46
63) Gießen. Im Stimmen und Repariren der Glaciere und Flügel empfiehlt sich H. W e 1 ck e r,
Instrumentenmacher, Wallthor- straße Lit. A. Nr. 111.
167) Ein junger Mensch sucht als! Hausbursche einen Dienst. Derselbe ist willig und zu jeder Arbeit bereit; auch ist er im Rechnen und Schreiben bewandert. Ausgeber d. BlttS. sagt wer.
1/12) Gießen. Ich ertbeile Privatunterricht in der englischen Sprache.
Carl Roth, caud. pliilos.
Angekommeue und abgereiste Fremden
In den Gasthäusern.
3m Nippen: Hr. Weishaupt, Offiz, v. Rastatt; Hr. Prentano, Bang. v. Frankfurt; S. Ereell. Frhr. v. Schenk, Fin.-Minist. v. Darmstadt: $>r. Schlegel, Part. v. Regensbura; Hr. Schcerer, Lederhndlr. v. Frankfurt; £>r. Blank, gabt v Güterölose; Hr. Handfchein, Pharm. v. Baircuth; Mad. Brude v Cassel; Graf v. Ingelheim v. Hochheim; Hr. Bloch, Fahr. o. Darmstadt; Hrn. 8ft Klingelhöfer v. Lüdwigshütte, Bogt v. Rotterdam, Badachtel v. Lüdwigshütte, Go!dschmidt v. München Köhler v. Freiburg, Schmidt v. Stuttgart, Kathiein v Böhnau, Treubel v. Dillenburg, Koch v. Cöln, Wolmers v. Hamburg, Wolff u. Frisenius v. Frankfurt, BergiuS v. Wesel, Ellenhof v. München, Kauer v. Hannover, Seligmann v. Cassel, Graulich v Mainz. Grünewald v Würzburg, Staudinger v Gmünd, Römer v. Frankfurt, Schlosser v. Aachen, Rindskopf v. Frankfurt u. Mackenrod v. Fulda.
Jni Einhorn: Hr. Arnim, Part. v. Bonn; Hr. Hacker, Sind. v. Marburg; Hrn. Part. Ellenderger v. Hagen, Steppes v. Werthhcim u. de Laffon v Paris; Hr. Möckel, Fabr. v. Homburg; Hr. Hordins, Part, v. Berlin; Hr. Winter, Priv. v. Mannheim; Hr. Bolck, Oec. v. Weinheim; Hrn Kfi. Gerlach v. Leipzig, Stegmüller v. Berlin, Weinstaud v. Offenbach, Siemon v. Cassel, Bachmann v. Erfurt, Schmalhorst v. Dresden, v. Hees v. Cöln, Hacker v. Frankfurt, Petsch v. Spremberg, Ottmann v. Magdeburg, Baumanns v. Mühlhausen, Herz v. -Wetzlar. Grohmann v. Mannheim, Schmidt v. Merseburg, Brann v. Düsseldorf, Kühler v. Düren u. Schneider v. Dresden.
3m Prinz Carl: Hr. Krom, Bierbr. v. Schotten; Hrn. Oec. Schaad
vom 24. bis 26. Januar 1852.
v. >. erbstein. Feist v. Grebendain, Rau v. Weidnes u. Becker v. Grebenhain; Jnglrn. Schauels u. Rau v. Weidnes; Hrn. Oec. Eckert u Schneider v. Herbstein u. Kaiser v. Jlbteshausen; Geschw. Ham, Sang. v. Tyrol; Hr. Seibel, Maurerm. v. Reinerod; Hrn. Mimik Schneider u. Kreit v. Herford; Hrn. Kff. Lang v. Heidelberg u. Philippi v. Berlin.
Irn Darmstädter Haus: Hrn. Hopftnhndlr. Thome u. Fep v. Holz- hausen: Hrn. Fuhrl. Dischler u. Dietz v. Oitenberg; Hrn. Oec. Ditmer v. ^öringshausen, Seibert v. Rennerterod. Häuser v. Grevenhain u. Burkhardt ».'Reifenberg; Hrn. Gschftsl. Müller v. Alsfeld, Weinheimer u. Stiefel v. Gladenbach, Mog v. Hanau u. Dick v. Mainz.
Jin Stern: Hin. Fuhrl. Hallenberg v. Sachsen u. Schmitt v. Dor- tcnhausen; Jungfrn. Bagur v. Jsagur u. Pargar v. Westerburg; Fr Eon- stantin v. Herbstein; Hr. Ernst, HndlSm. v. Göttingen; Frn. Reichmann v. Laasphe u. Schmitt v. Butzbach; Hr. Schneider, Tagl. v. Niederweed- buch; Hr. Flügel, Zellner v. Dessau.
In den Privathäusern.
Bei Fr. Mittler: Frl. Müller v. Braunfels. — Bei Hrn. Jacob Schreiber: Frl. Becker v. Nidda. — Bei Hrn. Hoffmann: Frl. Görtz v. Darmstadt. — Bei Hrn. Eberhardt Noll: Frl. Körber v. Altenbuseck u. Hr. Valck m. Fam. v. Halberstadt. — Bei Hrn. Dr. Witte: Mad. Algeper v. Endorf, Hr. Kfm. Diehm u. Hr. Act. Calmberg v. Lauterbach. — Ber Hrn Nath. Heß: Hr. Kfm. Butzbach v. Friedberg. — Bei Hrn. Eh. Noll: Frl. Vogel v. AUcndorf. — Bei Hrn. Schrcinermstr Geisler: Frl Ste- becker v. Weiscnburg.
△ Obgleich es durch vielfache Erfahrungen aufs Klarste dar- gethan ist, daß die Zucht der Seidenraupe nicht nur in unfern Gegenden, z. B. Darmstadt und Wiesbaden, sondern auch in kälteren, z. B. Berlin, mit sehr günstigem Erfolge betrieben werden kann, so ist doch bis jetzt im Ganzen nur sehr wenig, ja beinahe Nickts dafür geschehen. Auch aus diesem Grunde ist es für unsere Stadt und Umgegend zu beklagen, daß es dem Provinzial- Commlssär Prinz durch seinen Wegzug von hier nicht mehr möglich war, diese so viel versprechende Quelle des allgemeinen Erwerbs , welcher er seine ganze Aufmerksamkeit zugewendet hatte, zum Flusse zu bringen, und dadurch den Gemeinden und Privaten , welche sich damit beschäftigt hätten, für verhältnißmäßig sehr- kurze und geringe Mühe und Arbeit nach einiger Zeit ein bedeutendes jährliches Einkommen zu sichern. Bei seiner bekannten Thätigkeit würde er ohne Zweifel diesen Plan ausgeführt haben, während dieses den verschiedenen Regierungen des Großherzogthums durch die veränderten Verhältnisse, nicht mehr so gut mö.,lich ist, selbst den höchst unwahrscheinlichen Fall angenommen, daß alle Dirigenten derselbe» sich dafür eben so sehr interessirten, wie dieser für unser Land leider viel zu früh verstorbene verdienstvolle Beamte. — Sein Plan war, wie der Einsender von ihm selbst hörte, die Gemeinden und besonders die Lehrer aufzufordern, die ersteren, eine der Wichtigkeit des Zweckes entsprechende Sorgfalt auf die Anpflanzung von Maulbeerbäumen und Hecken, die letzteren, die Kinder in der Zucht der Seidenraupen zu unterweisen.
Nun haben wir aber in unserer Stadt bei den Mädchenschulen im früheren Oswald'schen Garten auf dem abgetragenen, jetzt kahlen Berge eine für diesen Zweck höchst günstige bedeutende Fläche,
auf welcher selbst, so wie auf der Böschung, eine ziemlich große Anzahl von Maulbeerbäumen gepflanzt werden könnte. Unbepslanzt wird der Berg doch nicht bleiben sollen und können, schon wegen des für die Kinder so erguickenden Schattens, wenn ]ie im Sommer in d-n Zwisichenstunden darauf spielen. Freilich müßten die jungen Bäume mit starken Stutzen und Dornen gegen den durch bas häufige Ziehen und Zerren der Kinder sonst unvermeidlichen Untergang geschützt werden; dasselbe müßte aber auch bei jeder andern Baumpflanzung geschehen; besondere Kosten würden also dadurch nicht entstehen. Auch oben und unten am Rande des Berges könnte derselbe mit Maulbeerheckcn eingefaßt werden, wodurch der so schön gelegene, jetzt aber öde, kahle Platz noch viel an Freundlichkeit gewinnen würde, während nun an manchen Theilen desselben die Kinder durch Hinabrutschen ein sowohl den Kleidern, als ihnen selbst nicht ungefährliches Spiel treiben. Die Maulbeer- bäume würden auch, da sie nicht hoch, dabei aber dicht belaubt werden, den Schulzimmern weder Licht, noch die freie frische Luft entziehen. Selbst das für die Erziehung und Fütterung der Raupen nvkhwendige Gemach ist bereits vorhanden in dem über der Waschküche befindliche», jetzt ganz unbenutzten freundlichen Stübchen, so daß auch dafür besondere Kosten nicht zu veewenden wären! —
Der Einsender glaubte diese Gedanken ber weiteren Prüfung Ber Oeffentlichkeit, namentlich des Gemeinderalhes übergeben zu müssen, überzeugt, daß dessen Ausführung den künftigen Geschlechtern eine sehr bedeutende Erwerbsquelle werden, und daß fich auch ein und der andere Lehrer bereit finden wird, len Kindern, namentlich den Mädchen, den nöthigen Unterricht zu enheilen.
Druck und Verlag ber G. D. Brühl'scheu Buch- und Steindruckerei.


