AnMgeblait
der
Stadt und des Regierungsbezirks Gießen.
jTisT" Sonnabend den 21. Februar I8A2.
Erscheint wöchentlich zwei Mal: Mittwoch um> Sonnabend. — Preis des Jahrgangs für Einheimische 1 fl. 30 fr., für Auswärtige incl. PostaufschlagS 1 fl. 39 fr. — Auswärts abonnirt man sich bei allen Postämtern. In Gießen bei der Erpcdition (Canzlciberg Lit. B. Oir. 1.) — Einrückungsgcbühr für die gespaltene Eorpuszcile 2 fr.
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Amtlicher T h e i l.
Offizielle
Dienstentlassungen Am 26. December 1851 wurde der Distrikts- Steuereinnehmer Conrad Schuch zu Heppenheim an der Wiese seines Dienstes entlassen; — am 31 December 1851 ist der Domänenbote Christoph Heuerling zu Wimpfen auf sein Nachsuchen von seinem Dienste als Domänenbote bei der Receptur Wimpfen entlassen woehen; — am 3. Januar wurde der ordentliche Professor der Rechtswissenschaft an der Lan- desuniversitat Gießen Dr. Eduard Wippermann aus dem Staatsdienste enttiassen; — am 7. Januar wurde dem ersten Gerichtsdieaer an dem Stadtgerichte zu Gießen Peter Schneider die nachzesuchte Entlassung von seiner Dienststelle erlheilk.
Versetzungen in den Ruhestand. In den Ruhestand wurden versetzt: am 1. November 1851 der evanq. Schullehrer Bernhard Kaffenberger zuMittclaründau, im Reg.-Bezirke Nidda; — am G. November 1851 der Dammwärter Georg Keller zu Biebesheim, auf sein Nachsu- chcn; — am 10. November 1851 der evang. Schullehrer Johannes Helm zu Bersrod, im Reg.-Bez. Gießen; — am 18. November 1851 der kath. Schullehrer Carl Philipp Nahm zu Welgesheim, im Reg.-Bez. Worms; — am 28. November 1851 der Cantor Jakob Schmidt zu Schlitz, im Reg.-Bezirke Alsfeld; — an demselben Tage der evang. Schullehrer Johann Adam Bauer zu Berkach, im Reg.-Bezirke Darmstadt; — am 1. December 1851 der G.fangenwärtcr Caspar Schneider zu Marienschloß; — am 19. December 1851 der kathol. Schullehrer Sebastian Franz La ist zu Biernbeim, im Reg-Bezirke Heppenheim; — am 20. December 1851 der Hafenkommissariaisgehülfe Franz Carl Hoffmann zu Mainz; —• am 7. Januar wurde der Steuerkommissär Georg Ludwig Neuling zu Mi-
Nachrichten.
chelstadt, auf sein Nachsuchen, in den Ruhestand versetzt und ihm als ein Merkmal der Anerkennung seiner langjährigen^ treu geleisteten Dienste, der Charaktr als L teuerrath verliehen; — an demselben Tage wurde der Di- striktseinnehmer und Salzmagazinöverwalter Georg Stockhausen zu Vilbel in den Ruhestand versetzt.
Concurrenzeröffnungen Erledigt ist: Das Frühmefferei-Bene- sicium zu Gernsheim, im Reg.-Bezirke Heppenheim, mit einem jährlichen Ertrage von 812 fl., zu welcher Stelle der Bürgerschaft der Stadt Gerns- h im resp. dem Gemeinderath daselbst, und dem dasigen Pfarrer das Prä- sentationsrccht zustcht; — die obere Knabenschullehrerstelle zu Herbstein, im Reg -Bezirke Alsfeld, mit einem Gehalte von 273 fl. 59 kr., nebst einer Vergütung von 14 fl. für Heizung des Schullokals.
Sterbfälle. Gestorben sind: am 8. August 1851 der Landgerichtsdiener Konrad Hedrich zu Zwingenberg; ■— am 16. December 1851 der ordentliche Professor dec Rechtswissenftvaft Dr. Emanuel Ludwig Carl Eduard Weiß zu Gießen; — am 24 December 1851 der evang Schullehrer Wilhelm Schneider zu Niederkinzig, im Reg.-Bezirke Erbach; -- am 26. December 1851 der Domänenrath Sator zu Dieburg; — am 27. December 1851 der pensionirte kath. Schullehrer Heinrich Wiegel zu Dexheim, im Reg.-Bezirke Mainz; — am 1. Januar der evang. Schullehrer Franz Tobias Geißler zu We terstadt, im Reg -Bezirke Darmstadt; am 5. Januar der Gefänznißaufseher August Alberti zu Alzei; — am 9. Januar der Landgerichtsdiener Conrad Vix zu Alsleld; —- am 12. Januar der Postassistent Emil Leopold Friedrich Gold mann dahier.
Nr. R. C. Gießen am 18. Februar 1852.
Betreffend: Die Musterung des Jahres 185 2.
Der Großherzoglich Hessische
Regierungs-Rath v. W i l l i ch zu Gießen
an
die Gr. Bürgermeister des Recrutirungsdistriets Grünberg.
Die diesjährige Bezirksmusterliste für den Recrutirungsdistrict Grünberg liegt vvm 23. Februar bis 8. März I. I. auf dem Büreau des Gr. Bürgermeisters zu Grünberg zu Jedermanns Einsicht offen, was Sie in ihren Gemeinden zur öffentlichen Kenntniß zu bringen und den Befolg binnen acht Tagen anher anzuzeigen haben.
v. Millich.
Polizeiliche Bekanntmachung.
A u s g e f a n g e n e Hunde.
Ein junger Dachshund von gelber Farbe mit schwarzer Schnauze und ein Wachtelhund von schwarzer Farbe mit weißer Brust. Die Eigenthümer können den Aufbewahrungsort dieser Hunde auf dem Gr. Poiizeibüreau dahier erfahren.
Gießen am 19. Februar 1852. Der Gr. Hess. Polizei-Commissär
L. Nove r.


