Ausgabe 
28.1.1852
 
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63) Gießen. Im Stimmen und Repariren der Glaciere und Flügel em­pfiehlt sich H. W e 1 ck e r,

Instrumentenmacher, Wallthor- straße Lit. A. Nr. 111.

167) Ein junger Mensch sucht als! Hausbursche einen Dienst. Derselbe ist willig und zu jeder Arbeit bereit; auch ist er im Rechnen und Schreiben bewandert. Ausgeber d. BlttS. sagt wer.

1/12) Gießen. Ich ertbeile Privat­unterricht in der englischen Sprache.

Carl Roth, caud. pliilos.

Angekommeue und abgereiste Fremden

In den Gasthäusern.

3m Nippen: Hr. Weishaupt, Offiz, v. Rastatt; Hr. Prentano, Bang. v. Frankfurt; S. Ereell. Frhr. v. Schenk, Fin.-Minist. v. Darm­stadt: $>r. Schlegel, Part. v. Regensbura; Hr. Schcerer, Lederhndlr. v. Frankfurt; £>r. Blank, gabt v Güterölose; Hr. Handfchein, Pharm. v. Baircuth; Mad. Brude v Cassel; Graf v. Ingelheim v. Hochheim; Hr. Bloch, Fahr. o. Darmstadt; Hrn. 8ft Klingelhöfer v. Lüdwigshütte, Bogt v. Rotterdam, Badachtel v. Lüdwigshütte, Go!dschmidt v. München Köh­ler v. Freiburg, Schmidt v. Stuttgart, Kathiein v Böhnau, Treubel v. Dillenburg, Koch v. Cöln, Wolmers v. Hamburg, Wolff u. Frisenius v. Frankfurt, BergiuS v. Wesel, Ellenhof v. München, Kauer v. Hannover, Seligmann v. Cassel, Graulich v Mainz. Grünewald v Würzburg, Stau­dinger v Gmünd, Römer v. Frankfurt, Schlosser v. Aachen, Rindskopf v. Frankfurt u. Mackenrod v. Fulda.

Jni Einhorn: Hr. Arnim, Part. v. Bonn; Hr. Hacker, Sind. v. Marburg; Hrn. Part. Ellenderger v. Hagen, Steppes v. Werthhcim u. de Laffon v Paris; Hr. Möckel, Fabr. v. Homburg; Hr. Hordins, Part, v. Berlin; Hr. Winter, Priv. v. Mannheim; Hr. Bolck, Oec. v. Wein­heim; Hrn Kfi. Gerlach v. Leipzig, Stegmüller v. Berlin, Weinstaud v. Offenbach, Siemon v. Cassel, Bachmann v. Erfurt, Schmalhorst v. Dres­den, v. Hees v. Cöln, Hacker v. Frankfurt, Petsch v. Spremberg, Ottmann v. Magdeburg, Baumanns v. Mühlhausen, Herz v. -Wetzlar. Grohmann v. Mannheim, Schmidt v. Merseburg, Brann v. Düsseldorf, Kühler v. Düren u. Schneider v. Dresden.

3m Prinz Carl: Hr. Krom, Bierbr. v. Schotten; Hrn. Oec. Schaad

vom 24. bis 26. Januar 1852.

v. >. erbstein. Feist v. Grebendain, Rau v. Weidnes u. Becker v. Greben­hain; Jnglrn. Schauels u. Rau v. Weidnes; Hrn. Oec. Eckert u Schnei­der v. Herbstein u. Kaiser v. Jlbteshausen; Geschw. Ham, Sang. v. Tyrol; Hr. Seibel, Maurerm. v. Reinerod; Hrn. Mimik Schneider u. Kreit v. Herford; Hrn. Kff. Lang v. Heidelberg u. Philippi v. Berlin.

Irn Darmstädter Haus: Hrn. Hopftnhndlr. Thome u. Fep v. Holz- hausen: Hrn. Fuhrl. Dischler u. Dietz v. Oitenberg; Hrn. Oec. Ditmer v. ^öringshausen, Seibert v. Rennerterod. Häuser v. Grevenhain u. Burk­hardt ».'Reifenberg; Hrn. Gschftsl. Müller v. Alsfeld, Weinheimer u. Stiefel v. Gladenbach, Mog v. Hanau u. Dick v. Mainz.

Jin Stern: Hin. Fuhrl. Hallenberg v. Sachsen u. Schmitt v. Dor- tcnhausen; Jungfrn. Bagur v. Jsagur u. Pargar v. Westerburg; Fr Eon- stantin v. Herbstein; Hr. Ernst, HndlSm. v. Göttingen; Frn. Reichmann v. Laasphe u. Schmitt v. Butzbach; Hr. Schneider, Tagl. v. Niederweed- buch; Hr. Flügel, Zellner v. Dessau.

In den Privathäusern.

Bei Fr. Mittler: Frl. Müller v. Braunfels. Bei Hrn. Jacob Schreiber: Frl. Becker v. Nidda. Bei Hrn. Hoffmann: Frl. Görtz v. Darmstadt. Bei Hrn. Eberhardt Noll: Frl. Körber v. Altenbuseck u. Hr. Valck m. Fam. v. Halberstadt. Bei Hrn. Dr. Witte: Mad. Algeper v. Endorf, Hr. Kfm. Diehm u. Hr. Act. Calmberg v. Lauterbach. Ber Hrn Nath. Heß: Hr. Kfm. Butzbach v. Friedberg. Bei Hrn. Eh. Noll: Frl. Vogel v. AUcndorf. Bei Hrn. Schrcinermstr Geisler: Frl Ste- becker v. Weiscnburg.

Obgleich es durch vielfache Erfahrungen aufs Klarste dar- gethan ist, daß die Zucht der Seidenraupe nicht nur in unfern Gegenden, z. B. Darmstadt und Wiesbaden, sondern auch in käl­teren, z. B. Berlin, mit sehr günstigem Erfolge betrieben werden kann, so ist doch bis jetzt im Ganzen nur sehr wenig, ja beinahe Nickts dafür geschehen. Auch aus diesem Grunde ist es für un­sere Stadt und Umgegend zu beklagen, daß es dem Provinzial- Commlssär Prinz durch seinen Wegzug von hier nicht mehr mög­lich war, diese so viel versprechende Quelle des allgemeinen Er­werbs , welcher er seine ganze Aufmerksamkeit zugewendet hatte, zum Flusse zu bringen, und dadurch den Gemeinden und Priva­ten , welche sich damit beschäftigt hätten, für verhältnißmäßig sehr- kurze und geringe Mühe und Arbeit nach einiger Zeit ein bedeu­tendes jährliches Einkommen zu sichern. Bei seiner bekannten Thätigkeit würde er ohne Zweifel diesen Plan ausgeführt haben, während dieses den verschiedenen Regierungen des Großherzogthums durch die veränderten Verhältnisse, nicht mehr so gut.,lich ist, selbst den höchst unwahrscheinlichen Fall angenommen, daß alle Dirigenten derselbe» sich dafür eben so sehr interessirten, wie dieser für unser Land leider viel zu früh verstorbene verdienstvolle Be­amte. Sein Plan war, wie der Einsender von ihm selbst hörte, die Gemeinden und besonders die Lehrer aufzufordern, die ersteren, eine der Wichtigkeit des Zweckes entsprechende Sorgfalt auf die Anpflanzung von Maulbeerbäumen und Hecken, die letzteren, die Kinder in der Zucht der Seidenraupen zu unterweisen.

Nun haben wir aber in unserer Stadt bei den Mädchenschu­len im früheren Oswald'schen Garten auf dem abgetragenen, jetzt kahlen Berge eine für diesen Zweck höchst günstige bedeutende Fläche,

auf welcher selbst, so wie auf der Böschung, eine ziemlich große An­zahl von Maulbeerbäumen gepflanzt werden könnte. Unbepslanzt wird der Berg doch nicht bleiben sollen und können, schon wegen des für die Kinder so erguickenden Schattens, wenn ]ie im Som­mer in d-n Zwisichenstunden darauf spielen. Freilich müßten die jungen Bäume mit starken Stutzen und Dornen gegen den durch bas häufige Ziehen und Zerren der Kinder sonst unvermeidlichen Untergang geschützt werden; dasselbe müßte aber auch bei jeder an­dern Baumpflanzung geschehen; besondere Kosten würden also da­durch nicht entstehen. Auch oben und unten am Rande des Ber­ges könnte derselbe mit Maulbeerheckcn eingefaßt werden, wodurch der so schön gelegene, jetzt aber öde, kahle Platz noch viel an Freundlichkeit gewinnen würde, während nun an manchen Theilen desselben die Kinder durch Hinabrutschen ein sowohl den Kleidern, als ihnen selbst nicht ungefährliches Spiel treiben. Die Maulbeer- bäume würden auch, da sie nicht hoch, dabei aber dicht belaubt werden, den Schulzimmern weder Licht, noch die freie frische Luft entziehen. Selbst das für die Erziehung und Fütterung der Rau­pen nvkhwendige Gemach ist bereits vorhanden in dem über der Waschküche befindliche», jetzt ganz unbenutzten freundlichen Stüb­chen, so daß auch dafür besondere Kosten nicht zu veewenden wären!

Der Einsender glaubte diese Gedanken ber weiteren Prüfung Ber Oeffentlichkeit, namentlich des Gemeinderalhes übergeben zu müssen, überzeugt, daß dessen Ausführung den künftigen Geschlech­tern eine sehr bedeutende Erwerbsquelle werden, und daß fich auch ein und der andere Lehrer bereit finden wird, len Kindern, na­mentlich den Mädchen, den nöthigen Unterricht zu enheilen.

Druck und Verlag ber G. D. Brühl'scheu Buch- und Steindruckerei.