Ausgabe 
29.3.1851
 
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und Privat - Bekanntmachungen

Gerichtliche

Edictalladungen.

344) Gießen. Gr. Hess. Hofgericht der Pro­vinz Oberheffen hat über das Vermögen des Fri­seurs Christoph Oppermann in Gießen den formellen ConcurS erkannt, es werden daher Alle, welche aus irgend einem Grunde Ansprüche an die Masse bilden wollen, aufgefordert, dieselben so gewiß Montag den 28. April l. I.,

Vormitlags 9 Uhr, dahier geltend zu machen, als sie sonst ohne Prä- clusivdecret von der Masse ausgeschlossen werden.

In dem Termine soll die Güte versucht, ein Gläubigerausschuß und ein Curator gewählt^ werden und wird von den nicht erschienenen Gläubigern angenommen, daß sie der Mehrzahl der erschienenen beigetreten seien. Bemerkt wird, daß nach dem aufgenommenen Vermögensverzeichniß die Masse zur Befriedigung der privilegirten Gläubiger nicht hin­reicht.

Gießen den 7. Februar 1854

Gr. Hess. Stadtgericht Muhl. H a b e r k o r n.

435) Grünberg. Konrad Burgs Eheleute von Obergrubenbach, später zu Ruppertenrod wohnhaft, haben nachstehende in der Gemarkung Niederohmen gelegene Grundstücke:

XXIV XXIV , XXIV

-T---------und -------

3.4.5.6.7.8-, 3,75 u. 2,75 3,73 u. 2,73.

an Johannes Mootz auf der Obergrubenbach ver­kauft, vermögen aber daS Eigenthum dieser Grund­stücke nicht urkundlich nachzuzeigen.

Auf deren Antrag werden daher alle diejenigen, welche Eigenthums- oder sonstige dingliche An­sprüche daran bilden zu können glauben, hiermit öffentlich aufgefordert, diese ihre Ansprüche sogewiß binnen 60 Tagen bei dem unterzeichneten Landge­richte geltend zu machen, als sonst hierauf keine Rücksicht genommen, und der darüber beantragte Kaufbrief ausgefertigt und bestätigt werden wird.

Grünberg den 28. Februar 4851.

Gr. Hess. Landgericht das.

Welcker. Dr. Ortwein.

Besondere Bekanntmachungen.

602) Gießen.

Forderungen an die Siadtkasse vom Jahr 1850.

Diejenigen, welche aus dem Jahre 1850 noch For­derungen an die hiesige Stadtkasse zu machen haben, z. B. für Octroi-Rückvergütung von Getränken, Arbeit für die Laternenanstalt re., werden hiermit aufgcfordert, die dcsfallsigen Verzeichnisse und Rech­nungen, mit den erforderlichen Attestationen verse­hen, zur Decretur auf der Bürgermeisterei baldigst

abzugeben, indem die Rechnung für 1850 in der Kürze geschlossen wird.

Gießen den 28. März 1851.

Der Bürgermeister ______________H ch. Ferb er.

Gießen.

Feldstrafcnerhebung.

Die Erhebung der Feldstrafen von der I. Periode 1850 (Strafen vom 20. Novbr. 1850 bis 20. Ja­nuar 1851) findet zwischen dem 1. und 15. April d. I. ohne Mahnung statt, und zwar an den Zahl­tagen Dienstags und Samstags.

Gießen am 27. März 1851.

Der Gr. Hess. Nentamts-Vicar des Rentamts Gießen.

Siebert._____

580) Königsberg. Die gewöhnliche Straße von Königsberg nach Gießen steht oberhalb der Ober­mühle im Bau, und kann vor weiterer Bekannt­machung mit Fuhrwerk nicht passirt werden. Wer genöthigt ist, den Weg mit Fuhren zu passtren, muß in der Bieber, wie es der Plock bezeichnet, nach Königsberg die Straße durch den Rothenberg, einschlagen.

Königsberg am 26. März 1851.

Der Bürgermeister Krauskopf.

Versteigerungen.

603) Gießen.

Versteigerung eines Grundstücks am Nahrungsberge

Auf freiwilliges Ansuchen des Johann Muhl da­hier soll nächsten

Dienstag den 1. April, Nachmittags 2 Uhr, auf hiesigem Rathhause der demselben gehörige Gar­ten am Nahrungsberg Pag. ii. Nro. mKlftr.

alt neu.

5 256 136 neben Joh. Bierau und L. C.

Burkhard

öffentlich an den Meistbietenden versteigert werden. Der Zuschlag wird, sobald daS Taratum erreicht ist, ertheilt; im andern Falle wird eine vorläufige Verpachtung desselben versucht werden.

Gießen den 28. März 1851.

Der Bürgermeister Hch. Ferber.__

560) Königsberg.

Holzversteigerung im Revier Königsberg. Dienstag den 1. April, von Vormittags 9 Uhr an, sollen in den Domanialwald-Districten Neuhaag,