JK 37.

Mörder rusrief :

Beilage.

-rückende plötzlich so stark, Andern

Still-Ujchtchen.

Maler-Novellette aus Rom.

in der den, der neu ließ, er franz, versteige«,

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(Schluß.)

Peppo der muntere Wirth, stand hinter dem Heerd, legte Zweige auf die Glut und blinzelte nach den jungen Leuten, die wie Schildwachen oder wie verscheuchte Störche aut und niederfchrit-

,in, dann legte er einen Augenblick den Finger an die Nase, dachte Ach und stieg hierauf die Fallthüre des Kellers hinab, aus welchen [r Zwei Flaschen schwarzen Weines brachte, die er auf den Tisch iellte, indem er Gläser um sie reihte.Signori," sprach er, rostig,Sie werden heute wahrscheinlich meine einzigen Gäste sein, A der Sturm wohl kaum vor Mitternacht endet. @tr werden sich

auch mit dem begnügen müssen, was meine eignen Hände kochen, Mi die Frauensleute sind nach Albano gefahren."

Nach Albano!" riefen die Jünglinge.Wir sahen doch 'inen Wagen! Wann fuhren sie fort ? Nach dem herrlichen llbano!"

Sie fuhren von der Stadt aus," schmunzelte der Wirth, -und schlichen sich zur Zeit der Siesta davon. Sie wollten die sirren nickt stören. Allein da wir nun ein Junggesellenleben -den, wollen wir auch lustig sein. Trinken Sie!"

i'tfluchtllng, hange nicht länger den Kopf. Ich will Euck einen rschlag machen, einen Vorschlag, so redlich, als man ihn nur cken kann. Wir schleichen da in der Vigna umher wie Geister Unterwelt, und Keiner kann zu seinem Ziele gelangen, weil ihn Andern beirren. Nun aber wollen wir es dergestalt einrichtcn, Lag für Tag nur Einer und stets ein Anderer hierher kommt, > demjenigen, dem es binnen einem Monat gelingt, Angioletta's z zu gewinnen, sei dann vollkommen freier Raum gelassen. Seid

U >t's zufrieden?" a 1

^^schlag ist gut!" riefen alle.Aber," schalt mrid? berechnend ein,in einem Monat kommt einer nur ftchs- vierundzwanzig Tage gegen, und nur

P für st», und das ist zu wenig."

So wechseln wir jeden halben Tag," rief Gerhard wieder, nun erhob sich bet dem immer mehr erwärmenden Wei» ein 'n E°g^enreden, welches endlich so lebhaft wurde, daß U b t. le fr^eteJKißlpiHniung gänzlich vergaß und nichts im kein, e k - Reihenfolge, die Art wie geloost werden müsse, b da hi folnnen unb. Iail9fr bleiben dürfe, und daß man H der I1.ig verschiedenartig gehen könnten,

chstcn Kirchenuhr zu richten habe, und zuletzt wurde die

Und man nahm die Gläser zur Hand und trank, aber so ab- neffen, io gelassen, als tränke man nur ans Gefälligkeit. Es teb aber nicht lange bei diesem abgemessenen Trinken, dafür sorgte st feurige Wein, dafür die innere Erregtheit der jungen Leute und s ld war es laut im Umkreise des Heerdes, die erkünstelte Rinde je sich von dem Herzen, und Gerhard, der fast immer der klügste «r, nahm das Wort und sprach:

Wißt ihr, was wir allesammt sind? Thoren und Narren, , ly.lr ttlru§ voreinander verheimlichen wollen, was wir doch ler fühlen und wissen. Oder kann cs einer von Euck leugnen, B ihm des Wirths Nickte fast mehr, als er wünscht, an das nz gewachten |ei < Ist es nicht besser, wir werfen diese feindselige Ule von uns ab und geben uns so, wie wir sind. Die Hand ^ Friedrich, die Hand her, Robert nnd du Moriz, du Weinlau- Hin lifflt f itl/T kann» f X u ... - rv r ~~ , ,, r

Sragf aufgeworfen, ob nia.i den Wirth davon vctständigen solle oder nicht.

Verständigen, verständigen!" rieten zwei oder drei, vom Weine schon ziemlich begeistert.Wir sind keine Wälschen, son­dern Deutsche, und wollen rechtlick und geradeaus zu Werke gehen. Wir sind aus guten Häusern und brauchen nichts zu scheuen!"

Und Peppo, dem das Alleinspeisen der Herren ziemlich lästig wurde und dem der Sturm willkommen war, weil er die jungen Maler zusammen trieb, die er nun durch seinen Wein auf einen gewissen Punkt zu bringen hoffte, wurde nun mit solchem Tosen hervorgerufen, daß er augenblicklich merkte, wie die rechte Höhe er­reicht sei. Aber Gerhard faßte sich und brachte das Anliegen so ernst hervor, daß der launige Wirth obwohl er etwas auf Still- Nichtchen Bezügliches erwartete ganz überrascht vor den jungen Künstlern dastand, die sich sämmtlick erhoben hatten und so gut es gehen wollte, mit Stolz auf den Italiener sahen, dessen liebliche Verwandte sie so ganz aus dem Geleise brachte. Und der Austritt gab wirklich ein malerisches-Bild.' Im Hintergründe durch die offene Thür hinaus, Nacht und Sturm. Im Mittelgründe der flackernde Heerd mit den dampfenden Töpfen, unv am Tische die fünf jungen Männer in den mannigfaltig bewegten Stellungen, von der drei­flammigen römischen Lampe beleuchtet, welche grelle Lichter neben die scharf abgescknittenen Schatten warf; und ihnen gegenüber der pfiffige, wohlbeleibte Italiener, dessen» volle Wangen vom Feuer her, einen rothen Wiederschein erhielten und sich zu einem breiten Lächeln dehnten, als er seine verschossene Mütze abnahm, eine zier­liche Verbeugung niachte und die Herren mit der geläufigsten Zunge zu überzeugen suchte, daß ihn die Ehre, welche so vortreffliche und unendlich geschickte deutsche Künstler feiner Nichte erzeigen wollen, auf das Unaussprechlichste erfreue, daß es ihn aber auch, so wahr er lebe, im Grunde seiner Seele traurig mache, daß am Ende denn doch schon ein kleines Hinderniß eingetreten sein dürste.

Ein Hinderniß?" riefen die jungen Leute, indem die Reihe des Ueberraschtwerdens nun an sie kam.

An und für sich ganz klein." fuhr der Wirth fort,aber vielleicht doch bedeutend genug, um die Herren von weiteren Ver­suchen abzuhalten."

Sticht möglich!" unterbrachen ihn die Maler wieder, indem tausenderlei Ahnungen und Gedanken durch ihre etwas schwindeln­den Gehirne flogen.

Sie brauchen eben nicht gar zu Entsetzliches zu fürchten, Signori," sprach der Wirth mit einem abermaligen Bückling,__

denn.es ist nichts weiter, als daß Angioletta heute nach Albano fuhr, um sich morgen dem stattlichen Alessandro Rinucci zu verloben."

Alfo hat sie fchon einen Geliebten!" riefen die Jünglinge erblassend.Aber wie könnt' es ein solches Mädchen so hinter dem Berg halten! Wie kann sie schon Braut sein? Wie fann ein |o junges Geschöpf schon verliebt sein?"

Ei," entgegnete Peppo,die Herren wollten Angioletta trotz ihrer Jugend, doch dasselbe Glück bereiten, was ihr Alessandro bereits geboten, und gerade dieses Verhältniß zu dem reichen Vig- noraten war es, was sie so schweigsam machte und ihr den Bei­namenStill-Nichtchcn" erwarb. Doch damit die Signori keinen Groll auf uns werfen, gebe ick mir die Ehre, Sie zur Hochzeit nach Albano einzuladen und ersuche Sie, auch die drei alten Herren mitzubringen, mit denen Sie zuerst meine Vigna betraten."

Den armen jungen Malern war zu Muth, als hätte man sie mit Wasser überschüttet, und weil ihnen das nicht behagen mochte,