Ausgabe 
23.3.1853
 
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Da derselbe jedoch mit 25 Sgr. Zin­sen aus dem Jahre 1849 und mit den sämmtlichen Zinsen aus 1850 u. 1851 im Rückstände geblieben ist, so klage ich, da der Verklagte der geschehenen Kündigung ungeachtet, wie aus Anlage [3] hervorgehl, das gedachte Darlehn nebst den angeführten Zinsrückständen nicht zurückgezahlt, auf Herausgabe der im Besitze deS Verklagten befindlichen Grundstücke, unter Anerkennung des dem Kläger daran zufteheneen Pfand­rechts und Veruriheilung des Verklagten in M Kosten deS Verfahrens,"

so wird dem Verklagten, dessen dermaliger Aufenthaltsort bescheinigtermaßen unbekannt ist, aufgegeben, in dem auf

den 29. März 1. I., Vormittags 9 Uhr, Conkumazirstunde, angesetzten Termine sich auf die Klage bei Meldung des Einge­ständnisses und der Ausschließung verneh­men zu lassen.

Zugleich wird bemerkt, daß alle weiteren in dieser Sache ergehenden Verfügungen nur im GerichtSlokale werden angeschla­gen werden.

HerSfeld den 27. Januar 1853. Kurfürstliches Justizamt II.

Bode.

500) Kirchhain. Nach fehlgeschla- gcnem Güteversnch in dem Coneursver- fahren über das Vermögen des Johannes Pitz, Friedrichs Sohn von Kleinseelheim, ist Termin auf den

7. April 1853, Morgens 9 Uhr, angesetzt, in welchem die Gläubiger beim Rechtsnachiheil des Ausschlusses von der Maffe, ihre Forderungen, unter Vorlage der deßhalbigen Beweisstücke zu liguidiren und zu begründen haben, und soll das demnächstige Präclusivdecret nur durch An­schlag an der Gerichtstafel veröffentlicht werden.

Kirchhain am 8. März 1853.

Kurfürst!. Justiz-Amt Gleim.

Besondere Bekanntmachungen.

478) Gießen. Nach Anzeige des Rechners der Spar« und Leihkasse dahier sind nachbenanntc, von Letzterer ausgestellte Schuldscheine:

1) Nr. 6946 für Elisabetbe Rupp zu Frankenbach über 43 st. d d. 2. Ja­nuar 1850,

2) Nr. 7652 für Lisette Torn aus Gla­denbach über 10 fl. d. d. 8- Ja­nuar 1851,

3) Nr. 7301 für Friederike Wiesner von Allendorf an der Lumda über 15 fl. d. d. 3. Juli 1850,

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abhanden gekommen. Alle Diejenigen, welche, auster den bezeichneten Glänbigern, in Folge etwaigen Besitzes jener Schuld­scheine Ansprüche an die Spar- und Leih­kasse bilden zu können glauben, werden hiermit anfgesordert, solche um so gewisser binnen vier Wochen dahier geltend zu machen, als sie sonst damit abgewiesen und die Schuldscheine für monificirt er­klärt werden.

Gießen den 4. März 1853.

Gr. Hess. Stadtgericht Muhl.

532) Gieß c n.

Das Umgießeu einer Glocke bei der Stadt Gießen.

Für das Umgießen einer Glocke von 55 Centner Gewicht wird hiermit Con- currenz auf 3 Wochen mit dem Bemerken eröffnet, daß die deßfallsigen Anerbietungen Sachverständiger schriftlich hier einzurcichen sind, daß der Uebernehmer für die Dauer­haftigkeit der Glocke eine 10jährige Ga­rantie <u leisten und deshalb die entspre­chende Eaution zu stellen bat. Die übrigen Bedingungen können hier eingesehen werden.

Gießen den 18. März 1853.

Der Gr Hess. Bürgermeister D. Ebel.

515) Gießen. Der Pfandschein Nr. 5591 ist angeblich verloren worden. Da nun der Verpfänder das Pfand wie­der einlösen will, so werden Diejenigen, welche etwa Anspiüche an jenen Schein bilden könnten, aufgefordert, solche inner­halb 14 Taaen dahier anzuzeigen, gegen­falls das Pfand ohne Weiteres verabfolgt werden wird.

Gießen den 17. März 1853.

Die PfandhauSverwaltung Bieler. Pfeil.

Versteigerungen.

533) Gießen.

Donnerstag den 31. d. Mts., Nachmittags 2 Ubr, sollen die nachfolgenden Gebäul!chkeiten des Heinrich Kämmerer auf dahiesigem Rath­haus, unter den alsdann bekannt gemacht werdenden Bedingungen, nochmals öffent­lich meistbietend versteigert werden:

/na 12 Klftr. Hofraithe auf dem Markt, an K. Vogt und Aug. Oeser,

/S23 ü " Hofraum mit Stall in der Schloßgasse, an Gg. Grieb und Lud­wig Hast.

Gießen ben 18. März 1853.

Der Vorsteher deS Gr. Ortsgerichts: D. Ebel.

534) Krofdorf.

Mittwoch den 30 März c., des Morgens 8 Uhr beginnend, soll zu Salzböden bei dem Gastwirthe W e i ß b r o d t folgendes in dem Königlichen Krofdorfer Walde, District Hagelschlag, la­gernde Holzmaterial meistbietend versteigert werden:

3 Buchen-Nutzholz-Stämme, von 12 bis 20 Fuß Länge und 40 bis 58 Zoll mittlerem Umfange, 56 Cubik- fuß ballend,

15'/, Klflr.

% 296% ,, 20%

117%

449

Buchen-Felgenholz, » Kammenholz, Scheidholz, Knüppelholz, ,, Stockholz, Reiferholz.

Krofdorf den 19. März 1853.

Der Oberförster

Gümbel.

538) Grünberg.

Fruchtversteigerung bei dem Rentamte Grüuberg.

Dienstag den 29. März 1853, Vormittags 10 Uhr, werden bei dem hiesigen Renkamte von den auf dem Grünberger Speicher vorhan­denen 18521 Früchten: 40 Malter Korn, 20 Malter Gerste und 20 Malter Hafer, an den Meistbietenden gegen gleich baare Zahlung versteigert. Von den Brodfrüch- ten werden auch Parthieen von einem Malter auSqeboten.

Der Gr. Hess. RentamtS-Viear deS Rentamts Grünberg

Hauser.

545) Atzbach. Zwei Nußbäume und mehrere Kirschbäume, zu Möbelholz geeig­net, sollen

Dienstag den 29. d. Mts., Mittags um 1 Uhr, zu Dorlar versteigert werden.

Atzbach den 19. März 1853.

Der Bürgermeister Colnot.

505) Naunheim.

Dienstag den 29. März, Nachmittags 2 Uhr, soll das Umlegen einer Strecke des Orts­pflasters, veranschlagt zu 241 fl. 20 fr., sodann die Planirung eines Feldwegs, ver­anschlagt zu 170 fl., un er den bei der Versteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen, versteigert werden.

Die Gr. Bürgermeister weiden ersucht, Vorstehendes im Interesse ihrer Ortsange- hörigen bekannt machen zu lassen.

Naunheim am 14. März 1853.

Der Gr. Bürgermeister Schäfer.