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Gerichtliche und Privat Bekanntmachungen.

61) Gießen.

D i e M u st e r u n g für 1853.

Nach vorliegender Verfügung Gr. Kreis-Amts soll die Liste der Conscriptionspflichtigen des Jahres 1853 aufgestellt werden. Es wird daher in Gemäßheit des RecrutirungSgesetzes hiermit bekannt gemacht, daß Diejenigen, welche die Versetzung in das Depot oder, einjährige Zurückstellung in Anspruch nehmen wollen, dieses ohne Verzug, jedenfalls aber vor Abnahme der Ortsliste auf der Bürgerpiestterei dahier anzuzeigen haben, indem später vorge­bracht werdende Gesuche nach dem Gesetz nickt berücksichtigt werden können. Diejenigen, welche wegen Fehler reelamiren wollen, werde ich auf Anfrage belehren, welche Zeugnisse sie zur Begründung ihrer Reelamationen

Der Gr. Bürgermeister D. Ebel.

nöthig haben.

Gießen am 12. Januar 1853.

79) Gießen. Die Besitzer von Nach­tigallen, deren eine künftig mit 5 fl. be­steuert wird, werden anfgcfordert, solche unverzüglich auf Großherzoglicher Bürger­meisterei dahier zur Anzeige zu bringen.

Gießen den 14. Januar 1853.

Der Gr. Bürgermeister D. Ebel.

Versteigerungen.

102) Gieße n.

Die Lieferung des Tuchs re. zu den Uniformen der Feldschützen zu Gießen.

DaS zur Bekleidung der Feldschntzen er­forderliche Tuch, bestehend

1) in 33% Ellen naturgrauem wolle­nem Tuch, veranschlagt per Elle zu 2 fl.,

2) in 2% Ellen dunkelgrünem Tuch zu Aufschlägen, tarier per Elle zu 2 fl. 24 fr., sodann

3) die Fertigung von 5 Uniformsmützen von seinem dunkelgrünem wollenem Tuch re., veranschlagt per Stück zu 1 fl. 30 fr., ferner

4) die Schneiderarbeit an 5 Oberröcken und Hosen, veranschlagt zu 31 fl., soll im Soumissioiisweg angeschaffr resp. vergeben werden. Offerten für diese An­gelegenheit sind bis zum 27. d. Mts. ver­schlossen hier einzureichen. Später ein­gehende werden nicht berücksichtigt. Den Offerten der Tuchlieferung sind Proben beizulegen. Am 28. d. Mts., Morgens 8 Uhr, erfolgt die Eröffnung der Offerten, der die Interessenten anwohnen können. Die Voranschläge liegen auf dem Rath­hause zur Einsicht offen.

Gießen den 17. Januar 1853.

Der Gr. Bürgermeister D. Ebel.

. , K lei «linden. Nachstehende,

dem Philipp Weigel 8r. zu Großenlinden

zugehörige, in der Gemarkung Gwßen ge­legene Güterstücke, alS:

312 □ftlftr. Acker am obersten Bach­weg, an Moritz Hering,

180 Acker am Aulenweg, an

Johannes Theiß,

384 Acker am Mittelweg, an

Conrad Kempf,

156 n Acker, auf den 20 Morgen, an Philipp Deibel,

118 » Acker, das. an Casp. Klein,

287 Acker, im Gänswinkel, an

Philipp Jung,

402 ii Acker, in der Au, am Wetz­larer Weg,

156 n Wiese, in den Gräben, an Anton Weigel,

sollen Freitag den 21. Januar, des Nachmittags um 2 Uhr,

im Witthshatis zum Löwen zu Kleinlinden, einer freiwilligen Versteigerung unter den alsdann bekannt gemacht werdenden Be­dingungen ausgesetzt werden

Kleinlinden am 17. Januar 1853.

Der Gr. Bürgermeister Weigel.

88) Gießen.

Versteigerung von Fuhren bei der Stadt Gießen.

Die bei der Stadl Gießen für das Jahr 1853 zti leistenden Holzfuhren sollen

Donnerstag den 20. Januar 1853, Vormittags 9 Uhr, auf dem Rathhause dahier an den Wenigst- fordernden vergeben werden.

Gießen den 13. Januar 1853.

Der Gr. Bürgermeister D. Ebel.

90) Lollar.

Versteigerung von Steindeckerarbeit.

Die zur Herstellung des Kirchendaches nöthige Stcindeckerarbeit, veranschlagt zu 200 fl, soll

Freitag den 21. Januar d. I., Nachmittags um halb 4 Uhr,

aus dem Bureau des Unterzeichneten öffent­lich wenigstnchmend versteigert werden.

Lollar den 15. Januar 1853.

Der Gr. Bürgermeister Geißler.

F e i l g e b o t e n.

89) Gießen.

Auf dir Verpackungsart der Goldberger'schen Ketten dürfte es, gegen­über deren zahllosen Nachbildungen und Ver­fälschungen, nicht überflüssig sein, die geehr­ten Käufer dieses Heilmittels wiederholt aufmerksam zu machen. Es befindet sich nämllch jede ächte Goldberger'sche Kette in einem länglichen Kästchen, dessen schwarze Enveloppe auf der Vorderseite den Na­men »I. T. Goldberger" und auf der Rückseite den k. f. österreichischen Adler und den Goldberger'schen Fabüksstempel in Golddruck trägt.

In Gießen sind diese Kelten zu den Original-Preisen (ä Stück mit Gebrauchs- Anweisung 1 Thlr., stärkere 1'/? Thlr., einfache Sorte a 15 Sgr., in doppelter Cvnstruction, gegen veraltete Uebel anzu­wenden, ä 2 Thlr. und 3 Thlr.) nach wie vor nur zu haben bei Carl F r e ch.

96) Gießen. In Lit. C. Nr. 131 ist ein fettes Schwein zu verkaufen.

99) Gießen.

Kreppet,

täglich frisch bei A. Noll im Stern.

103) Gießen. Bei Conrad Ufer im Pfau wird Buchen-Scheidholz, Königs. Preuß. Längemaß, aus dem Krofdorfer Walbe, in Gr. Hess. Skeckenmaß ansgelegk, der Stecken zu 5 fl., abgegeben, und kön­nen sich Liebhaber hierzu im Pfau melden.

Gießen den 18. Januar 1853.

C. Weidig.