Ausgabe 
9.2.1856
 
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Ganzen oder für entsprechende Abtheilungen zeitweise in einem Tarif die Preise dafür festgestellt werden, um welche dann bei drin­gendem Bedarf kurzer Hanv Begebung an freiwillige Uebcrnchmcr stattfinbrn kann.

Der Militärbehörde soll, wo thunlich, Geleacnbeit gegeben werden, bei der Versteigerung mitzuwirken und vor Feststellung eines Tarifs oder vor Erhöhung eines festgcstcllten sich bcßhalb zu erklären. (Schluß folgt.)

Zu Nr. K. G. 1049. Gießen am 6. Februar 1856.

Betreffend: Den Hagelschlag zu Höringhausen am 13. Ium und 24. August 1855, hier die Gestattung einer Collecte für die Einwohner von Höringhausen.

Das

Groß herzogliche Kreis amt Gießen

an

die Groszherzoglichen Bürgermeistereien dieses Kreises.

Die Erndtc des vorigen Jahres hat in der Gemarkung Höringhausen, Kreiste Vöhl, in Folge eines zweimaligen Hagelschlags nur einen sehr geringen Ertrag geliefert, wodurch die vielen armen Einwohner daselbst in große Noth versetzt worben sind. Groß­herzogliches Ministerium bes Innern hat zur Linderung dieses Nothzustandes eine Collecte in mehreren Kreisen des Landes, unter tiefen auch in dem hiesigen Kreise, gestattet.

Indem wir Ihnen hiervon Kenntniß geben, beauftragen wir Sie, eine Liste zu fertigen, dieselbe in Ihren Gemeinden zur Subscription herum gehen zu lasten und die unterzeichneten Beträge sodann an unseren Gehülfen Körber einzustnden. Sollten Ortsvorstände einzelner Gemeinden es vvrzichen, statt jener Collecte einen Unterstützungs-Beitrag aus der Gemeindekasse zu bewilligen, so genehmigen wir dies hiermit im Voraus.

K ü ch l e r.

Bekanntmachungen.

Maurermeister August Nauheimer ist für die Dauer der Krankheit des Experten Maurermeisters Gottlieb Strauch provisorisch zum Experten in Branvversicherungs-Angelegenheiten bestellt und verpflichtet worden.

Herz Marx von Großenlinden ist als Fruchtmakler coneessionirt worden.

Gerichtliche und Privat-Bekanntmachungen.

Besondere Bekanntmachung.

Aufforderung an die Schuldner der hiesigen Pfand- und Leihanftalt.

236) Die Schuldner der hiesigen Pfand- unv Leihanstalt, deren Pfänder in den Mona­ten Juli, August, September, Octo­ber, November und December 1855 verfallen sind, werden aufgefordert, in dem Zeitraum vom 8. Februar bis zum 8. März dieselben einzulösen ober zu prolongiren, als sonst deren Versteigerung am 14. April stattfindet.

Nach dem 8. März kann weder Einlösung, Prolongation, noch Umschreibung vorgenom­men werden. Die Säumigen haben es sich daher selbst beizumessen, wenn sie ihre Pfän­der erst im Versteigerungstermin gegen baare Zahlung einlösen können.

Pfänder aus wollenen Stoffen müssen unbedingt eingelös't werden.

Die Herren Bürgermeister des Kreisamts­bezirks werben ersucht, Vorstehenbes in ihren Gemeinven mehrmals bekannt machen zn lassen. Gießen am 8. Februar 1856.

Die Pfandhausverwaltung. Bieler. Pfeil.

Versteigerungen.

230) Dienstag den 11. März d. I., Nachmittags 2 Uhr,

sollen auf dahiesigem Rathhaus die dem Gärtner Heinrich Schmitt dahier gehören­den Immobilien, als:

Flur Nr.Rlftt.

*/2oa 52 Hofraithe, bestehend in Wohn­

haus, Scheuer, Stallung und Hofraum, mit

209 91 Grabgarten, 1. Klasse, auf

dem Reichensanb,

y33 44 Grabstück am Wismarer Weg,

2. Klasse,

*/m« 6 Grabstück daselbst, 2. Klaffe,

% 136 Acker daselbst, 4. Klasse,

%s 124 Wiese in den Weiden, 7,4., 7,5. Klasse,

72 Acker auf der großen Weide, 7,2., 73. Klasse,

"%e6 100 Acker auf der Hohleiche, bei der

Pulvermühle, 7r 1-, 7,2. Cl. an den Meistbietenden öffentlich versteigert werben. Gießen den 4. Februar 1856.

Großherzogliches Ortsgericht Gießen. In Auftrag des Vorstehers: C. Weidig, Ortsgerichtsmann.

Vergebung von Zimmer-, Schlvsser- und Pflasterarbeit bei der Stadt Gießen. 252) Donnerstag den 14. Februar 1856, Vormittags 9 Uhr, sollen auf dem Rathhause dahier folgende Arbeiten an den Wenigstfordernden vergeben werden: fl. kr.

1) Zimmerarbeit, veranschl. zn 27 30

2) Schiosserarbeit, 14

3) Pflasterarbeit,39

Gießen den 8. Februar 1856.

Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. D. Ebel.

Holzversteigerung im Gießener Stadtwalde.

216) Montag den 11. Februar l. I., von Morgens 9 Uhr an,

soll in dem hiesigen Stadtwalde, Distrikt Bruch und Bruberwinter des Fernewalds, nachverzeichnetes Holz öffentlich versteigert

werben ; 2

150

14 1077, 29

5400

3 <81/ ° /«

3

Stecken Wellen Stecken

//

Wellen Stecken

//

ff

Buchen-Scheidholz, Reisholz, Eichen-Scheidholz, Prügelholz, Stockholz, Reisholz,

Birken-Scheidholz, Prügelholz, Stockholz,

150 Wellen Rersholz, 14% Stecken Kiefern-Scheibholz, 25 Prügelholz,

11 Stockholz,

1525 Wellen Reisholz,

1 Stecken Fichten-Prügelholz, 17% Stockholz,

2300 Wellen Reisholz,

1 Stecken Aspen-Scheidholz,

50 Wellen Reisholz,

50 Dorn-Wellen,

5 Eichen-Stämme von 113 Cubikf.,

61 Fichten 982

22 Eichen-Stangen 39

134 Fichten- 534

Gegen vorschriftsmäßige Bürgschaft wird Zahlungsfrist bis 24. Juni d. I. gestattet.