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Gerichtliche und Privat-Bekanntmachungen.
Besondere Bekanntmachungen.
251) Darmstadt. Neuerdings werden von Geschäftsleuten häufig Briefe oder Kreuzbandscndungen in ein Packet verpackt und unter der Adresse einer Gr. Poststelle oder eines Postbeamten zum Zweck der Pertheilung am Bestimmungsorte mit der Post versendet.
Da dieses Verfahren als eine Uebertre- tung der Allerhöchsten Verordnung vom 16. April 1824 (Beilage 7. §. 21.) anzusehen ist, so wird daS correspondirende Publikum vor dieser Versendungsweise mit dem Anfügen verwarnt, daß für die Folge gegen die Aufgeber der fraglichen Packele, sobald deren Beförderung mit der Fahrpost stattgefunden hat, nach Maßgabe der Allerhöchsten Verordnung vom 2. September 1830 verfahren wird.
Wenn dagegen die Versendung der Packete mit der Briefpost erfolgt ist, so werden dieselben, unter Anrechnung des tarifmäßigen PortoS, an die Aufgeber zurückgeschickt.
Darmstadt den 2. Februar 1853.
Gr. Ober-Postamt Reuning
196) Gießen.
Aufforderung an die Schuldner der hiesigen Pfand- und Leih- anstatt.
Die Schuldner der hiesigen Pfand- und Leihonstalt, deren Pfänder in den Monaten Juli, August, September, Oktober, November und Decem- ber 1832 verfallen sind, werden aufgefordert, in dem Zeitraum vom 11. Februar bis 11. März d. I. dieselben einzulösen oder zu prolongiren, als sonst deren Versteigerung am 11. April d. I. statlfindet.
Nach fruchtlosem Ablauf obigen Zeitraums kann weder Einlösung, Prolongation noch Umschreibung vorgenommen werden. Die Säumigen haben eS sich daher selbst beizumkssen, wenn sie ihre Pfänder erst in dem Versteigerungstermin gegen baare Zahlung einlösen können.
Pfänder aus wollenen Stoffen müssen unbedingt eingclös't werden.
Die Herren Bürgermeister werden ersucht, Vorstehendes in ihren Gemeinden fofort bekannt machen lassen zu wollen. Gießen den 1. Februar 1853.
Die PfandhauSverwaltung _____________Bieler. Pfeil.______
Versteigerungen.
187) Gießen.
Dienstag de» 15. d. Mts., Nachmittags 2 Uhr, sollen die Mobilien, zum Nachlaß der Canz-
leidiener Klein Wittwe dahier, in der Wohnung deS Hrn. B. LooS auf dem Markt, öffentlich gegen baare Zahlung versteigert werden.
Gießen den 1. Februar 1853.
Der Gr. Bürgermeister D. Ebel.
232) Gießen.
Holzverfteigerung im Gießener Stadtwalde.
Montag den 14. Februar l. I., von Morgens 9 Uhr an, soll in dem hiesigen Stadtwalde, District Faulerboden und Bruderwinter, nachver-
Prügelhvlz, Stockholz, Reiöholz,
II
II
II
zeichnetes Holz öffentlich versteigert werden: 3% Stecken Eichen-Scheidholz,
Kicfern-Scheidholz, ,, Prügelholz, „ Stockbolz, „ Reisholz,
3
2X "
20 Wellen
8 Stecken
6% »
3% »
550 Wellen
3 Stecken FichtewScheidholz,
2’/4 11 11 Prügelholz,
65% „ w Stockholz,
3627 Wellen » Reisholz,
1 Stecken Aspen-Prügelholz,
325 Wellen Wewen- u. Dorn-Reish., 7 Kiefern-Stämme, von 186 Cubfß.
324 Fichten- „ ,, 6459 „
1007 11 Stangen, „ 1837 „
Gegen vorschriftsmäßige Bürgschaft wird Zahlungsfrist bis Johanni d. I. gestattet. Die Zusammenkunft ist auf der Licher Straße in der Nähe deS Pflanzgartcnö am Lumpenmannsbrunnen.
Die Herren Bürgermeister der umliegenden Orte werden ersucht, dies in ihren Gemeinden bekannt machen zu lassen.
Gießen am 7. Februar 1853.
Der Gr. Bürgermeister D. Ebel.
189) Allendorf a. d. Lda.
Zagdverpachtrrng
der Stadt Allendorf an der Lumda.
Die Feld- und Waldjagd, welche mit dem 15. Februar I. I. wieder leihfällig ist, soll an diesem Tage anderweit auf ein Jahr, in zwei Abiheilungen, auf dem Rathhause dahier unter den alsdann noch näher bekannt gemacht werdenden Bedingungen, verpachtet werden.
Hierzu Lusttragende können sich auf dem Büreau des Unterzeichneten, Vormittags um 10 Uhr, einfinden.
Allendorf a. d. Lda. den 1. Februar 1853.
Der Gr. Bürgermeister Schmidt.
215) Gießen.
Verpachtung eines Steinbruchs.
Der der Stadt Gießen zugehörige Steinbruch im Hangelstein soll
Montag den 14. Februar, Vormittags 10 Uhr, auf hiesigem Rathhause auf 3—6 Jahre an den Meistbietenden verpachtet werden. Gießen den 4. Februar 1853.
Der Gr. Bügermeister D. Ebel.
223) Steinbach.
Versteigerung von Bauarbeiten.
Montag den 14. d. Mts., Vormittags 10 Uhr, sollen in dem Hause deö Wirths PauluS Gerhardt zu Steinbach nachbenannte, zur Erbauung eines Backhauses daselbst erforderlichen Arbeiten, als:
1) Maurerarbeit u. Stein
brecher,, veranschlagt zu 408 fl. 24 fr.
2) Zimmerarbeit, „ „ 104 u 36 «
3) Dachdeckerarbeit, veran
schlagt zu ... . 100 ii 3 „
4) Schreinerarbeit, incl. der Anfertigung zweier Tische, veranschlagt zu 44 » 22 »
5) Schlofferarbeit, veranschlagt zu .... 28 „ 32 u
6) Glaserarbeit, veran
schlagt zu . . . . 147 H — 11
7) Weißbinderarbeit, veranschlagt zu ... 24 „ 44 „
8) Lieferung und Aufsetzen des Backofens, 9) Lieferung von 20 Bütten Kalk,
10) die Beifuhr und das Aufsetzen von 7 Cubikklafter Mauersteine, sowie
11) die Lieferung von 2 Eubikklafter Sand, an die Wenigstforderndcn versteigert werden.
Die Riffe, der Voranschlag und die Versteigerungsbedingungen liegen in dem Geschäftslokal des Gr. Kreisbaumeisters zu Gießen zur Einsicht offen.
Steinbach den 4. Februar 1853.
Der Gr. Bürgermeister Horn.
239) Steinbach.
Freitag den 18. Februar l. I., von Morgens 8 Uhr an, soll im hiesigen Gemeindewald, District Höheck am Fernewald, nachverzeichnetes Gehölz öffentlich versteigert werden:
179 Stecken Buchen-Scheidholz,
47 „ 11 Prügelholz,
109 „ h Stockholz,
3775 Wellen „ R-iSholz,
42 Stecken Eichen-Scheidholz,
13 11 H Prügelholz,
37 w „ Stockholz,
425 Wellen „ Reisholz,


