Ausgabe 
15.9.1852
 
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Edictalladung.

1692) Gießen. Philipp Reh von Oppenrod hat unterm 27. Januar 1818 bei der Rathschöff Busch Wittwe zu Gießen ein Capital von 460 fl. ausgenommen und zur Sicherheit der Gläubigerin eine Hypo­thek bestellt. Derselbe behauptet, daß letz­tere gelöscht fei, während in den Hypothe­kenbüchern des hiesigen Landgerichts der betreffende Eintrag noch offen steht. Es werden daher alle Diejenigen, welche Rechte an die fragliche Hypothek zu haben ver­meinen aufgefordert, dieselben so gewiß innerhalb 60 Tagen,

vom Tage der Einrückung dieser Verfügung in öffentll'chen Blattern an, dahier gellend zu machen, als sie mit solchen ausgeschlossen werden, und die in Rede stehende Hypo­thek gelöscht wird. Binnen gleicher Frist haben alle Diejenigen, welche an die in Nr. 66 dieses Blattes (Edictalladung 1692) aufgeführken und daselbst näher beschriebe­nen Immobilien, hinsichtlich deren Philipp Reh, der dermalige Besitzer jener Grund­stücke, keine Eigenthumsurkunden mehr in Händen hat, irgend wie berechtigt sein soll­ten, ihre Ansprüche dahier anzuzeigen und liquid zu stellen, widrigenfalls Ausschluß derselben eintreten würde.

Gießen den 20. Juli 1852.

Großh. Hess. Landgericht P l o ch.

Versteigerungen.

1831) Gießen.

Versteigerung von Immobilien.

Der Gastwirth Wilb. Rühl dahier beabsichtigt folgende ihm gehörige Immo­bilien einer freiwilligen Versteigerung aus­zusetzen, als:

1) 2 Wohnhäuser mit Hofraum, Stallung und Scheuer in der Flügelsgasse, 2) 276 Klstr. Wiese hinter dem Wald­brunnen,

3) 276 Wiese daselbst,

4) 412 i, Acker links am Schwarz­lachweg,

*5) 52 u Acker auf dem Sand,

6) 750 Acker auf der Wart, links

der Chaussee,

7) 179 ii Acker ohnweit des Schäfcr- brunnens,

8) 116 n Wiese daselbst,

9) 784 u Acker in der Lichtenau an der Superintendent Lieb­knechts Wiese auf den Weg, 10) 161 ii Acker in der Lichtenau,

11) 161 Acker daselbst.

wird zu dieser Versteigerung durch den Unterzeichneten Termin auf

Donnerstag den 16. September d. I., Nachmittags 2 Uhr, mit dem Bemerken anberaumt, daß bei annehmbarem Gebot unbedingter Zuschlag erfolgt.

Gießen den 7. September 1852.

Der Bürgermeister Hch. Ferber.

1866) Gießen.

Main-Weser-Eisenbahn.

Sektion Gießen.

Montag den 20. d. Mts., des Vormittags um 11 Uhr, sollen auf dem Sectiousbüreau Pflasterar­beiten im hiesigen Bahnhofe, veranschlagt zu 402 Gulden, durch öffentliche Versteh geruug in Accord gegeben werden.

Gießen am 14. September 1852.

Der Gr. Seetionö-Jngenieur Eickemeyer.

Feilgeboten.

18641) Gießen. Mein in der Markt­straße gelegenes Wohnhaus, beliebst Hof­raum , Scheuer und Stallung, bin ich Willens aus freier Hand zu verkaufen.

Andreas M ö h l.

1839) Gießen. Neue Holländi­sche Häringe, Sardellen, Schwei­zer- und Limburger Käse, Citro- nen empfiehlt I. G. Appel.

Zu vermiethen.

1802) Gießen. Ein Hinterhaus ist zu vermiethen und sogleich zu beziehen. Näheres in der Erped. d. Bltts.

1797) Gießen. Das von Herrn Assessor Pietsch bewohnte Logis, bestehend auS 4 Zimmern, Kammer, Küche, Boden­raum mit abgeschlossenem Gange, Holzstall, Keller u. s. w , ist anderweit zu vermiethen und am 1. October zu beziehen.

Ricker.

1860) Giesse n. Zwei Stuben, Küche, Keller und Bodenraum, sind zu vermiethen und am 1. October d. I. zu beziehen. Wo? sagt Ausg. d. Bltts.

Vermischte Nachrichten.

1863) Gießen. Zu der Freitag den 17. September, Morgens von 812% und Nachmittags von 26 Uhr, stattfin­denden halbjährigen Prüfung werden die Angehörigen der Schüler, sowie alle Freunde der Anstalt, höflichst eingeladen. Der Unterricht beginnt wieder Montag den 11. Oktober. Dr. Steinmetz.

18417) Gießen.

Wohmingsverandernng.

Ich wohne von heute an im Hause des Herrn Stadteinneh­mer Gnders.

Mein Unterricht im Schönschreiben, NechueN' der Buchführung und sonstigen Haudelswisseuschaflen erleidet keine Unterbrechung.

Gießen den 10. September 1852.

Emanuel Stern.

1862) Gießen. Ein goldener Ring ist in der Nähe des Wallchors verloren gegangen. Der redliche Finder wird ge­beten, denselben gegen eine gute Belohnung an die Erped. d. Bltts. abzugeben.

1861) Gießen. Sonntag den 12. d. Mts. ist auf dem Wege von Annerod nach Gießen eine goldene Broche verloren worden. Der Finder wolle dieselbe gegen eine gute Belohnung bei der Erpedition b. Bltts. abgeben.

1839) Gießen. Ein Battisttuch, gestickt mit dem Namen Auguste, ist am letzten Sonntag vom Seltersthor bis an den Asterweg, verloren worden. Der red­liche Finder wird gebeten, dasselbe bei der Erped. b. Bltts. gegen eine Belohnung zurückzugeben.

1303) Gießen.

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