Auzeigeblatt
der
Stadt und des Kreises Gießen.
21. Sonnabend den 12 März 1833.
(Sricbeint wöchentlich ,wei «al: Mittwoch und Sonnabend. - Preis des Jahrqungs für Einheimische l fl. 30 fr., für LuSwärtige incl. Poft-ufichlagS 1 ff. 39 fr. - LuSwärt« abonnirt man stch bei allen Postämtern. In Gießen bei der Ervedition (Eanzleibeeg Lit. ». )lr. 1.) - Einrncknn-,Sg-buhr für °>k gespaltene 8°rvu«j-ii- fr.
Anzeigen auS verschiedenen Schriften die gespaltene EorpuSzeilc 3 fr.
Amtlicher T h e i l.
Offizielle Nachrichten.
Ordensverleihungen. Seine Königliche Hoheit der Großherzog habin allergnädigst zu verleihen geruht : Am 31. Deeember 1852 dem Präsidenten des Staalsraihs, Staatsminister Carl Zimmermann dasGroß- kreuz des Verdienstordens Philipps des Eroßmiiihigen; am 9. Januar dem Generalmajor Georg Dingeldey das Comthurkreuz erster Classe des Wer- dienstordens Philipps des Großmülhiqen.
Dienstnachrichten. Seine Königlich- Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht : Am 22. Deeember >852 dem Schuloicar Philipp Eckel von Rodheim die weste evangelischeSchullehrersteUe zu Großen! nden, im Kreise Gießen, und am 27. Deeember 1852 dem katholischen Pfarrer Ludwig König zu Bechtolsheim die kaiholische Pfarrstclle zu Budenheim, im Kreise Mainz, zu übertragen; am 28. Deeember 1852 den von dem Herrn Grasin zu Erbach-Fürstenau auf die evangelisch. Schullehrersielle zu Steinback, im Kreise Erbach, präsentirten Schulviear Friedrich Glässing von Michelstadt, dermalen zu Steinbach, für diese Stelle zu bestatten; am 3t. Deeember 1852 dem Schulviear Joseph Brauburger die katholische Schullehrerstelle zu Engelthal, im Kreise Bilbel, und an demselben Tage dem Schulviear Johannes Rödelsperger die cvangeli che zweite Schul
lehrerstelle zu Lollar, im Kreise Gießen, zu übertragen; am 3. Januar den Gerichts-Accessisten Dr. Edw n Verdier de la Blaquiere aus Darmstadt in die Zahl der Advocaten und Procuratoren bei dem Hofgerichte der Provinz Starkenburg aufzunehmen; an demselben Tage den von dem Herrn Fürsten zu Isenburg -Birstein auf die evang. Pfarrstelle zu Hitzkirch n, im Kreise Büdinaen, präsentirten Pfar er Ferdinand Scriba zu Büdingen für diese Stelle zu bestätigen; am 5 Januar dem Pfarrer Christoph Friedrich Moritz Ludwig Marchand zu Obbornhofen die reformicte Pfarrstelle zu Lindenfels, im Kreise Lind>nfels, zu übertragen.
CHncurrenzeröffnungcn. Erledigt sind : Die reformirte Pfarr- stelle zu. Reuisenburg, im Kreiie Offenbach, mit einem jährlichen Einkommen von 596 fl., zu welcher der reformirten Kirchcngemeinde daselbst das Prä- se..tationsrecht zusteht; die erste kath. Schullehrerstelle zu Mombach, im Kreise Mainz, mit einem jährlichen Gehalte von 354 fl. und einer Vergütung von 25 fl. für Heizung des Schullocals.
Sterbfall. Gestorben ist : Am 31. Dec mb r 1852 der pensionirte Friedensgelichtsschreiber Adam Aloys Werner zu Pfeddersheim.
Bekanntmachung.
Betreffend den Armenverein zu Gießen.
Nachdem die Vereinsrechnung vom Jahr 1851 in der General - Versammlung von gestern definitiv festgestellt worden ist, so bringt der Vorstand das summarische Ergebniß derselben, gemäß §. 14 der Satzungen des Vereins, nachstehend zur öffentlichen Kenntniß :
Die Einnahme pro 1851 betrug :
1) an Kassevorrath aus 1850 .....
2) « Beiträgen der Vereins-Mitglieder de 1851
Summe der Einna
Die Ausgabe belief sich :
1) an Verwaltungskosten ......
2) für Unterstützungen .......
3) ausgeliehene Kapitalien ......
4) uneinbringliche Beiträge ......
Sm
Es bliebe demnach ein Kaffevorrath für 1852
Die Erübrigungen in diesem Jahre haben ihren Grund besonders darin, baß
über das wirkliche Bedürfniß bei der Verwilligung von Unterstützungen mit äußerster Sparsamkeit zu Werk gehen zu muffen glaubte. Gleichwohl sind in diesem Jahre 6068 Handwerksbursche und 126 Arme aus der Umgegend nut Gaben unterstützt
Wenn man erwägt, wie nützlich sich der Verein nur allein durch die Abhaltung von soviel Tausend wandernden Handwerksgesellen vom HauS- und Straßenbetteln für die öffentliche Sicherheit und Sitte erwiesen, und wie sehr das Hausbetteln überhaupt durch seine Fürsorge für arbeitsunfähige Arme im Verhältniß zu früher sich gemindert hat, so darf gewiß auch für die Zukunft auf eine werkthälige Unterstützung des Vereins von Seiten der Bewohner der Stadt Gießen gerechnet werden.
In dieser Voraussetzung wird es denn auch ohne Zweifel gelingen, durch Unterstützungen in größerem Maaße das Betteln demnächst gänzlich zu unterdrücken. Zu diesem Zwecke ist indessen eine Mitwirkung der Vereinsglieder auch insofern erforderlich,
583 fl. 8 fr.
. 1824 „ 56 „
me > 2408 fl. 4 fr.
. . 185 fl. — fr.
1238 ,, 12 „
. . 500 h — «
. 70 ,, 16 „ me • 1993 fl. 28 fr.
>on • 414 " 36 u
der Vorstand aus Mangel an Erfahrung


