Ausgabe 
1.9.1852
 
Einzelbild herunterladen

449

1799) Wieseck.

Freitag den 3. Sept. d. I., des Nachmittags, soll das GraS von den Wiesen der Carl Müller's Erben sogleich nach der Verstei­gerung des Grases von den herrschaftlichen

Wiesen in dem Schieffer'schen Garten »er« steigert werden.______________________________

Feilgeboten.

1796) Gießen. Schönes Walzen- Stroh verkauft PH. Katt re in.

1699) Friedberg.

Rheinwein

von sehr angenehmem Geschmack zu 18 fl. die Ohm, bei Christian Hecht j in Friedberg.

1784)

schwerster Qualität zu wirklich billigen Preisen während dem hiesigen Markte kaufen will, bemühe sich in den Gasthofzum Einhorn."

Von einem bedeutenden Hause, das zur Fortbeschäftigung seiner sehr zahlreichen Arbeiter bedeutender Kapitalien bedarf, die bei der jetzigen Geschäftsstockung auf regelmäßigem Wege nicht eingehen, sind dem Kaufmann Sowie; zu Berlin sehr bedeu­tende Posten Leinen-Waaren mit dem Auftrage übergeben worden, solche schleunigit gegen baar umzusetzen. Um den Absatz aufs Stärkste zu foreiren, ist vom Auftraggeber Ordre gegeben, nach allen bedeutenden Plätzen Sendungen zu machen, und so ist auch während dem hiksiaeu Markte ein Theil jener Maaren aufgestellt, zu dessen Besichtigung ein geehrtes Publikum um so mehr sich veranlaßt sehen dürfte, als hier keineswegs solche Waaren feilgeboten werden, wie sie gewöhnlich auf Messen offerrrt sind, sondern nur wirklich gediegene, wie man an Kunden zu verkaufen gewöhnt ist, und die bei geeigneter Behandlung wohl ein Menschenleben auszuhalten im Stande sind. Was die Billigkeit betrifft, so kann mit Sicherheit vorausgesetzt werden, daß unten folgender Preis-Courant allen Anforderungen mehr als genügend erscheinen wird, um aber auch in Betreff der Güte der Waaren jedem Vorurtheil im Voraus zu begegnen, zumal bei den vielfachen Täuschungen, die seit Jahren im Leinenhandel vorgekommen, und wohl fühlend, daß man einem Fremden nicht sofort Vertrauen schenken kann, wird ... , , . ,

1) Zweihundert Gulden als Prämie dem zugesichert, der in irgend einem Stück Leinwand die geringste Ber- mischnng von Baumwolle vorfindet; ,

2) unter das einzig sichere, von dem Verein für Gewerbfleiß in Preußen prämiirte, von der Regierung veröffentlichte Mittel, wie jeder in 10 Minuten sich überzeugen kann, ob in einem Gewebe Baumwolle befindlich oder nicht. Mittel, Baum­wolle aus einem Gewebe herauszufinden: Man nimmt einen Streif Leinwand, wäscht in heißem Seifenwasser die Appretur heraus und läßt ihn an der Luft trocknen, legt ihn dann 1 */2 2 Minuten in concentrirte Schwefelsäure (in jeder Apotheke für 3 Kreuzer) und drückt daun zart zwischen Löschpapier die Klebrigkeit ab, alsdann sind die baumwollenen Fäden verschwunden und die leinenen bleiben zart und weiß zurück.

Preiscourant 31t unbedingt festen Preisen:

Ein Stück Leinwand zu Arbeitshcmden, ä Stück 4 fl.

Ein Stück Leinwand zu 12 Hemden (reines Leinen), früher 18 fl., jetzt 14 fl.

Ein Stück Genter Leinen zu 12 Oberhemden (reines Leinen), früher 27 fl., jetzt 18 fl.

Ein Stück seine Courtray-Seinen zu 12 Oberhemden (reines Seinen), früher 40 fl., jetzt 26 fl.~

Andere feine Sorten reines Leinen, ä Stück 12 Hemden, früher 60 und 90 fl., jetzt 36 und 45 fl.

Ein fein Damast, rein leinen Gedeck, ä 12 Servietten, früher 42 fl., jetzt 24 fl.

Ganz feine Doppeli-Dauiast, reines Seinen, ä 12 Servietten, früher 48 fl., jetzt 32 fl.

Rein leinen feine weiße Sacktücher, das halbe Dutzend zu 2 fl. 12 fr.

Rein leinen prima weiße Sacktücher zu sehr billigen Preisen.

Handtücher in rein Seinen, sowie rein leinen Kaffeedecken zu außerordentlich billigen Preisen.

Eine Partie Atlas-Tücher für Herren und Damen, früher 3 fl., jetzt 1 fl. 12 fr. daS Stück.

Eine Partie Perl-Leinwand, mit etwas Baumwolle gemischt, zu sehr billigen Preisen.

Geschäftstrcibenden in diesen Artikeln, so wie Privat Herrschaften, die Einkäufe über 100 fl. machen, gewähre ich kaufmännischen Nabatt.

Der En gros-^crfmif beginnt des Morgens 7 Uhr, der votnll-Berkanf nm 8 Uhr und währt ununterbrochen bis Abends 8 Uhr.

LVwäez aus Berlin. .

Das VerkaufsloM ist einzig und allein im Gasthofe zum Einhorn.

Bemerkt wird, daß mir der Verkauf obiger Waaren in dem genannten Locale nur für die Dauer des Markt-Tages (Mittwoch) gestattet ist.

Gießen

er reine Leinwand