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Einem Mädchen, daS verdächtig ist, am letzten Sonntag, während deS Jugendfestes, verschiedene Sachen gestohlen zu haben, wurde ein weißes leinenes Taschentuch,D. G. 12." gezeichnet, abgenommen. Der unbekannte Eigenthümer wird aufgefordert, sich baldigst zu melden.

Gießen den 29. Juni 1852. Der Gr. Hess. Polizei-Commissär

______________________________________________________________L. Nover._________

Gefundener Gegenstand.

Ein Schleyer von blauer Farbe. Dieselbe kann von dem Eigenthümer auf dem Gr. Polizeibüreau dahier in Empfang genommen werden.

Gießen am 29. Juni 1852. Der Gr. Hess. Polizei-Commissär

L. Nover.

Gerichtliche und privat - Bekanntmachungen.

Edictalladungen.

738) Gießen.

Oeffcntliche Aufforderung.

Das Schuldenwesen des Heinrich Bellof II. von Beuern betr.

Da der gegenwärtige Aufenthalt des Heinrich Bellof II. von Beuern, welcher sich im Herbste v. I. unter Zurücklassung bedeutender Schulden aus seiner Heimath entfernt hat, unbekannt ist, wird derselbe hiermit öffentlich aufgefordert, sich binnen drei Monaten von heute an so gewiß da­hier einzufinden und der Verwaltung seines zurückgelassenen Vermögens zu unterziehen, widrigenfalls solche dem bereits von Ge­richts wegen bestellten Curator Heinrich Adam Lindenstruth von Beuern überlassen und er als durch dessen Handlungen ver­pflichtet behandelt werden soll. Zugleich haben die etwaigen unbekannten Gläubiger ihre Ansprüche an den Heinrich Bellof II. und dessen Vermögen binnen gleicher Frist bei Vermeidung der Nichlberücksichtignng bei dem eingcleiteten Schuldenwesen dahier anzuzeigen und zti begründen.

Gießen den 6. April 1852.

Das Gr. Hess. Landgericht das. Heye r.

127'0 Amöneburg. In der bei hiesigeni Justizamte ankängigen Rechtssache: der (S b r i i ii e W i ttelsberger aus Amöneburg, Klägerin, gegen den Schreiner Peter Döring und dessen Frau Chri­stine, geb. Wiikelsberger von da, Ver­klagte, wegen Forderung ist ans Antrag der Klägerin vom 7. Juni 1852:

"die Verklagten haben sich nach an­liegender Bescheinigung von hier ent- sernt und deren Aufenihalr >st un­bekannt."

Indem ich um Anberaumung eines Termins zum Verkaufe der, in der Anlage bezeichneten Grundstücke bitte, trage ich zugleich darauf an: die Verklagten dazu, und zu weiter nöthigen Terminen, mittelst Einrük- kung der betreffenden Verfügungen

in öffentliche Blätter, vorladen zu lassen,"

verfügt.

Unerstrecklicher Termin zur Erkennung des Verkaufs des Unterpfandes wird auf den 19. Juli 1852, Vormittags 9 Uhr, Contumazirzeit festgesetzt, in welchem sich die Ve, klagten bei Meldung der Anerken- nnng ans die Abschätzung zu erklären, und etwaige sofort liquid zu stellende Einwen­dungen bei Meidung der Ausschließung vor­zubringen haben.

Diese Verfügung wird bei der beschei­nigten Abwesenheit der Verklagten mit dem Anhänge veröffentlicht, daß spätere Ver­fügungen nur durch Anschlag an das Ge­richts Brett den Verklagten insinuirc werden.

Amöneburg den 7. Juni 1852.

Kurfürsti. Hess. Justizamt

B e s ch o r. vdt. Fleischmann.

Besondere Bekanntmachung.

1362) Gießen. Ein armer Knabe wüuschr die Schreinerprofession zu lernen und soll nach Beschluß Gr. Armen-Com- mission einem hiesigen Schreinermeister auf 4 Jahre in die Lehre übergeben werden, unter der Bedingung, daß er beim Meister Kost und Logis frei erhält, die Kleider ihm aber während der Lehrzeit aus der Armen­kasse angeschafft werden. Nähere Auskunft wird int Laufe dieser Woche von dem Unter­zeichneten ertbeilt.

Gießen den 28. Juni 1852.

Der Rechner Lauer.

Versteigerungen.

1039) Gießen.

Versteigerung eines Oekonomie-GuteS.

Die Erben des Carl Koch dahier beab­sichtigen, die ihnen gehörige, auf dem Seltersberg gelegene, Hofraithe und Gut,

einer nochmaligen Versteigerung auszusetzen, und es wird hiermit Termin dafür auf

Donnerstag den 1. Juli d. I., Nachmittags 2 Uhr, auf hiesigem Rathhause anberaumt. Gießen den 14. Mai 1852.

Der Bürgermeister Hch. Ferber.

1360) Gießen.

Donnerstag den 1. Juli l. I., Nachmittags 3 Uhr, soll der Westphälische Hof und die in Heu­chelheimer Gemarkung gelegenen, zur Masse des I. C. Seipp gehörigen Grundstücke auf dem Westphälischen Hofe durch Großh. Deigeordnelen von Heuchelheim versteigert werden. Die Bedingungen werden bei der Versteigerung bekannt gemacht.

Gießen am 26. Juni 1852.

Gr. Hess. Stadtgericht M u h l. Dr. v. Kru g.

12840 Gießen. Bei der unter­zeichneten Stelle sollen ca. 6% Centncr ausgetchiedene Zollpapiere im Soumissions­wege käuflich abgegeben werden. Die Pa­piere selbst, sowie die Bedingungen, unter welchen solche abzugeben sind, können täg- lich eingesehen werden und werden Gebote, die schriftlich und versiegelt einzureichen sinch bis zum 15. Juli l. J. entgegengenommen.

Gießen den 15. Juni 1852.

Gr. Hess. Haupt-Zollamt Dietz, Marrin, Walz, Oberinspector. Rendant. Hauptcvntroleur.

1272) Gießen.

Versteigerung von Immobilien.

In Auftrag Großh. Stadtgerichts dahier werden auf hiesigem Rathhause

Donnerstag den 15. Juli d. 3., Nachmittags 2 Uhr, sämmtliche dem P. Bergmann dahier gehörige Immobilien, wie solche später in diesem Blatte noch näher beschrieben werden, einer öffentlichen Versteigerung ausgesetzt.

Gießen den 28. Mai 1852.

Der Bürgermeister

I ia.sn Hch, Ferber.