Ausgabe 
2.8.1856
 
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Wagen, ein Viertelpfund-Gewicht, ein braunes Kinder-Zeugschuhchen mit Lederbesatz, zwei Schlüssel, ein wollenes, earrirtes Schürzchen, sowie ein vor mehreren Wochen in einem Kaufladen liegen gebliebenes Tüchelchen, worin einiges Gelt eingeknüpft ist. Die Eigentümer haben sich baldigst zu meiten.

Gießen, am 1. August 1856. Der Großherzogliche Polizei -Commissär für die Provinzialhauptstadt Gießen:

L. N o v er.

Gerichtliche und privat-Bekanntmachungen.

Besondere Bekannimachnngen.

Die Erhebung der Brandsteuern in Gießen.

1675) Den betreffenden Steuerpflichtigen dient zur Nachricht, daß die obenbemerkten Gelder vom 4. bis 11. August I. I., Vor­mittags, bei der Großherzoglichen DistrietS- einnehmerei I. dahier erhoben werden.

Gießen, den 30. Juli 1856.

Großherzvgliche Bürgermeisterei Gießen. _______________D. Ebel.___________ Aufforderung nit die Schuldner der hiesigen Pfund- und Leihunstalt.

1671) Die Schuldner der hiesigen Pfand- und Leihanstalt, deren Pfänder in den Mo­naten Januar, Februar, März, April, Mai und Juni 1856 verfallen sind, werden auf­gefordert, in teilt Zeitraum vom 6. August bis zum 6. September, dieselben einzulösen oder zu prolongiren, als sonst deren Verstei­gerung am 13. Oetober d. I. stattfindet.

Nach fruchtlosem Ablauf obigen Zeit­raums kann weder Einlösung, Prolongation noch Umschreibung vorgenommen werden. Die Säumigen haben es sich daher selbst beizumessen, wenn sie ihre Pfänder erst im Versteigerungstermin gegen baare Zahlung cinlösen können.

Pfänder aus wollenen Stoffen müssen unbedingt eingelöst werden.

Die Herren Bürgermeister des Kreisamtsbezirks werden ersucht, Vorstehendes in ihren Gemeinden baldigst bekannt machen lassen zu wollen.

Gießen, den 26. Juli 1856.

Die Pfandhausverwaltung der Provinzial­hauptstadt Gießen.

__Bieler. Pfeil.________ Feldstrasen-Erhebuug bei dem Groß- herzoglichen Rentamt Gießen.

1662) Die Feldstrafen von der 3. Periode 1856 können vom 1. bis 15. k. M. an den Zahltagen, Dienstags und Samstags ohne Kosten bezahlt werden.

Gießen, den 29. Juli 1856.

Großherzogliches Rentamt Gießen.

In Beurlaubung des Rentamtmanns: Beck,

Finanz-Aeeessist.

Versteigerungen.

1670) Dienstag den 9. September, Nachmittags 2 Uhr, soll auf dahiesigem Rathhaus die Hofraithe nebst Hausgarten, zum Nachlaß der Wittwe

des Großh. Reg.-Raths Trapp dahier ge­hörig, unter den dahier und in der Woh­nung des Großh. Justiz-Raths Trapv offen­liegenden und vor der Versteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen, erbthei- iungshalber, öffentlich meistbietend versteigert werden, als: Finr Nr..Kifft.

40/i 106 Hosraithe am Wallthor, ne­

ben Gr. Prof. Dr. Vullers,

*°/2 196 Garten bei der Hofraithe,

1. Klasse, gibt 54 fr. abge­löste Grundrente.

Gießen, den 30. Juli 1856.

Großherzoqliches Ortsgericht Gießen. D. Ebel.

1684) Montag den 1. September, Nachmittags 2 Uhr,

soll auf dahiesigem Rathhause das dem Philipp Römer dahier in der Flügelsgasse gehörende Wohnhaus, neben Johann Hein­rich Seuling, an den Meistbietenden ver­steigert werden.

Gießen, den 1. August 1856. Großherzogliches Ortsgericht Gießen.

In Auftrag des Vorstehers : C. Weidig, Ortsgerichtsmann.

Verpachtung von städtischen Trieb­vierteln.

1667) Montag den 11. August l. I., von Nachmittags 2 Uhr an, sollen die von 1851 bis 1856 verpachteten und 1856 leihfällig werdenden, sowie die wegen Ableben von Bürgern der Stadt in dem laufenden Jahre heimgefallenen Trieb­vierteln, im Ganzen gegen 300 Viertel, anderweit verpachtet werden. Wer solche vorher einsehen will, kann sich an den Flur­schützen Völker wenden.

Die Zusammenkunft ist am Nassauer Hof. Gießen, am 30. Juli 1856.

Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. D. Eb el

Die Vergebung von Fuhren und Hand­arbeit bei der Stadt Gießen.

1612) Montag den 4. August 1856, des Vormittags 9 Uhr, sollen folgende Arbeiten:

1) Fuhrenleistung, veranschl. zu 18 fl.

2) Handarbeit, 40

auf dem Rathhause dahier an den Menigst- nehmenden vergeben werden.

Gießen, den 26. Juli 1856.

Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen.

D. Ebel.

1683) Montag den 11. August, Nachmittags 2 Uhr, sollen auf dabiesigem Ratbhause die den Erben des Ludw. Becker gehörenden Grund­stücke, als: Flur Nr. □Klktr.

,8/10, 222 Acker zwischen dem Wetzlarer

Pfad und der Lahn, neben D. B. Vetzberger,

2%0 128 Acker am Barresgraben,

3ii/s 277 Acker an der Oberau, am Leihgesterner Weg, an den Meistbietenten versteigert werden.

Gießen, den 1 August 1856. Großherzogliches Ortsgericht Gießen.

In Auftrag des Vorstehers : C. Weidig, Ortsgerichtsmann.

Verpachtung von städtischen Grund­stücken.

1672) Donnerstag den 7. August l. I., Vormittags 11 Uhr,

sollen auf dem hiesigen Nathhanse fol­gende, 1856 leihfällig werdende städtische Grundstücke, nämlich:

1) die 3 Gärten oben an dem Friedhöfe,

2) der Acker an der Lehmgrube, am Krof- dorfer Weg,

3) der Acker an der Sandgrube, am Schiffenberger Weg, anderweit verpachtet werden.

Gießen, am 30. Juli 1856.

Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen.

_______________D. Ebel.____________

Holzversteigerung.

1677) Donner st ag den 7. August und Freitag den 8. August

wird im Domanialwaldtistriet Franzen- Wald nachverzeicbnetes Holz versteigert:

1) Donnerstag den 7. August, 134 Stecken Eichen-Scheidholz,

91 Prügelhvlz,

141 Stockholz,

9750 Wellen Reishvlz;

2) Freitag den 8. August, Scheidh. Prügelh. Stockh. Reish.

(Steifen Stecken Stecken Wellen Buchen- 2 11

Eichen- 88 96 82 9675

Erlen- 1 1 175

sotann:

68 Eichen-Stämme von 1757 Cubikf., 208 Stangen 172

Credit bis zum 31. Dccember. Zu- sammenkunft jedesmal Morgens 9 Uhr auf der chaussirten Bergwerksschneisze.

Gießen, am 31. Juli 1586.

Großherzogliche Oberförsterei Schiffenberg. Dr. Draudt.