Ausgabe 
29.3.1851
 
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AnMgMatt

der

Stadt und des Regierungsbezirks Gießen.

jts, 26. Sonnabend den 29. Marz H.8ÄZ«

Erscheint wöchentlich zwei Mal: Mittwoch und Sonnabend. Preis der IahrqanqS für Einheimische I ft 30fr., sstr AiiSwürtiae inrl. Postaufschlag 1 st. 42 Er. AuSwürtS adonnirt man stch bei allen Postämtern. 3n Gießen bei der Erped. (Eanzleiberg i.it, B. >Jir. 1.) EinrücknngSgebübr für die gehaltene EorvnS,eile 2 fr.

Amtlichem Therl.

2944. Gießen am 25. März 1851.

Betreffend: Das Nachwemingsblireau für Auswanderer in Bremen.

, Die Großherzoglich Hessische

-U e g l e r n n g s - C o m m i s s l o n

des Regierungsbezirks Gießen

an sämmtlichc Gr. Bürgermeister des Negicrungsbczirks.

Die im Abdruck beifolgende Veröffentlichung der Direction des Nachweisungsbüreauö für Auswan- erer in Bremen ist nns von Großh. Ministerium des Innern unter der Aufforderung der Verbreitung derselben mitgelheilt worden. '

anfmerkstim ^zu^mach" ^rc ^"^wandernden Gemeinde-Angehörigen auf diese gemeinnützige Anstalt

K n ch l e r.

Das Uachweisungsbüreau für Auswanderer iZL Sremen

A stus dem Vewuptfeyn einer jetzt Ziemlich allgemein anerkannten, hier schon seit Jahren wirklich geübten 11 b c dbrvorgegangen der nämlich, den Auswanderern nicht allein eine möglichst gute und billige t cbersahrt, sondern auch sonst denjenigen Schutz, den Rath, die Hülfe zu gewähren, deren sie oft so bedürf­tig sind und doch in der gewünschten Weise bisher meistens ermangelten. Bremen hat den als Vcrschif- stlngsplatz für Passagiere erlangten Ruf durch seine zahlreichen vortrefflichen Schiffe, die Kunde und Huma­nität seiner Seefahrer, zweckmäßige Gesetze und die Sorgfalt der Behörden, letztere zu überwachen, gegründet; neuere Einrichtungen, unter denen das im vorigen Jahre eröffnete großartigeAuswanderungs- haus zu Bremerhaven einen ehrenvollen Platz einnimmt, befestigten denselben. Aber die Erkenntniß, das? es dem Interesse, wie der in fraglicher Beziehung erlangten Stellung unseres Staates entspreche, auf der bctretmen Bahn voranzugehen, mußte zu weiteren Anstrengungen auffordern.

. . Die gedachten Vorzüge Bremens haben gegründete Klagen Seitens der von unserem Hafen ans expe­rt f? k ^"dwanderer höchst selten zugelassen. Nichtsdestoweniger sind mitunter durch eine geringe Bckannt- ltr ^"^i"">enden Auswanderer mit den betreffenden Verhältnissen hin und wieder wirklich Unzu- Fürsörge bezweck^d^b^' Diesen vorzubeugen, hat die hiesige Handelskammer das, lediglich uneigennützigste

Nachweisnngsbureau für Auswanderer gegründet, dessen vom Senat bereits obrigkeitlich genehmigte und anfalle Art erleichterte Wirksamkeit im Marz d. I. beginnen wird. '