Ausgabe 
5.2.1851
 
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83

Ruhl, Pries u. Emmerich v. Mardorf, Scharbier ö. Oben, Herr v. Darmstadt, Scharte ». Saarbrück, Pstnger v. Betzing, Spier v. Widdelsberg, Grau ». Kleinseelheim, Goldschmidt v. Neustadt, Bücking ». Battenfeld, Blumen­thal v. Homberg, Weimer v. Schlitz, Grab D. Alsfeld, Ploch v. Allendorf, Fink v. Speier u. Schudl v. Melsungen

In den Privathäusern.

Bei Fr. Hofger.-Rath Danz: Irl. Follenius 0. Er. bach. Bei Hrn. Dekateur Hosch: Frl. Rott v. Bieden­kopf.

Cours der Staats-Papiere. Frankfurt, den 3. Februar 1851. (Schluss der Börse.)

ditto

1 ditto

ditto

Preussen .

Darmstadt .

Baden .

Diverse Actien und Loose.

Brief

Geld

kr.

fl.

Silber.

11. | kr.

Gold

9 ! 30-/.

Disconto 17, Geld.

A. Sulzbach, beeid. Makler.

807, 38

317, 317,

9

9

5

9

11

372

1

2

24

80 37*/,

32

35

Laubth., ganze . . . Prcuss. Thaler . . . 5 Frankenthaler . . Hochhaltig Silber . Gering - u. mittelh.

Kurhessische Loose . Sardinische Loose . . Cöln-Aachen Cöln-Minden Ludwigsb,-Bexbach . . Frdr.-Wdhs.-Nordbahn

Pistolen

Pr. Friedrichsdor Holl. 10 fl. Stücke Rand-Ducaten . .

20 Francs-Stücke Engi. Souverains . Gold al Marco . .

56

40

30

23

40

45'/( 207, 28

Prämienscheine fl. 50 Loose .....

fl. 25 ditto......

Obligationen.....

ditto.......

ditto.......

Obligationen v. 1842 fl. 50 Loose .....

fl. 35 Loose v. 1845

Bank-Actien.....

fl. 250 Loose b. Roths. ,fl. 500 ditto Bethmann. Obligat. | ditto ditto . Staatsschuldscheine

Gestreich . . Metalliq. Obligat, ditto .

pct.

Papier\

Geld

5

74V,

737,

47,

64"/.°

647.°

4

57'/2

57 1

1070

1068 !

917*

907.

47,

37,

85'/,

84%

128

747,

747,

287,

28'/,

37,

88

877,

4

917,

91

47,

967,

967.

37,

837.

837.

537,

53

1 33Vg

327,

pCl.

Papier

Geld

Baiern . . .

Obligationen .....

37,

85-/,

85 1

Wirtemberg

Obligationen b. Roths.

37,

84'/,

84

Neue Würtemberg.

47,

987.

98'/.

Nassau . . .

Obligationen b. Roths.

37,

897,

89'/.

ditto ditto

fl. 25 Loose.....

24 7,

24'/,!

Frankfurt. .

Obligationen.....

3

82

ditto v. 1839

37,

94'/,

94

ditto v. 1846

37,

927,

917,

Taunusbahnactien . .

306

304

Holland. . .

Integrale .......

27,

57'4

57

Holländische.....

4

Syndicats.......

37,

___

Spanien. . .

Innere Sch. neue Obi.

3

33'7.°

33'7.°

\Polen ....

fl. 300 Lott. Loose Rth.

Obligationen de fl. 500

4

82

817,

Russland . .

in R. fl. 2. b. Grün, et C.

ditto b. Stieglitz et C.

4

Zur Unterhaltung und Belehrung.

Reiseskizzen aus Californien.

Californische Wegelagerer.

--Es war etwa 10 Uhr Vormittags, als ich Amatitlan verließ. Der Weg führte durch eine einsame Hügelreihe, die, mit kurzem Gesträuch und langem gelben Gras bewachsen, ein recht trauriges Ansehen hatte. Vor und hinter mir war kein Mensch zu sehen, nicht einmal ein Arriero mit seinen zwei oder drei Eseln. Ich ritt gemächlich vorwärts, und alö ich zu meiner Rechten eine tiefe Schlucht ge­wahrte, dachte ich bei mir selbst:Das ist ein präch­tiger Platz für einen Räuber, um einem Reisenden aufzulauern; besser ich hätte mein Pistol geladen? Ich hatte cs nämlich gerade vor Tequila abgeschossen. Aber kaum war mir der Gedanke durch den Sinn gefahren, als es sich in einem Busche zur Seite des Weges regte. Ich wandte mich plötzlich um und im Nu war mir der Doppellauf einer Muskete vor Augen, so nahe und so sicher gerichtet, daß ich die Kugel auf dem Grunde hätte sehen können. Der Mann, der die Waffe hielt, hatte einen wilden Blick und trug ein rosenfarbenes Kallikohemde und weiße Pantalons. Auf meiner anderen Seite stand ein zweiter, ebenfalls eine Doppelflinte in jener bedenk­

lichen Richtung haltend, und int Hintergründe erschien ein dritter. Ich war wie eine MauS, die nichts Böses ahnt, in die Falle gerathen.

Herunter mit Euern Pistolen," rief der Erste. Aber Alles hatte sich so schweigsam und so plötzlich begeben, daß ich noch einen Augenblick still saß, bevor ich zu dem Bewußtsein meiner Lage kam.Herunter mit Euern Pistolen und steigt ab," rief es wieder, und die Flintenläufe rückten näher an meine Brust. So dringend aufgefordert ließ ich in der That mein einziges Pistölchen sinken, zumal da es nicht geladen war, und stieg vom Pferde. Die Räuber, immer auf dem Anstand, befahlen mir jetzt mein Pferd vom Wege abzuführen. Wir stiegen die Bergschlucht hinunter und hielten hinter einem Gebüsch an, wo man vom Wege aus nicht gesehen werden konnte. Einer von den Kerlen ging zurück, wahrscheinlich um Wache zu halten. Die Andern, immer noch nach mir zielend, hießen mich auf die Erde nieder­legen, mit dem Gesicht nach unten. Ich kann nicht sagen, daß ich in Angst war; ich bin immer des Glaubens gewesen, daß der Tod seinen Schatten vor sich vorauSwirft, und daß wer durch Gewaltthat um­kommen soll, bevor ihn der tödtliche Schlag trifft, von einem Kälteschauer durchrieselt wird. Da mich nun nichts dergleichen anwandelte, so war ich gewiß,