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L. Napo-

in seinem Wagen auf der Straße.

Druck und Verlag der ($. D. Brühl'scben Buck)- und Steindruckerei.

aber läug- habeN sich

stücke in die Stube Bertrams.

(Fortsetzung folgt).

Was giebt es Ndeues?

' In einem Dorfe bei Grenoble überreichte ein öjähriges Mäd­chen dem Präsidenten eine Blumenkrone mit den Worten:Nehmen Sie, Hoheit, diese Krone von Blumen an, sie ist ohne Dornen." L. N. hob die Kleine in den Wagen, und sagte zu ihr:Meinst du wirklich, mein Kind, daß deine Krone ohne Dornen ist? Arme Kleine, du wirst eines Tags auch noch erfahren, daß jede Krone (couronne bedeutet im FranzösischenKranz") ihre Dornen hat, selbst eine Nosenkrone." Der Präsident küßte das Mädchen und schenkte ihm ein goldenes Armband und eine werthvollc Tuchnadcl.

'. .An der kath. Stadt Geisa, im Großherzogthum Weimar, ist durch Unterstützung von Seiten des Gustav-Adolph-Vereins und des Großh. Hauses eine protestantische Kirche erbaut worden.

Anklagen erhoben, die ihn auch als den Mörder des Dr. Rampold von Eßlingen bezeichnen.

Der cvang.-theol. Professor Dr. Höflinger in Erlangen ist zum dritten Ober - Consistorialrath in München ernannt worden.

Da die Traubenfäule immer noch zunimmt, so hat am 4. October die Weinlese in der Pfalz schon begonnen, und hofft man trotzdem doch noch einen guten Wein zu erzielen.

Am 4. Oktober hat der Beckerffche Prozeß begonnen. Um 8 Uhr besetzten Militär-Abtheilungen und Polizei die Zugänge zum Appellhofe. Die Angeklagten fuhren in einem Omnibus unter militärischer Bedeckung zum Gerichtshöfe. Nachdem die Angeklagten ihre Plätze im Gerichtssaale eingenommen, wurde dem Publicum der Zutritt in die Zuhörerräume gestattet.

Zwischen Oesterreich, Sachsen und Bayern ist ein Ueberein- kommen zum gegenseitigen consularischen Schutze der Staatsange­hörigen im Auslande getroffen worden.

Ueber die in neuerer Zeit stattgefundenen Stürme laufen die traurigsten Nachrichten in Bezug auf Unglücksfälle ein. Allein auf der Rheinstrecke von Düsseldorf bis Emmerich sollen 30 Schiffe verunglückt und 10 davon gänzlich versunken sein.

Die Stürme der letzten Tage haben auch in und bei Ham­burg wild gehaust. Eine Mauer schlug um und tödtete cm Mäd­chen, ein anderes Kind verwundend; Schornsteine fielen auf die Straße, ein hohes Gerüst an einer Kirche brach zusammen und die dicksten Balken wurden wie Schwefelhölzer geknickt. Die Alster- Wellen, gingen haushoch und rissen u. A. die 22' breite Veranda eines Hauses mit sich fort u. s. w.

Am 5. October starb in Mainz Dr. Kirnberger in Folge eines Schlaganfalls, während seiner Umfahrt zu seinen Patienten,

ordnen wir nach reiflicher Ueberlegung an : Art. 1. un müssen alle Frauen Maulkörbe tragen. Gegeben tc. ieon." Die Polizei ist hinter den Spaßvögeln her.

Gegen den bis zur Evidenz überführten, bis jetzt nenden Mörder des Majors/ v. Glaser in Stuttgart

Mi scelle.

AuS Halle schreibt man vom 28. September : Bor einiger Zeit hat ein merkwürdiger Deserteur eine Nacht in den Arrestlocalen auf der hiesigen Hauptwache zugebracht. Er hatte sich vor etwa vier Wochen in Frankfurt a. M. freiwillig gestellt, war von dort hierher tranSportirt und wurde von hier aus über Berlin und Stettin weiter befördert, um in Bromberg vor ein Kriegs­gericht gestellt zu werden. Ueber daS bewegte Leben dieses Menschen theilen wir Folgendes mit: Peter Blüm, 48 Jahre alt, desertirte, nach seiner eigenen Angabe, am 28. September 1817 von der 1. Schwadron des 3. (damals 6.) neumärkischen Dragoner. Regi­ments, welches, unter dem Befehl des Obersten v. Dessow, zur Division des Generals Henckel v. Donnersmarck gehörig, damals in Bar le Duc stand. Er ließ sich unter Ludwig XVTH. für den Prinzen von Hohenlohe anwerben, diente diesem sechs Jahre, machte 182223 den Krieg in Griechenland mit, und wurde schließlich in Marseille verabschiedet. Er ließ sich darauf in der holländischen Marine anwcrben und ging von Brabant aus unter dem Befehl des Colonel Marlinsky auf eine Fregatte von 54 Kanonen. 1826 wurde er in Rotterdam verabschiedet. Darauf ging er in Amster­dam als Matrose auf die Fregatte Sumatra unter dem Obersten Lucas, machte mit diesem eine Reise nach Rio de Janeiro, von da nach Montevideo, den westindischen Inseln, nach Cura^ao und von dort nach Blissingen zurück. Mit demselben Schiffe unternahm er eine Reise nach dem Pico de Tcnerifa, nach der Küste, des hollän­dischen und englischen Guyana, nach Price Island, Rio de Janeiro, Montevideo, Veracruz, Havanna, Cura^ao, Jamaica und St. Helena. Am 26. März erhielt er den Abschied in Vlisfingen und ließ sich darauf als Bürger und Maurer in Lille, in Flandern, nieder. 183335 diente er darauf im 6. Bataillon des 6. Grenadier« Regiment der Fremdenlegion in Afrika und wurde von Louis Phi­lipp mit der deutschen Legion unter dem General Birnelle nach Spanien geschickt, woselbst er mehrere Schlachten gegen Don Carlos mitmachte. 1837 erhielt er in Pamplona den Abschied und ging als Colonist nach Algier, woselbst er bis 1848 blieb. Im Januar des genannten Jahres ließ er sich in Bordeaur' als Maurer nieder, von dort aus wollte er einen Krieg in Spanien mitmachen gegen Don Carlos und Cabrera, konnte aber nicht über die Grenze kom­men und ging deßhalb von Marseille nach Sicilien, wo er bet Catanea gefangen wurde. Als Gefangener mußte er 7 Wochen mit 300 Leidensgefährten auf der See zubrin;en, und wurde schließlich mit 170 Genossen nach Calabrien gebracht. Dort wurde ihm die Haft unerträglich, und nahm er 1849 beim 4. Schweizer- Regiment in Neapel Dienste, aus welchem er im November 1850 verabschiedet wurde und durch Italien und die Schweiz sich nach Straßburg begab. Dort mußte er in Folge einer früher in Spa­nien bei Balbastro erhaltenen Blessur im Hospital liegen, von wo er nach Paris an Louis Napoleon um Unterstützung schrieb. Als er keine Antwort erhielt, machte er sich selbst nach Paris auf, um Louis Napoleon zu sprechen, was ihm jedoch nicht gelang. Da erhält er plötzlich einen Brief seines Bruders, der ihn auffordert, endlich in die Heimath (Neuteich im Danziger Werder) zu kommen, wo die Eltern beiderseits noch am Leben sind. Er gibt diesem Briefe Folge, meldet sich in Frankfurt a. M. vor vier Wochen als Deserteur und von dort ist er hierher gebracht. Seine verschiedenen Abenteuer vollführte er unter dem Namen Wilhelm Kruger.

In Marchiennes (Frankreich) würden in einer der letzten Nächte gedruckte Zettel angeschlagen, welche besagten :Allgemeine Sicherheits-Maaßregel. Decret des Präsidenten. In Anbetracht der Schwatzsucht der Frauen und der daraus entspringenden liebel Von heute

Der alte Amtmann mit feinem Actuar, mittlerweile herbeige- 3n verflossener Woche wurden 5000 polnische Pferde, für holt, nahmen nun an dem Gefängnisse einen Befund auf und 'Rechnung der französischen Regierung, auf der Nordbahn nach während Beide eraminirten und protocollirten, begaben sich die Frankreich befördert.

Herrschaften nach dem Herrenhause, die Jäger aber zu einem Früh- - -----------