Ausgabe 
5.4.1856
 
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Polizeiliche Bekanntmachung.

Gefundene Gegenstände.

Ein Fingerring von gelbem Metalle, gezeichnet E. 8., eine braune, noch nicht ganz vollendete Schürze, ein Cigarrenetuis, ein weites gesticktes und ein blaues rothgestreistes Äindertaschcntuch, sowie eine Mundharmonika, sind während der drei letzten Wochen auf Großhcrzoglichem Polizeibüreau abgegeben worden. Die Eigcnthümer haben sich baldigst zu melden.

Gießen am 4. April 1856. Der Großherzogliche Polizei-Commissär für die Provinzialhaupistadt Gießen:

L. Nover.

Gerichtliche und Privat-Bekanntmachungen.

(EbkiallaMmg.

3285) Es wird hierdurch zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß das neu errichtete Grundbuch der Gemarkung Groß en lin­den auf dem Bürgermeisterei-Büreau da­selbst offen gelegt worden ist.

Die Betheiligten sind befugt, dasselbe während der Zeit der Offenlegung in diesem Locale einzusehcn, auch gegen die Gebühr von dem Großherzoglichen Bürgermeister zu Großenlinden Grundbuchs-Auszüge (Ge­schosse) zu verlangen. Auch werden sie durch Letzteren auf die von den Fclrge- schworenen entdeckt werdenden, sie betreffen­den Fehler aufmerksam gemacht werden.

Allen Denjenigen, welche sich bei den Angaben des Grundbuchs rücksichtlich des Besitzstandes für beschwert erachten, steht es frei, binnen einer unerstrecklichen Frist von sechs Monaten ihre Anstände entweder auf gütlichem Wege bei dem Bürgermeister der Gemeinde, vor welchen sie ihren etwai­gen Gegner vorladen lassen können, zu be­seitigen und, insofern dieses nicht von Erfolg ist, ihre Ansprüche bei dem für Besitzstreitig­keiten zuständigen Gerichte geltend zu machen. Ist dieses Gericht ein anderes, als das unterzeichnete, so haben sie davon, daß Letz­teres geschehen, binnen eben dieser Frist die Anzeige zu machen. Dieselbe Anzeige liegt ihnen binnen derselben Frist alsdann ob, wenn sie vor Offenlegung des Grundbuchs gegen den daselbst eingetragenen Besitzer eine Besitzklage angestellt hatten.

Nach Ablauf dieser Frist wird der Besitz, wie ihn das Grundbuch angiebt, in Bezug auf die Personen der Besitzer in allen den Fällen für richtig angenommen, in welchen weder eine gütliche Beseitigung bei dem Bürgermeister zu Protokoll gegeben, noch eine gerichtliche Klage deshalb erhoben und erforderlichen Falls bei dem unterzeichneten Gerichte zur Anzeige gebracht worden ist.

Zugleich werden Diejenigen, welche die in Gemäßheit des Art. 30 des Gesetzes vom 21. Februar 1852, die Erwerbung des Grundeigenthums u. s. w. betreffend, bet» gefügten Erwerbstitel eingetragen oder be­richtigt zu sehen wünschen, aufgefordert, die erforderlichen Anträge binnen der festge­setzten Frist von sechs Monaten bei dem zuständigen Gerichte zu stellen und, wenn dieses ein anderes als das unterzeichnete ist, bei diesem die Anzeige zu machen. Die

unerstrcckliche Frist von sechs Monaten geht mit dem 15. Juni 1856 zu Ende.

Gießen den 21. November 1855. Großherzogliches Stadtgericht Gießen.

I. B. d. D.:

Wörner, Staetger.-Assessor.

Versteigerunge n.

Tie Versteigerung von Elchenlohrinde bei der Stadt Gießen.

787) Montag den 13. April 1856, Morgens 10 Uhr,

soll auf der Geschäftsstube der unterzeich­neten Behörde die Gewinnung von circa 200 Centnern Eichenlohrinde von 40- bis 60jährigen Eichenkernstangen an den Meist­bietenden vergeben werden.

Der Forstwart Dern in Annerod ist beauftragt, den Kauflustigen den Lohschlag vorzuzeigen.

Gießen den 4. April 1856.

Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. _______________D. Ebel.____________ 642) Montag den 21. April, Nachmittags 2 Uhr,

sollen die dem Gottfried Felsing gehörenden Immobilien öffentlich an den Meistbietenden versteigert werten, als :

Flur □Jtlftr.

y92I 13 Hosraithe am Wallthor, neben Joseph Möhl's Wiltwe,

4i/17 181 Garten auf dem Rott, neben

Karl Marguth,

42/28 155 Acker auftem Sandfeld, neben

Phil. Eberhard Schwalb.

Gießen den 21. März 1856. Großherzogliches Ortsgericht Gießen.

In Auftrag des Vorstehers: C. Weidig, Ortsgcrichtsmann.

627) Dienstag den 8. April, Nachmittags 2 Uhr,

soll aus dahiesigem Rathhause die Hofraithe des Heinrich Schneider, Schnciter, nochmals, unter den alsdann bekannt ge­macht werdenden Bedingungen, öffentlich meistbietend versteigert werden, als : Flnr Nr. oKlstr.

7199 34 Hofraithe auf dem Neuen­

weg, neben Fr. Lehrmund, 7boo 49 Grabgarten das., 1. Kl.

Gießen den 20. März 1856. Großherzogliches Ortsgericht Gießen. D. Ebel.

625) Dienstag den 6. Mai, Nachmittags 2 Uhr, '

soll auf dahicsigem Rathhaus die Hofraithe des Carl Weißgerber, unter den alsdann bekannt gemacht werdenden Bedingungen, öffentlich meistbietend versteigert werden, als: Flur Nr.Rlftr.

y.46 3 Hofraithe auf der Burg, in

der Dreihäusergasse, art L. Th. Felsing, giebt 17'/2 fr. ab» löste Grundrente.

Gießen den 19. März 1856.

Großherzogliches Ortsgericht Gießen. D.Ebel.

688) Dienstag den 8. April, Nachmittags 2 Uhr,

sollen auf dahiesigem Rathhaus eine silberne Taschenuhr und ein Etuis mit silbernen Mün­zen, 6 Stück, die königlich französische Fa­milie vom Jahr 1793 vorstellend, öffentlich meistbietend versteigert werden.

Gießen den 26. März 1856.

Großherzogliches Ortsgericht Gießen. D. Ebel.

767) Mittwoch den 9. und Donnerstag Den 10. April,

Nachmittags 2 Uhr,

sollen in her Wohnung der Frau Mittler, in dem Bäcker Hellmold'schen Hause auf dem Neuenweg, verschiedene Haus- und Küchengeräthe, bestehend in Spiegeln, Tischen, Commoden, Stühlen, einem großen eichenen Eßtisch, welchen man zusammenlegen kann, Schränken , sehr gut gehaltenen Betten unk Weißzeug :c., gegen gleich haare Zahlung versteigert werden, und werden Kauflieb- haber mit dem Bemerken hierzu eingeladen, sich um die bestimmte Stunde einzufinden.

Gießen den 3. April 1856.

In Auftrag : ___________________C. Weidig.

Hausverkau f.

699) Montag den 14. April l. I., Vormittags 10 Uhr,

sollen in Sachen der Kirche zu Hausen^

1) ein zweistöckiges Wohnhaus, 24 Fuß lang und 17 Fuß breit, nebst einem Viehstall, 14 Fuß lang und ebenso breit, sowie

2j ein einstöckiges Wohnhaus, 40 Fuß lang und 20 Fuß breit, welches erst im Jahre 1849 neu erbaut worden ist, unter den bei der Versteigerung bekannt ge»