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Der ländliche Subhastationsgerichtshof in Irland.

(Schluß.)

Der Stand der kleinen Landbesitzer in bestimmten Ländern und unter bestimmten Umständen kann, bei einem besonders dazu sich eignen­den Volksstamme, wie es für einen großen Theil von Deutschland und ganz besonders für das südwestliche Deutschland über allen Zweifel erhaben ist, ein Segen für die Agricultur und die Besitzform sein, unter der sie es zum höchsten Nettoerträge auf den Kopf und da­mit zur wohlhäbigsten Lage aller ihrer Gesellschaftsklassen bringt; aber auch nur unter jenen besonderen Umständen, und was vor­züglich für Irland hervorzuheben ist, auch nur bei einem besonders dazu sich eignenden Volksstamme. Und was in dieser Beziehung : von den Irländern zu halten, davon gibt in neuerer Zeit eine schla- j gende Beobachtung, die Mr. Johnstone, eine namhafte agricultur- ; wissenschaftliche Autorität in England, in Nordamerika gemacht hat, ! einen sehr bedeutsamen Fingerzeig. Sie läuft auf die fast aus­nahmslose Thatsache hinaus, daß die ausgewanderten Irländer, die dort solche Besitzer, als zu welchen -man hier sie zu machen wünscht, zwar rüstig und gedeihlich sich emporarbeiteten, wo sie nur verein­zelt zwischen englischen und noch mehr zwischen deutschen Colonisten siedeln; daß sie aber Old Jreland mit seiner ganzen Herrlichkeit, mit den Schweinen im Zimmer und den Kindern im Schweineko­ben, mit ausgemergelten Gestalten in Lumpen mit der Kartoffel­schüssel und fuseligent Branntwein und Soff und Prügelei, auch augenblicklich sich wiederfindet, wo sie nur es sich beikommen ließen, in größerer Anzahl zusammenzuhocken. Die eigne Sitte und Ge­wohnheit dieses Volks ist der Hauptgrund seiner Schtväche, an der die Jahrhunderte noch schwere Arbeit haben werden, wo es in ge­schlossener Maffc zusammenbleibt. Eben nur seine Zerstreuung, an der die Auswanderung jetzt mächtig arbeitet, kann schneller helfen, und vielleicht auch seine Untermischung mit anderem Element im eigenen Lande durch Einwanderung. Der Aufschwung der irischen

Flachseultur in jüngster Zeit, der größere, der ihr bei regem Be­trieb, nach allgemeinem Uriheil, noch bevorsteht, und die steigende Bedeutung, welche dem Flachs der Fortschritt der Erfindungen jetzt schon mit großer Gewißheit verspricht, haben schon andere englische Köpfe, die sich um Irland kümmern, einen anderen Gedanken, der sich für uns sonderbar genug ausnehmen muß, fallen lassen; näm­lich: deutsche Einwanderung. Vor aller andern hat sich bis jetzt auf einem fetten Boden, den ein schlaffes Volk bewohnt, deutsche Einwanderung durch stillen civilisatorischen Einfluß bewährt' wie so vele rein slavische Striche beweisen. Mit ihr vielleicht kann der tiefgegriffene Spruch auch in Irland zur Geltung kom­men: Gib einen Garten auf neun Jahre in Pacht, so wird eine Wüste daraus; setze auf die Wüste einen Besitzer, so wird sie schneller als in neun Jahren wieder zum Garten.

(Landwirthschaftl. Dorfztg.)

Glastaseln mittelst Locheisen und Stanze zu lochen.

Werden ordinäre Glastafeln von circa % bis 3/4 Linien Dicke (grünliches Glas) unter Wasser auf eine stählerne Lochstanzc mit einer Bohrung von höchstens l*/2 Linien Durchmesser gelegt, mittelst Fallhammer (Scharnierhammer), an dem der genau gear­beitete Piston, welcher oben;» dünn und hart sein muß, befestigt ist, mit bedeutender Geschwindigkeit durchqelocht, so gelingt das reine Lochen unter 10 Versuchen 6 bis 8 Mal; doch dürfen die Löcher nicht zu nahe an einander geschlagen werden, weil dann die Zwischenräume wegspringen; solche ordinäre Glastaseln lassen sich bekannter Maßen unter Wasser mittelst einer gewöhn­lichen Scheere in beliebige Formen schneiden; jedoch ist der Schnitt­rand jenem gleich, der mittelst Absprengen (Gröseln) erreicht wird; unter Oel gelingt der Versuch bedeutend reiner als unter Wasser.

(Hess. Gewerbebl.)

Cours der Staatspa

piere

Frankfurt,

len 19. Januar 1852. (Schluss

der Börse.)

Gestreich . . Metalliq. Obligat.....

p€t.

Papier ;

787, 1

Geld 78

Baiern . . ) Obligationen......

pCl. 1 Papier Geld

37, 91% 91%

„ ditto ditto.....

47,

697.

66

Würtemberg Obligationen b. Roths.

37, 897, 897,

,, ditto ditto .....

4

61 —

,, Neue Würtemberg. . i

47, — —

„ Bank-Actien......

„ fl. 250 Loose b. Roths. .

,, fl. 500 „ ditto . .

,, Bethmann. Obligat. . .

4%

1215 121

96V, —

1837, —

747.

Nassau . . Obligationen b. Roths,

ditto ditto

„ fl. 25 Loose ......

Frankfurt. Obligationen ......

37, 927,- 927,

5 — 104

— 27

3 857, 85

,, ditto ditto . . .

4

„ ditto v. 1839

3% — 967,

Preussen . . Staatsschuldscheine . .

37,

— 897,

„ ditto v. 1846

37, — 967,

,, Prämienscheine.....

Darmstadt . fl. 50 Loose ......

„ fl. 25 ditto.......

1 1 1

ES 1

,, Taunusbahnacticn . . .

Holland. . Integrale ........

,, Holländische......

309 —

27, - 587.

4 — 897,

,, Obligationen v. 1848 .

5

— —

„ Svndicats........

37, — -

„ ditto.........

47,

1017.

101

\ Spanien . . Innere Sch. neue Obi.

3 — 39%,

,, ditto.........

Baden .... Obligationen......

4

37,

— 97

1 — 897,

Polen ... fl. 300 Lott. Loose Rth.

,, Obligationen de fl. 500

4 867, —

,, fl. 50 Loose v. 1840 .

,, fl. 35 Loose v. 1845 . .

64V. 377,

637, ।

377. !

Russland . in R. fl. 2. b. Grün, et 0. ,, i ditto b. Stieglitz et C.

4 — 89

Gold - und Silber - Cours vom 19. Januar 1852.

Druck und Verlag der G. D. Brühl'schen Buch- und Steindruckerei.

«old.

fl. . kr.

Silber.

fl.

kr.

Diverse fActien und Loose.

Brief

Geld

Pistolen .....

Pr. Friedrichsd’or . . Holl. 10 fl.Stücke . . Rand-Ducaten .... 20 Francs-Stücke . . Engi. Souvera ins. . . Gold al Marco . . .

9

9

9

5

9

11

380

40

58

5t

38

30

54

Laubth., ganze . . . Preuss. Tlialer . . . 5 Frankenthaler . . Hochhaltig Silber . . Gering - u. mittelh. .

—

1

2

24

45% 22%

32

Kurhessische Loose ....

Sardinische Loose.....

Cöln-Aachen......

Cöln-Minden.......

Ludwigsb,-Bexbach.....

Frdr.-Willis.-Nordbahn . . .

33% 37 7.

HO 897. 40

337,

109 K9 39",

Disconto 27. Geld.

A. Sulzbach, beeid. Makler.