Orsfcntliche Aussordcru»g.
809) Alle diejenigen, welche Ansprüche an den Nachlaß der verstorbenen Ehefrau des Johannes Ruppert in Kleinlinden, geborenen Spuck, oder auch an deren Ehemann aus der Zeit seiner Ehe mit der Verstorbenen, zu bilden haben, werden aüsgcfordert, dieselben sogewiß innerhalb vier Wochen hier anzumelden, als sie sonst bei dem Abschlüsse des Inventars unberücksichtigt bleiben.
Gießen den 13. März 1856.
Großherzogliches Stadtgericht Gießen.
Muhl, Dr. A. v. Grolman, Stadtricbter. Stadtger.-Assessor-
523) In Sachen ,
des Großherzoglichen Kreisarztes Dr. Mbbus zu Dieburg, Kläger
gegen
die Wittwe des Hofgerichts - Secretariats- Accessistcn Dr. jur. Modus zu Gießen, Beklagte,
Kapital- und Zinsenforderung betreffend,
wird auf Antrag des Klägers die unbekannt wo abwesende Beklagtin aufgefordert, sich innerhalb einer Frist von drei Monaten auf die ihr bereits unterm 11. Januar vorigen Jahres mitgecheilte Klage bei Meldung des früher angedrohtcn Rcchtsnachtheils zu erklären.
Weitere in dieser Sache ergehende Verfügungen werden nur durch Anschlag an die Gerichtsthüre bekannt gemacht.
Gießen den 4. März 1856.
Großherzoglichcs Stadtgericht Gießen.
Muhl, Bott,
Stadtrichter. Stadtger.-Asscffor.
Besondere
821) Die
Zinsen derLony'schen Stiftung
kommen nächstens zur Vcrtheilung. Darauf bezügige Gesuche können bis zum 20. d. M. hier eingereicht oder ■ mündlich vorgebracht werden. Gießen den 8. April 1856.
Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. D. Ebel.
vorigen Jahres zu Großenlinden ledig verstorbenen Maria Schlag gerufen, und wird, da sein Aufenthaltsort unbekannt ist, auf Antrag der übrigen Erben aufgefordert, sogewiß binnen sechzig Tagen, vom ersten Erscheinen dieser Aufforderung in der Darmstädter Zeitung an gerechnet, sich über den Erbschaftsantritt dahier zu erklären, als sonst nach Ablauf der Frist die Erbschaft den bereits sich gemeldet habenden Erben überlassen werden wird.
Gießen den 19. März 1856.
Großherzogliches Stadtgericht Gießen.
Muhl, Warner, Stadtrichter. Stadtger.-Assessor.
Versteigerungen.
Holzvcrsteigcrung int Gießener Stadtwalde.
818) Montag den 14. Avril l. I, von Morgens 9 Uhr an, ! soll in dem hiesigen Stadtwalde, District Annaberg, Oberwald, Faulerboden, Hochwarte und Mühlkopf, nachverzcichnetes Holz öffentlich versteigert werden,, als: .
79'/2 Stecken Buchen-Scheidholz,
26% „ „ Prügclholz,
74% „ „ Stockholz,
2900 Wellen „ Reisholz,
66 Stecken Eichen-Prügelholz,
63% „ „ Stockholz,
2650 Wellen ;, Reisholz,
4% Stecken Kiefern-Scheidholz,
4 „ „ Prügclholz,
7 „ „ Stockholz,
325 Wellen „ Reisholz,
% Stecken Fichten-Prügelholz, 9% „ „ Stockholz,
675 Wellen „ Reisholz,
1 Stecken Aspcn-Prügelbolz,
63 Eichen-Stämme von 1243 Cubikfuß,
11 Buchen- „ „ 700 „
22 Fichten- „ „ 1492 „
28 Kiefern- „ „ 844 „
5 Eichen-Stangen „ 21 „
14 Fichten- „ ,, 33 „
Gegen vorschriftsmäßige Bürgschaft wird Zahlungsfrist bis l. October d. I. gestattet.
Die Zusammenkunft ist auf der Licher Straße, am Lumpenmannsbrunncn.
Die Großherzoglichen Bürgermeistereien der umliegenden Orte werden ersucht, dies in ihren Gemeinden bekannt machen zu lassen. Gießen am 8. April 1856.
Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. D. Ebel.
Die Versteigerung von Eichenlohrinde bei der Stadt Gießen.
787) Montag den 13. April 1856, Morgens 10 Uhr,
soll auf der Geschäftsstube der unterzeichneten Behörde die Gewinnung von circa 200 Eentnern Eichenlohrindc von 40- bis 60jährigen Eichenkernstanqen ün den Meistbietenden vergeben werden.
Der Forstwart Dern in Annerod ist beauftragt, den Kauflustigen den Lohschlag vorzuzeigen.
Gießen den 4. April 1856.
Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen.
_______________D. Ebel. __________
796) Die zu den Kleidern armer Confirmanden erforderlichen
42 Ellen schwarzes Wollentuch,
70 „ Futter,
117 „ Orleans,
9 Stück Halstücher,
13 Dutzend Knöpfe, werden nächsten
Mittwoch den 9. l. Mts., Nachmittags 2 Uhr,
im Bürgerhospital dahier, unter den vorliegenden Bedingungen, öffentlich versteigert.
Gießen am 5. April 1856.
; Der Rechner: Wittich.
Holzverstki'gcrung zu Allcudorf a. d. Lumda.
798) Donnerstag den 10. d. Mts., Morgens 8 Uhr,
sollen in dem hiesigen Gemeindewalv, Di- strict Steinwald und Mark, nachstehende Holzsortimente versteigert werden:
,2
Stecken
Eichen-Scheidholz,
2/, 11%
9'/
ff 1 ff
„ Prugelhvlz, Nadel- „
~ /2 ,/
3 „ Nadel- „
450 Wellln Eichen-Rcisholz,
750 „ Nadel- „
100 „ Saalweiden,
23 Stück Eichen-Stämme von 15 bis 30
Fuß Länge und 6 bis 15 Zoll Durchmesser,
7 Stück Fichtcn-Stämme von 40 bis 45 Fuß Länge und 5 bis 6 Zoll Durchmesser,
5 Stück Eichen-Stangen von 12 Fuß Länge und 5 Zoll mittl. Durchmesser, 3693 Stück Nadelholz-Stangen (Bohnenstangen) von 15 bis 40 Fuß Länge und 1 bis 5 Zoll mittl. Durchmesser. Gegen vorschriftsmäßige Bürgschaft Zahlungsfrist bis Michaeli d. I.
Die Zusammenkunft ist bei der Bnchen- mark an der Krempelswiese.
Allendorf a. d. Lda. den 4. April 1856. Großherzogliche Bürgermeisterei Allendorf a. d. Lda.
Wagner.
Versteigerung von Bauarbeiten in dcr Gemeinde Münster.
732) Zur Erbauung eines neuen Schulhauses dahier sollen
Freitag den 11. April d. I., Vormittags 10 Uhr, nachverzeichnete Bguarbciten, als: 1) Maurer- u. Stcinhauer-
arbeit, veranschlagt zu :
1089 fl.
29 fr.
2) Zimmerarbeit, veranschl zu
173 „
51 ii
3) Dachteckerarbeit, „ „
64 „
51 „
4) Schreinerarbcit, „ „
346 ,;
18 „
5) Schlosserarbeit, „ „
165 „
17 „
6) Glaserarbeit, „ „
114 „
— ii
7) Weißbinderarbeit, „ „
164 „
20 „
8) Spenglerarbeit, „ „
5 „
42 „
unter den im Termin bekannt gemacht werdenden Bedingungen, auf hiesiger Bürgermeisterei öffentlich in Accord gegeben werden.
Die Großberzoglichen Bürgermeistereien werden deshalb freundlich ersucht, Vorstehendes öffentlich bekannt machen zu lassen.
Münster den 31. März 1856.
Großherzogliche Bürgermeisterei Münster.
Fach.


