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Polizeiliche Bekanntmachungen.

Das Einhalten der Tauben zur Saatzeit betreffend.

Bei der nun eingetretenen Saatzeit werden diejenigen hiesigen Einwohner, welche Tauben halten, unter Bezugnahme aus §. 79 des Feldstrafgesetzes vom 21. September 1841, hierdurch aufgefordert, solche von Montag den 2. bis Montag den 30. Mai I, 3 bei Vermeidung der gesetzlichen Strafe von 1 fl. in den Schlägen einzuhalten.

Gießen den 28. April 1853. Der Großh. Hess. Polizei-Eommisfär.

L. N o v e r.

Gefundene Gegenstände.

Ein blau tuchener Regenschirm und ein Sackmeffer. Diese Gegenstände können von den Eigenthümern auf dem Großh. Volizeibureau dahier in Empfang genommen werden.

Gießen am 28. April 1853. Der Gr. Hess. Polizel-Commrssar

L. Nover.

Gerichtliche und Privat - Bekanntmachungen.

Edictalladungen.

923) Gießen. Nachdem Gr. Hof- Gericht der Provinz Oberhessen über den Nachlaß deS dahier verstorbenen Peter ^Schneider den Concurs erkannt hat, wer­den Alle, welche au diesen Nachlaß An­sprüche irgend einer Art zu bilden haben, Wfgefordekt, solche so gewiß

Montag den 30. Mai d. I., Vormittags 10 Uhr, Dahier geltend zu machen, auch etwaige Vorzugsrechte zu begründen, als sonst sie ßillschweigends von der Masse ausgeschlossen resp. die Vorzugsrechte nicht berücksichtigt werden. Im Termin soll ein Arrangement versucht werden; von den nicht persönlich ErschcinendenGläubigern wird angenommen, daß sie den Beschlüssen der Mehrheit der erscheinenden in allen Beziehungen beitreten.

Gießen den 14. April 1853.

Gr. Hess. Stadtgericht Muhl. Dr. v. Krug

9241) Gießen. Gr. Hofgcricht der Provinz Oberhessen hat über den, im Ver- hältniß zur geringen Activ-Masse bedeutend überschuldeten Nachlaß des vormaligen Ober- lieutenantS, nachherigen Hofgerichts-Schreib- stube-Gchülsen Friedrich Hofmann dahier ' den Concurs erkannt. Es werden deshalb bekannte wie unbekannte Gläubiger zur Li­quidation ihrer Forderungen und zum Streike über daS Vorzugsrecht, sowie zum noch­maligen Versuche eineö Arrangements auf Donnerstag den 2. Juni d. I.,

Vormittags 10 Uhr, unter Androhung deS, ohne besonderes Präclusivdecret erfolgenden Ausschlusses von der Masse hierher vorgeladen.

Gießen den 17. April 1853.

Gr. Stadtgericht daselbst Muhl.

Besondere Bekanntmachung.

918) Gießen.

.Den Bezug von Viehsalz.

Anmeldungen auf den Bezug von Vieh­salz können jetzt jeden Tag auf der Bür­germeisterei in dem gewöhnlichen Büreau- stunden von 712 Vormittags und von 26 Uhr Nachmittags gemacht werden.

Gießen am 25. April 1853.

Der Gr. Bürgermeister D. Ebel.

Versteigerungen.

7741) Gießen.

Die Versteigerung einer Wirthschast und Brauerei dahier.

Dienstag den 17. Mai d. I., Nachmittags 2 Uhr, sollen die Gebäulichkeiten des Wirths Karl Magnus dahier, auf dahiesigem RathhauS nochmals, unter den alsdann bekannt ge­macht werdenden Bedingungen, öffentlich meistbietend versteigert werden, als:

Flur. Nr. OKlftr.

1 889 32 j Hofraikhe, Brauhaus in

1 890 33 s der Wallthorstraße,

1 891 134 Grabgarten daselbst,

1 909 41 Hofraikhe daselbst.

Gießen den 12. April 1853.

Der Vorsteher des Gr. OrtSgerichtS D. Ebel.

952) Gießen. Von der dem Gr. Postsecrekär Hoffmann zustehenden Wallwiese auf dem Seltersweg, soll

Dienstag den 3. Mai d. I., Mittags 1 Uhr, die erste Graserndte, zum Grünfüttern sehr geeignet, an Ort und Stelle in mehreren Abtheilungen öffentlich versteigert werden. Gießen den 29. April 1853.

C. Weidig.

908) Gießen.

Lohrinde-Versteigerung bei der Stadt Gießen betr.

Dienstag den 3. Mai 1853, Morgens 9 Uhr, sollen auf hiesigem Rathhause circa 150 Eentner Eichenrinde zur Benutzung an den Meistbietenden versteigert werden.

Gießen den 22. April 1853.

Der Gr. Bürgermeister D. Ebel.

883) Gießen.

Montag den 2. Mai, Vormittags 9 Uhr, sollen in der Wohnung des Metzgers Lenz in der Neustadt, allerlei Hausrat!) und Metzgergerälhschafken, gegen gleich baare Zahlung versteigert werden.

Gießen den 22. April 1853.

C. Weidig.

899) Gießen.

Montag den 2. Mai 1853, Nachmittags 2 Uhr, soll in hiesigem Bürgerhospikal die Liefe­rung von

73% Stecken Buchen-Scheidholz, 189 Ellen Bettzeug,

an die Wenigstnehmenden versteigert werden. Gießen am 25. April 1853.

Der Rechner Lauer.

932) Gießen.

Lieferung von Grassaamen.

Die Lieferung von 150 Pfd. Grassaa­men, veranschlagt zu 50 fl., soll

Dienstag den 3. Mai 1853, Vormittags 10 Uhr, auf dem Rathhause dahier an den Wenigst- fordernden vergeben werden.

Gießen den 28. April 185.3.

Der Gr. Bürgermeister

D. Ebel.