154
Cours der Staats-Papiere. Frankfurt, den 3. März 1851. (Schluss der Börse.)
pCt.
Papier
Geld
pCt.
Papier j Geld
Gestreich . .
Metalliq. Obligat. . .
5
74-/,
747,
Baiern . . .
Obligationen.....
37,
88-/.
887.
ditto ditto . . .
47,
65%,
64'7.«
Würtemberg
Obligationen b. Roths.
37,
857,
857,
,,
ditto ditto . . .
4
587*
577.
Neue Würtemberg.
47,
1007,
997,
Bank-Actien.....
1162
1157
Nassau . . .
Obligationen b. Roths.
37,
907,
90>/,
»
fl. 250 Loose 1>. Roths, fl. 500 „ ditto
Bethmann. Obligat.
47,
93 1547,
927,
154
Frankfurt. .
ditto ditto
fl. 25 Loose .....
Obligationen.....
3
24% 827.
24%
ditto ditto
——
—
ditto v. 1839
37,
94-/.
947.
Preussen . .
Staatsschuldscheine
37,
86
85'/,
ditto v. 1846
37,
927,
92-/,
Darmstadt .
Prämienscheine fl. 50 Loose . . . . .
757,
128 75%
Holland. . .
Taunusbahnactien . .
Integrale .......
271
308 57-/,
306
57%
fl. 25 ditto......
27-/,
277,
Holländische.....
4
—W»
Obligationen . . , . .
37,
88
877,
ff
Syndicats.......
37i
—
—
ditto.......
4
9*7.
937.
Spanien. . . Polen ....
Innere Sch. neue Obi.
3
33--/°-
Baden ....
ditto.......
Obligationen v. 1842
47,
37,
98-/.
85
987. 84-/.
fl. 300 Lott. Loose Rth. Obligationen de fl. 500
4
82-/.
82-/,
::
fl. 50 Loose .....
fl. 35 Loose v. 1845
55
33
541/, 32-/.
Russland . .
in R. fl. 2. b. Grün, et C. ditto b. Stieglitz et C.
4
Gold.
Pistolen ....... Pr. Friedrichsd’or .
Holl. 10 fl. Stücke . Rand-Ducaten . . .
20 Francs-Stücke . Engi. Souverains . . Gold al Marco . . .
1 -.................. -
fl.
9
9
9
5
9
11
375
kr.
331/, 577, 437, 34
257i 48
_
Silber.
Laubth., ganze . . .
Preuss. Th al er . . .
5 Frankenthaler . . Hochhaltig Silber . Gering- u. mittelh.
Disconto !'/, G
fl. kr.
1 457.
2 21'/.
24 28
eld.
Diverse Actien und Loose.
Kurhessische Loose . . .
Sardinische Loose ....
Cöln-Aachen........
Cöln-Minden........
Ludwigsb.-Bexbach ....
Frdr.-Wilhs.-Nordbahn . .
A. Sulzbach, he
Brief
32% 831/.
82>/.
39%
eid. Ma
Geld
32‘/, 827.
81’/.
39-/, kler.
Zur Unterhaltung und Belehrung.
Dänemarks Ackerbau.
Die „Morning chronicle“ enthält einen länger» Brief über die landwirthschastlichen Verhältnisse Dänemarks, der auch für uns von besonderem Interesse sein dürfte, da jenes Land in den letzten Jahren trotz seines kleinen Umfangs zu einen bedeutenden Rivalen für die deutschen Ostseeprovinzen in Betreff der Ausfuhr von Ackerbauproducten herangewachsen ist. Wir geben aus demselben deshalb in Folgendem einige Notizen.
Im Jahr 1849 nahm das eigentliche Dänemark unter den Ländern, welche Getreide in England einführten, die dritte Stelle ein. Nach den officiellen Ueberstchten kamen von Nordamerika: an Getreide und Mehl 1,834,000 Quarters, von Preußen 1,364,694 Quarters und von dem eigentlichen Dänemark 1,320,571 Quarters. Die „Morning chronicle“ macht dabei darauf aufmerksam, daß das Königreich Dänemark nur ’/äo so groß ist, als die Vereinigten Staaten, und nur */s der Größe Preußens hat. Allerdings ist hierbei zu erwähnen, daß die Statistiken des englischen Handelsamtes in Betreff Preußens ungenau sind, da in denselben nur die Ausfuhr preußischer Häfen als Preußens Ausfuhr in Betracht genommen ist, während bekanntlich ein großes Quantum von den Ackerpro- ductcn des östlichen Theils von Preußen seinen Weg nach England über Hamburg nimmt, und die Ausfuhr der Rheinprovinz und Westfalens, als durch andere Länder transitirend, gar nicht in dieser Gesammtsumme mit inbegriffen ist. Dagegen sind aber natürlich die
großen Massen von landwirthschastlichen Erzeugnissen, welche von Rußland und Russischpolen ihren Weg über preußische Häfen nach England nehmen, in dem in der englischen Statistik angegebenen Quantum enthalten, wodurch jene Angabe dem wahren Betrage ziemlich nahe kommen mag.
Nach den statistischen Tabellen der dänischen Regierung betrug die Gesammtausfuhr an Getreide aus dem eigentlichen Königreiche im I. 1820 nach englischen Quarters 270,477, 1826 schon 406,020 Quarters. Im I. 1846 war diese Ausfuhr schon auf 1,076,756 Quarters gestiegen und erreichte 1848 die Summe von 1,365,970 QuarterS, war also fünf mal so groß als 1820.
Die Ausfuhr des Zollvereins an Getreide bleibt dagegen sehr schwankend, sie betrug im I. 1834: 4,230,138 Scheffel, 1840 : 9,622,292 Scheffel, 1846: 5,528,511 Scheffel.
Nach dem nationalöeonomischen Werke des Prof. Bergsoe in Kopenhagen verhält sich im eigentlichen Dänemark das besäete Land zu dem nicht besäeten wie 1 zu 4,15.
Was die verhältnißmäßige Fruchtbarkeit der verschiedenen dänischen Landestheile betrifft, so läßt sich im Allgemeinen annehmen, daß die Inseln Fühnen, Langeland, Falster und Laaland die fruchtbarsten sind. Obgleich in denselben Sand- und Lehmboden in jeder Abstufung abwechseln, so herscht doch der Lehmboden vor. (Schluß folgt.)
Druck und Verlag der G. D. Brühl'schen Buch- und Steindruckerei,


