Beilage zu JE 12 des Anzeigeblattes.

Angekommene und abgereiste Fremden vom 6. bis 9. Februar 1852.

3 n den Gasthäusern.

3m Happen: Hr. Pfeiffer, Capl. v. Stolzenfels; Hr. Ulrich, Priv v. Magdeburg; Hr. Wienim, Cand. theol v. Herborn; Frl. v. Schenck v. Sorge; Hr Galatz, Part. v. Wiesbaden; Hr. Uhde, Techn. v. Mar­burg; £>r. Nathan, Oec. p. Laubach; Hrn- Kfl Haas v. Dillenburg, Hahn v. Berlin, Strauß v. Bodcnheim, Drapel x>. Weiskirchen, Heß o. Hungen, Schrey v. Aschaffenburg, Margulo ». La Chaur-de-Fonv, Eggert o. Ber­lin, Neues v. Crefeld, Gerhardt v. Stolzenau, Horn v. Hagenau, Mohn v. Leipzig, Klein v. Gladenbach, Zillenbach v. Wolfenbüttel, Albert v. Mühlheim. L>tock v. Aachen, Falkenhagen t>. Berlin, Hartmann v Holz­appel, Palp v. Marburg, Wiedenfcld v. Elberfeld, Levis ». Leipzig, Cra­mer v Hanau, Hoblweg v. Berlin, Bayer v. Dettmold, Tomas v. Ham­burg, Schulz v. Heidelberg u Sternberg v. Frankfurt.

Im Einhorn: Hr. Blumenthal, Pfrdehndlr. v. Frankfurt; Hr. Fa­ber, Part. v. Bern; Hr. Gomberts, Lieut. v. Wien: Hr. -'offmann, Priv. v. Erfurt; Hr. Gottfried, Fabr. v. Halver; Hrn. Stud. Laich, Walther u. Köster v. Heidelberg; Hr. Glotz, Fabr. v. Chemnitz; Hr. Hobel, Part. v. Dresden; Hr. Plotz, Nent. v. Wien; Hrn. Kfl. Dick v. Metz, Peters v. Bonn. Schonfeld v. Hanau, Mohr v. Dresden, Schwarz v. Frankfurt, Brandt v. Hanau, Schmolbach v. Hagen, Regert v. Chemnitz, Schleisner v. Barmen, Kuhn v. Cöln, Zulehner v. Mainz, Guntersheim d. Frank­furt, Schmidt v. Caffel, Hirschhorn v. Mannheim, Cannizza v Mainz, Hcrzbach v Cöln, Kaiser v. Offenbach, Königstein v. Leipzig, Meyer v. Mainz, Kränzer v. Cöln, Bender v. Magdeburg u. Eurich v. Miltenberg.

Im Prinz Cart: Hr. Rcuscher, Bang v. Breslau; Hr. Walther, Reut. v. Bautzen; Hr. Strobel, Adv. v. Coburg; Hr. Weigand, Priv. w Straubinger,; Hr. Hirschmann, Gutsbes. v. Halle; Hr. Reitz, Först, v. Düdelsheim; Hr- Klinger, Part. v. Mainz; Hr. Horstmann, Landricht. v. Nierstein; Hr. Schultheis, Part. v. Cöln; Hr. Antoni, Priv. v. Lyon; Hr. Kleinknecht, Buchhndlr. v. Worms; Hr. Gulden, Weinhndlr. v. Ober­

ingelheim; Hr. Dr Eisen v. Frankfurt; Hrn. Fabr. Kule v. Marburg u. Bauer v. Frankfurt; Hr. Hildebrand, Schrifts. v. Schweinfurt; Hr. Hen­ninger, Brauereibes. v. Erlangen; Hr Steinberger, Priv, v. München; Hr. Schmelz, Rent. v. Speier; Hr. Starz, Part. v. Halle; Hrn. Kfl. Kalb v. Hohenlinden, Löffler v. Grünau, Wölfel v. Zwickau, Tücher v. Leipzig, Kramer v. Bingen, Kaiser v. Aschaffenburg, Pfertsch v. Zwei­brücken, Flechtcnheimer v. Bremen u. Jacobi v. Leipzig.

Im Parmstadter Haus: Hrn. Gschftsl. Stoß v. Ziegenhain, Ma­gens v. Frankfurt, Meld v. Alzei. Frischmuth v. Werthbcim, KreS v. Wolfsheim, Döring v. Hochdorf, Diez v. Ortenberg, Bühl v. Hamburg, Armenröder v. Darmstadt, Pflug n. Mannheim, Wolf v. Amöneburg, Mulch v. Schaumburg, Franz v. Ronsheini, Sommer v. Alsfeld, Wolf v. Mailand, Walter v. Offenbach u. Münch v. Marburg; Hrn. Kfl. Bastelt u. Weigel v. Biedenkopf.

Im Stern: Jungf. Klein v. Heinzen; Hr. Flörsheim, Hndlsm. v' Kirtorf; Jngfrn. Rühl v. Kirchhain u. Constantin v. Herbstein; Hrn. Priv. Wyand v. Herbstein, Griedel, Fey, Hinkel, Stroh u. Heyer v Heinzen-, Hr. Noll, Fuhrm. v. Münchhausen; Frl. Pfeifer v Gladenbach: Hrn. Fuhrt. Krümmelbein v. Sachscnberg u. Koch v. Battenfeld; Hr. Seibert, Hndlsm v. Roda.

Zn den Privathäusern.

Bei L. Rothenberger Wttb.: Hr. L. Levi u. Tocht. v. Colmar. Bei Hrn. Rend. Bieler: Frl. Weigand v. Homburg. Bei Fr. Forst- Rentmstr Schott: Hr. Schott, Oec. v. Grafenbruch. Bei Wttb Böck: Hr Böck, Priv. v. Blofeld. Bei Hrn. Buchdruckcreibes. Merck: Frl. Leychecker v. Darmstadt. Bei Hrn. Lehr. Römer: Fr. Pfannmüller v. Romrod. - Bei Fr. Secr. Bapst: Hr. Bapst, Kfm. v. Frankfurt. Bei Hrn. Scrib. Wilker: Hr. Weth, Krsfrstr. v. Stoppelberg, Hr. Kletz, Metzg. v. Friedberg u. Hr. Klöß, Priv. v. Langgöns.

CiseNhshN-KkschtbNiefe sind zu haben bei G. W. Brühl I.

am Kanzleiberg.

Wären die Verfasser des Artikels in Nro. 9 und 10 des An- \ zeigcbiattcs mit dem Gedanken umgegangen, die Zustände der hie- | sigen Volksschulen, soweit cs Lehrgegenstände und Unterricht be­trifft, zu beleuchten, so hätte dies gewiß nicht allein bei den ge- i sammle» Einwohnern Gießens Anklang gefunden, es Härten sich vielmehr die Verfasser auf einem Felde bew'egt, von welchem sie wenigstens Keiininiß haben sollten, und sie wären auch dann wohl zu Resultaten gekommen, bei welchen sie in ihren eigenen Busen hätten greifen müffen. Da sie aber auf das Feld der Ver­waltung sich gewagt, so ist cs wohl kein Wunder, wenn es ihnen wie einem gewissen auf dem Eise geht. Damit sie aber nicht, wie dieser fallen, so wollen wir ihnen ein Weniges unter die Arme greifen und nachhelfen.

Die Lehrer selbst sind bei hiesiger Stadt so gestellt, wie in we­nigen Orten des ganzen Landes, und trotz ihrer hohen Besoldun­gen *) sagt man nicht, daß einem Jeden derselben 45 fl. für Hei­zung vergütet werden; es ist dies vielmehr eine Thatsache. Daß man damit genug Holz auschaffcn und die Heizung so besorgen kann, daß die Kinder nicht uöthig haben, zu frieren, ist woht Je­dem einleuchtend; doch aber will sich Niemand zum Feueranmacben in den Oefen gewisser Schullehrer hergeben, weil cs selbst hierzu an Holz fehlen soll. Die Herren Lehrer reden davon, daß sie ihr

*) Die Stadt bezahlt jährlich 15319 fl. an Lehrer für Besoldungen.

Holz den zuin Anmachen des Feuers nöthigen Personen preis - geben müßten; sie können aber doch wohl nicht verlangen, daß diese gegen einen Gulden Vergütung pr. Jahr auch noch daö Holz stellen! Folglich muß es ihnen von den Herren Lehrern gegeben werden. Es wohnt freilich nur ein Lehrer in der Schule, und dies aus sehr nahe liegenden Gründen; sollte aber einmal die Stadt die Schullokalc zum Unterricht für die Kinder nicht mehr nöthig haben, dann könnte man sie vielleicht für die Lehrer verwenden und dann Alic in dem Schulhause wohnen lassen. Oder verlangen die Herren wohl Wohnungen gebaut"? Es ist Platz genug hierfür im Oswald'schen Garten, und es ist vielleicht nur um eine Ein­gabe bei dem Stadtvorstand zu thun. Daß aber ein Lehrer im Schulhause wohnt, ist so nöthig wie nützlich, denn ohne dessen Aufsicht hätte vielleicht gerade die hier erwähnte glimmende Braun­kohle Ursache zu einem Brande und großem Verluste für die Stadt gegeben. Die Herren Verfasser des Artikels hätten übrigens diese Kohle nicht erwähnen sollen; denn nach eingezogenen Erkundigun­gen war es Herr Beck selbst, welcher aus übel angebrachter Spar­samkeit die angebrannte Kohle beim Schluß der Schule aus dem Ofen zog und wegging. Wäre nun die Aufsicht in dein Schul­hause einem weniger zuverlässigen Manne anvcrtraut gewesen, so hätte die Unachtsamkeit des Herrn Beck ein großes Unglück zur Folge gehabt. Die Realistrung des Vorschlags, dem in der Schule wohnenden Lehrer das Anmachen des Feuers und die Ueberwa-