Ausgabe 
13.3.1852
 
Einzelbild herunterladen

126

8) Insoweit auf den Fruchtmärkten an den einzelnen Orten auch Mehl verkauft wird, finden darauf obige Vorschriften gleichfalls Anwendung.

Sie haben dies in geeigneter Weise bekannt zu machen, (vergl. Satz 5 unseres Ausschreibcns vom 16. September 1848 Nr. 4 des Amtsblattes) und den Befolg gehörig überwachen zu lassen.

Im übrigen sollen die Bestimmungen der an einzelnen Orten bestehenden Fruchtmarkt-Ordnungcn durch obige Vorschriften nicht abgeändert werden. .

v. W i l l l ch.

Polizeiliche Bekanntmachung.

Der Gr. Hess. Polizei-Commissär L. Nover.

bürcau dah er in Empfang genommen werden. Gießen am 12. März 1852.

Gefundene Gegenstände.

6in Karrn mit 2 Räder und ein Sackmeffer. Diese Gegenstände können von den Eigenthümeru auf dcm Gr. Polizeb

Gerichtliche und Privat - Bekanntmachungen.

Edictalladungen.

£31) Gießen. Alle Diejenigen, welche an den dahier befindlichen, wahr­scheinlich überschuldeten Nachlaß deS, auf der Walbachsmühle, Kurf. Hess. Justizamts Lichtenau, verstorbenen hiesigen Bürgers Balthaser Weidig HL Ansprüche machen zu können glauben, werden hier­mit aufgefordert, solche um so gewisser

Donneruaas den 22- April l. j., Vormittags 10 Uhr, bet unterzeichnetem Gerichte anzuzeigen und ,u begründen, als sonst hierauf bei Ver- theilung des Nachlasses keine Rücksicht ge­nommen werden wird.

Gießen den 4. Marz 1852.

Gr. Hess. Stadtgericht Muhl.

£3<)) Gießen. Forderungen an bett abwesenden Heinrich Bellos II. von Beuern sind im Termine

Freitag den 19. d. Mts., Vormittags 10 Uhr, sogewiß dahier anzuzeigen und zu begrün­den, widrigenfalls sie bei der Ordnung dessen Schuldenwesens keine Berücksichtigung finden werden.

Gießen den 2. Marz 1852.

Gr. Hess. Landgericht daselbst Heyer.

Besondere Bekanntmachung.

230) Gießen.

Aufforderung an die Schuld­ner der hiesigen Pfand- und

Leihanstatt.

Die Schuldner der hiesigen Pfand- und Leihanstalt, deren Pfänder in den Monaten Juli, August, September, October, November und December 1851 ver­fallen sind, werden aufgefordert, in dem

Zeitraum vom 19. Februar bis 19 März dieselben einzulösen oder zu erneuern, als sonst deren Versteigerung am 19. April stattfindet.

Nach fruchtlosem Ablauf obigen Zeit­raums kann weder Einlösung, Prolonga­tion noch Umschreibung vorgenommeu wer­den; die Säumigen haben es sich daher selbst beizumessen, wenn sie ihre Pfänder erst in dcm Versteigerungstermin gegen baare Zahlung einlösen können.

Pfänder ans wollenen Stoffen müssen unbedingt eingelös't werden.

Die Herren Bürgermeister des Regie­rungsbezirks werden ersucht, Vorstehendes in ihren Gemeinden baldigst bekannt machen lassen zu wollen.

Gießen den 9. Februar 1852. ,

Die PsandbauSverwaltung Bieler. Pfeil.

Versteigerungen.

Z127) Gießen. , Immobilien-Versteigerung.

Die den Erben des verstorbenen Chans- seewärters Ludwig Scheid zustehenden Im­mobilien, als:

Flur 1 siHKlafter 5 Hosraithe auf dem Neuenweg, neben PH. Helwig mit Hofraum,

33 □klafter 130 Acker im Alten­feld , links auf den Weg neben Ludwig Herbert,

41 □S'laftcr 136 Garten am Nah­rungsberg auf den Steinbacher Weg, neben G. Spruck,

sollen auf Ansuchen derselben einer noch­maligen Versteigerung ausgesetzt werden.

ES wird hierzu Termin auf Montag den 15. d. Mts., Nachmittags 2 Uhr, auf hiesigem Nachhause mit dem Bemerken

anberaumt, daß bei annehmbarem Gebot definitiver Zuschlag erfolgt.

Gießen den 5. März 1852.

Der Bürgermeister Hch. Ferber.

3L6) Gießen.

Gutsversteigerung.

Die zum Nachlasse der Wittwe des ver­storbenen Oekonvmen Earl Koch zu Gießen gehörige Besitzung, bestehend in Hofraiibe und 85 Morgen Gut, soll erbvertheilungs- halber

Mittwoch den 17. März d. I., Vormittags 10 Uhr, auf dem Rathhanse dahier int Einzelnen oder im Ganzen öffentlich meistbietend ver­steigert werken.

Die Hosraithe ist neu erbaut, unmittel­bar an der von Kassel nach Frankfurt füh­renden Landstraße und ganz nahe bei dem Bahnhofe der Main-Weser-Bahn gelegen, und besteht auS einem schönen Wohnhause mit 9 heizbaren Zimmern, 4 Kabinetten, 2 Küchen, Keller und Speisekammer, einem großen Nebenban mit 3 heizbaren freund­lichen Zimmern, mit Stallungen und einer Chaisen-Remise und ans den nöthigen Oekonomiegebäüden mit vollständig einge­richteter Brennerei, 26 Morgen gutes Acker­land ; ein Blumengarten und ein großer Gemüsegarten grenzen unmittelbar an dir Hosraithe. Die Besitzung, auf welcher seit­her eine gute Milchwirthschaft betrieben wurde, eignet sich auch zu einem Land­sitze, wegen bet Nähe des Bahnhofs zu einem Gasthof oder auch zu einer Fa­brikanlage. Aus Verlangen kamt ein vollständiges Guts-Inventar mitverkauft werden.

Gießen den 23. Februar 1852.

Der Bürgermeister Hch. Ferber.