Ausgabe 
16.6.1852
 
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1163)

Gießen. Die

Frankfurter Lebens-Verficherungs-Gefellfchaft^ mit einem Grund-Kapital von drei Millionen Gulden, gewährt zu äußerst billigen Prämien Lebensversicherungen sowohl auf eine bestimmte Anzahl von Jahren, als auf die ganze Lebensdauer.

Die Prämien können nach Wunsch der Versicherten in halbjährigen oder vierteljährigen Raten entrichtet werden.

Der Gewinn-Anlhcil der auf Lebenszeit Versicherten beträgt für das Jahr 1848, 10% J . ... .. . _ ,

1850 io°/ von den tn ,edem dle,er Jahre

; . : Ja; -

§ür diejenigen Personen, welche auf die Gewinn-Betheiligung verzichten wollen, findet eine Ermäßigung der Jahresprämie von 10 pEt. statt.

Die Gesellschaft überninimt auch Kapitalien, für welche sie außergewöhnlich hohe Leibrenten gewährt.

Versicherungen werden durch den unterzeichneten Haupt-Agenten, bei welchem auch Prospectus und Antragsformulare unentgeltlich zu haben sind, auf's Prompteste vermittelt.

Gießen den 29. Mai 1852.

I. G. Appel, Haupt-Agent der Frankfurter Lebens-Versicherungs-Gesellschaft.

4173) Gießen.

Die von der Großherzoglich Hessischen Negie­rung concessionirte

Hauptagentur

des Hauses F. Z. Wichelhansen et Comp. in Bremen,

Lindenplatz Lik. A. Nr. 27 in Gießen, sowie Rheinstraße Nr. 497 in Mainz empfiehlt sich zum Abschlüsse von Ueberfahrtsverträgen nach allen Häfen Nord- und Süd-Amerikas.

Die Agentur übernimmt Passagiere frei von den verschiedenen Sammelplätzen bis zu den überseeischen Häfen und erhalten dieselben bis zu ihrer Einschiffung Frühstück, Mittag- und Abendessen, so wie freies Logis. Auf dem Seeschiff Morgens und Abends Kaffee oder Thee nebst Butter und Brod, Mittags ein halb Pfund Ochsen­oder Schweinenfieisch nebst reichlichem Gemüse, welches gekocht und von bester Oualität verabreicht wird.

Da die Preiße möglichst billigst gestellt, die Passagiere außer der bedungenen Accordesumme durchaus keine Ausgaben irgend einer Art zu machen haben, so glauben wir behaupten zu dürfen, unsere Beförderungsweise die reellste, billigste und beguemste nennen zu dürfen.

Nähere Auskunft in Gießen Lindcnplatz Lit. A. Nr. 27, so wie auf frankirte Anfragen, wird auf's Bereitwilligste eriheilt.

Gießen den 10. März 1852.

Der eonzessionirte Großherzogl. Hess. Hauptagent

Heinrich Sandt.

1236) Gieß e n. Ein junger Mensch, I welcher die Schreinerprofession zu erlernen ' wünscht, kann bei einem hiesigen Schreiner in die Lehre treten. Näheres in der Erped. d. Bltts.

1238) Gießen. Ein braves Mädchen wird in Dienst gesucht. Wo? sagt die Erped. d. Bltts. ' a

1266) Gießen. Wegen des un­günstigen Wetters wird die auf Mittwoch den 17. d. M. auf den Schiffenberg be­stimmte Clubparthie auf Mittwoch den 23. d. M. verlegt.

Gießen den 15. Juni 1852.

Der Vorstand

des Gesellschastsvereins.

l a n

über das den 27. Juni abzn- haltende Jngendfeft.

Die Theilnahme an dem Feste ist ohne Unterschied allen Knaben von 5 bis 15 Jahren gestattet, welche sich zeitig gemeldet haben und die sonst vorgeschriebenen Be­dingungen erfüllen. Zu besserer Uebersichl wird unter den Theilnehmern folgende Ein- theilung gemacht :

1) in Kinder von 5 bis 9 Jahren,

2) in Knaben von 9 bis 12 Jahre» und

3) in Jungen von 12 bis 15 Jahren.

Je 18 bis 20 von gleichem Alter bilden einen Zug, dem zwei Jugendfreunde ein Zugführer und ein Spielordner beigegeben sind. Für letztere liegen beson- dere Anweisungen vor.

Nachdem einige Zeil vor dem Feste die Eintheilung vorgenommen, auch die etwa unbekannten Spiele eingeübt (die Einübung der Lieder geschieht in den Schulen), findet am Tage vor dem Feste eine Generalprobe auf dem Turnplätze statt.

Am Tage des Festes bat sich jeder Theil- nehmer Nachmittags 2% Uhr pünktlich auf dem Sammelplätze, Branb, einzufinden und seinem Zuge einzureihen. Nachdem die Züge geordnet, die Zugführer, Spielordner und Jugendfreunde auf den bestimmten Plätzen, setzt sich das Ganze in folgender Ordnung in Bewegung :

1) Tambour und Pfeifer,

2) Kinderzüge,

3) Musik,

4) Festcomite,

5) einige Schutzmänner,

6) Knabenzüge,

7) Jungenzüge,

8) zum Schluß noch einige Schutzmänner.

Der Zug bewegt sich vom Brand durch die Walllhorstraße, über Markt, Kreuz, nach dem Neuwegerihor, wo er mit Böllersalven begrüßt wird, von da der Ebauffee entlang über den Trieb nach dem Philosophenwalde. Hier angelangt schließt er einen Kreis um den Tempel, woraus die Vergnügungen in nachstehender Reihenfolge beginnen :

1) Gesang,

2) Anrede,

3) Gesang, 4) Spiele.

Nach Beendigung des Gesangs Nr. 3 haben die Führer ihre Züge nach einer bestimmten Ordnung, die ihnen eingehän­digt wird, auf die Spielplätze zu leiten, worauf sofort die Spiele beginnen. Die- selben wechseln jede halbe Stunde, waö durch zwei Schüsse angezeigt wird. Bei