße von Lich gegen Butzbach, von Abtheilungsnummer 226 bis 253,3;

IV. Samstag den 19. Januar, Vormittags 10 Uhr, zu Kleinlinden in dem Hause des Wirths Rinn, für die Straße von Gießen über Langgöns bis zur Kirchgönser Gemarkungs­grenze, für die Straße von Kleinlinden bis zur König!. Preuß. Grenze, für die Straße von Gießen gegen Reiskirchen bis Abthei­lungsnummer 10 und für die Straße von Gießen bis zur Rodheimcr Gemarkungs- grenze;

V. Montag den 21. Januar, Vormittags 10 Uhr, auf der Ganscburg, für die Straße von Gießen über Reiskirchen von Abthcilungs- nummer 10 bis 52;

VI. Mittwoch den 23. Januar, Vormittags 10 Uhr, zu Rodheim in dem Hause des Wirths Carl Schlierbach, für die Straße von Gie­ßen nach Gladenbach., und zwar von der Heuchelheim-Rodheimer Gcmarkungsgrenze bis zur Königl. Preuß. Grenze jenseits Frankcnbach;

VII. Freitag den 25. Januar, Mittags 12 Uhr, zu Hermannstein in dem Gemeindehaus, für die Straße durch die Gemarkung von Hermannstein.

D i e resp. Großherzoglichen Bür­germeister werden ersucht, diese Versteigerungen im Interesse ihrer Gemein­den besonders bekannt machen zu lassen.

Gießen den 10. Januar 1856.

Großherzogliches Kreisbauamt Gießen.

Holzapfel.

17) Dienstag den 15. Januar, Nachmittags 2 Uhr,

soll auf dahiesigem Rathhause das dem Wilhelm Köhler dahier gehörende Wohn-