Ausgabe 
23.2.1850
 
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11§

Letztere sind gebeten, Vorstehendes in ihren Gemeinden öffentlich bekannt zu machen, jene Anmel­dungen zu sammeln und sie dem Bureau des Vereins nach Verlauf jenes Termins alsbald zukommen zu lassen.

Laubach den 8. Febr. 1850.

Der Präsident des landwirthschastlichen Vereins von Oberhessen. Otto, Graf zu Solms-Laubach.

Polizeiliche Bekanntmachungen.

Das Beschneiden der Hecken betreffend.

Die Garten- und Feldbesitzer der hiesigen Gemarkung werden auf die bestehende Vorschrift: »wonach die Hecken, insofern sie nicht an Wiesen grenzen, bis zum 15. März auf 5 Fuß Hohe und 2 Fuß Breite zurückgeschnitten werden müssen, und dieses im Laufe des Monats September zu wiederholen ist,"

unter dem Anfügen aufmerksam gemacht, daß die Nichtbefolgung dieser Vorschrift einer Strafe von 30 kr bis 1 fl. unterliegt.

Gießen am 21.. Februar 1850. Der Bürgermeister-Vicar

__________________________________________Rühl._______

Die Vertilgung der Raubennester betreffend.

Bei dem Herannahen des Frühjahrs bringe ich die bestehende Vorschrift:

»wonach sämmtliche Grundeigenthümer, Nutznießer oder Pachter von Grundeigenthum bis zum 1. April l. I. bei Vermeidung der durch den Art. 80 des Feldstrafgesetzes vom 21. September 1841 bestimmten Strafe von 2 Kreuzer, für jedes einzelne bei der demnächstigen Visitation vor­gefunden werdende Raupennest, auf ihrem Grundbesitz rc. die Bäume, Zäune und Gesträuche von den darauf befindlichen Raupenneftern zu reinigen haben,"

zur Befolgung hierdurch in Erinnerung.

Gießen am 21. Februar 1850. Der Bürgermeister-Vicar

Rühl.

Gefundene Gegenstände.

Ein brauner Schleyer, ein Schuh und ein kleiner Schlüssel sind gefunden und auf Gr. Polizei- büreau dahier abgegeben worden.

Gießen am 22. Februar 1850.

Versteigerungen.

218) Gießen.

Montag den 25. d. Mts., Nachmittags 2 Uhr, . soll auf dahiesigem Ralhhaus die zum Nachlaß des Johannes Dauernheim dahier auf freiwilligen An- trag der Wittwe und Kinder gehörende Hofrairhe, als:

Grundb. lUKlftr.

'/s27 3 Hofraithe in der Schloßgasse

neben Heinrich Wilh. Schlund Stall und Mistenstätte,

zum dritten und letztenmal öffentlich meistbietend versteigert werden.

Gießen den 12. Februar 1850

Der Beigeordnete Rühl.

202) Gießen.

Montag den 25. d. Mts., Nachmittags 2 Uhr, sollen auf dahiesigem Rathhaus die zum Nachlaß

des Seilers Philipp Berger dahier gehörende Im­

mobilien, als:

Grundb. QlKlftr.

Zosels 278 Grabgarten hinter dem Stock­

haus,

28, 231) Acker im Altenfeld aus das

/19'3 232 i Bruch,

,s/184 330 Acker zwischen dem Saud- und

Erdkauterweg,

33/164 68 Acker am Nahrungsberg,

nochmals offenilich meistbietend versteigert werden.

Gießen den 4. Februar 1850.

Der Beigeordnete

R ü h l.

295) Gießen.

Versteigerung von Pappelholz.

Freitag den 1. März d. I., Bormittags 9 Uhr, soll eine bedeutende Quantität durch Ausästen der Pappelbäume auf der Straße von Gießen nach