Ausgabe 
16.6.1852
 
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dem ersten Schuß schließen die Spielordner die Spiele und Vertheilen die Preise, bei dem zweiten Schuß findet Wechsel der Spiel- . Plätze statt.

Die Entscheidung, wem nach den ein­zelnen Spielen der Preis gebühre, steht dem Zugführer und dem Spielordner zu.

Die Spiele sind folgende :

I Preisspiele :

1) Wettlaufen, 2) Ringen, 3) Ger- werfen, 4) Armbrust, Blasrohr, 5) Klettern an Stange und Seil, 6) Springen, hoch und weit, 7) Slein- stoßen, 8) Sacklaufen, 9) Wursi- schnappen, 10) Stechvogel, 11) Hah- nenschlag.

II. Vergnügungsspiele :

1) Jakob wo bist du?

2) Hinkkampf,

3) Seilziehen, 4) Schaukel.

Die Spiele folgen wie vorsteht auf ein­ander, und erhält jeder Zugführer ein Berzeichniß derselben. Nach sechsmaligem Wechsel der Spiele haben sich :

5) sämmtliche Züge wieder auf dem Haupt- Platz einzufinden, um eine Stunde aus- zuruhen und einen Imbiß nebst Wasser einzunehmen;

6) während dieser Ruhestunde findet für die Geschickteren ein Preislurnen an Reck, Barren und Bock statt, nach dessen Beendigung

7) zu den Spielen zurückgekehrt wird, die dann noch eine Stunde währen, wor­auf wieder Versammlung auf dem Haupt­platz erfolgt. Dann

8) Preisvertheilung für die Turner an Reck, Barren und Bock. Die deßfallsige Er­mittelung geschieht während der letzten Spielstunde,

9) Schlußgesang, dann geordneter Nach­hausezug und Entlassung auf dem Markt- Platze.

Das Festcomite hat mit der Oberaufsicht die Verpflichtung, von einem Spielplätze zum andern sich zu begeben und überall fördernd und helfend thätig zu sein.

Auf dem Hauptplatze wird eine Spiel­ordnung angeschlagen, auf welcher die Wechsel genau bemerkt und aus der also zu jeder Zeit ersichtlich, an welchen Spielen I

die einzelnen Züge befindlich. Bei dieser Spielordnung sollen sich einige Jugend­freunde aufhaltcn, um die Ansragenden zu­rechtweisen zu können.

Sollte ein Zug unter den einzelnen Spiel­plätzen irre werden, so hat er sich schleu­nigst auf dem Hauptplatze einzufinden, um von einem der bei der Spielordnung Auf­gestellten an den bestimmten Ort geführt zu werden.

Bei den Spielen kann ein Theilnehmcr nur einen Preis erhallen, mag er sich auch bei zwei und mehr Spielen auszeichnen. Er soll aber in diesem Falle von dem Spielordn r und Zugführer aufgezeichnet und später lobend erwähnt werden.

Bei dem Preisturnen macht es keinen Unterschied, ob ein Theilnehmer bei den Spielen einen Preis erhielt oder nicht.

Die Ausschmückung des Zugs ist fol­gender Art :

Jede Abtheilung hat eine rothweiße Fahne, jeder einzelne Zug eine Zugfahne mit Num­mer, Kinderweiße^Knaben blaue und

Jungen grüne Fahnen. Die Fahnen werden mit Laub und Blumen geschmückt, ebenso die Kopfbedeckungen der Theilnehmer mit Eichenlaub.

Die Festordner sind mit rvthweißen Schärpen versehen, die Zugführer mit Bändchen im Knopfloche, welche Farbe und Nummer ihrer Züge führen, die Spiel­ordner mit dreifarbigen Bändchen und die Schutzmänner mit rothweißen Bändchen.

Die beweglichen Spielgeräthe und die Traggestelle, an welchen die Preise ange- hängt, werden in dem Zuge mitgeführt.

Diejenigen Knaben, welche an diesem Jugendfeste Theil nehmen wollen und sich noch nicht gemeldet haben, werden hiermit aufgefordert, sich bis zum Samstag den 19. Juni in der Turnhalle einschreiben zu lasten. Etwa gefertigte Preise bittet man bis zum Donnerstag den 24. Juni an die Unterzeich­neten abzuliefern. Das Comite

Dr. Köhler. C. Rübsamen.

H. Siebert. Dr. Steinmetz

________Dr. Tasche.

903) Gießen. Regelmäßige, wöchentlich zweimalige ja»- Postschiff-Fahrt zwischen

Liverpool und New-York, New-Orleans, Baltimore, Philadelphia, Boston und Charleston.

Diese von dem, durch langjährige ehrenhafte Geschäftsführung rühmlichst bekannten General-Agenten für Deutschland und die Schweiz, dem Herrn ($>. H. Paulsen in Mainz, neu eingerichteten amerikanischen Linien von Paketschiffen^ bestehend aus 90 der ausgezeichnetsten dreimastigen Schnellsegler von 15003000 Tonnengehalt, und gehen regelmäßig alle 6 Tage nach New- Bork, viermal monatlich nach New-Orleans, und zweimal.monatlich nach Baltimore und Philadelphia und den anderen Häfen.

Sie befördern zweimal wöchentlich, am Sonntag und Mittwoch, Aus­wanderer von allen Rheinhäfen über Liverpool nach den benannten Häfen. Bis Liverpool werden die Leute durch zuverlässige Conducteurc begleitet, und von der Ankunft daselbst bis zur Einschiffung in anständigen Häusern frei loqirt rmd heköstigt.

Unter besonderer Berücksichtigung der Verhältnisse beginne ich meine Thätigkeit mit ermäßigten Ueberfahrts - Preisen, und Halle ich mich zum Abschlüsse von Aecorden für obige Linien bestens empfohlen.

Gießen, den 30. April 1852. Der coneesfionirte Agent

Jean Gertig,

Sonne B. 51.

Angekommene und abgereifte Fremden vom 10. bis 14. Juni 1852.

I n den Gasthäusern.

3m Happen: Hr. Fischer, Brgrmstr. v. Stock; Hr v. Lifing, Gutsbes. v. Dresden; Hr. Strube, Cabinetsrth. v. Cassel; Hr. Kuttermann, Rent. v. Prag; Hrn. Offiz. Lindhaus u. Fischer v. Cobienz; Hr. Sartorius, Aktuar v. Vöhl; Mad. Warncck v. Leifing; Hr. Lichtenberg, Affeff. v. Hamburg; Hr. Dr. Schulz n. Gem. v. Halle; Hr. Lemtin, Offiz, v. Pe­tersburg; Hr. v. Karayan, Präs. v. Wien; Hr. Mufiklehr. Abel v. West-

| phalen; Hrn. Gutsbes. Schmidt v. Frankfurt u. Lee v. Amerika; Hr. Dr. i Sauna im v. Braunfels; Hr. Bonmüller, Bergverw. v. Thalitter; Hr. ' Bertramm, Oberlieut. v. Cvblenz; Hr. Reinach, Stud. v. Mainz; Hr.

Bensch, Zimmermstr. v. Berlin; Hr. Braut, Verw. v. Dietkirchen; Hr. v. Rabenau v. d Rabenau; Hrn. Kff. Ostermaim v. Jngenbrun, Minoller v. Schermitz, Linn v. Mainz, Creicel v. Darmstadt, Schaberuch v. Lüderstadt, Bergsteiner v. Butzbach, Leisinger v Limburg, Rosenberg v. Fulda, Reiber v. Bingen, Finck v. Mainz, März v. Wiesbaden, Opel v. Düsseldorf,