522
Novelle von Be^nd G « s e sk» (Fortsetzung.)
Stolz wandte er sich von dem Förster ab, der ein Paar Worte der Entschuldigung murmelte. Damals wäre es mißlich gewesen, an dem Worte eines cavalier- mäßig gekleiveten Herrn zu zweifeln, auch fand sich hier gar keine Ursache dazu. Es war aber dies Intermezzo störend für den Ehrenhandel, welcher die Drei in den abgelegenen Wald geführt hatte. Wenn auch Herr von Falken noch erschien, wie sollte der Zweikampf in Gegenwart eines unberufenen Zeugen abgehalten werden? Der Förster wäre doch jedenfalls in der Nähe geblieben. Indessen der Erwartete blieb aus, eine hingeworfene Frage fand bei dem Waidmanne die Antwort, daß er einem Reiter begegnet sei, der auf schweißtriefendem Pferde die Richtung nach der Grenze verfolgt habe und so schien denn jeder längere Aufenthalt unnütz.
„Erlauben Sie, meine Herren!" sagte der Baron mit einer heftigen Erschütterung seines Zopfes. „Da mein Freund durch irgend ein Evenement abgehalten wird, sich zu stellen, so bin ich, sein Seeundant, er.
t e s.
bötig, ihn zu vertreten. Sie haben also mir Satis- faction zu geben."
Dieseni Ansinnen widersetzte sich Graf Lobenstein und ruhte nicht eher, bis er ein vorläufiges Arrangement zu Stande gebracht hatte. Binnen Kurzem mußte sich ja das räthselhafte Ausbleiben Fallens erklären, dann >var immer noch Zeit, die Ehrensache „cavalierement“ zu Ende zu bringen, vor der Hand konnte Althof keine Beleidigung darin sehen, daß seiner Forderung nicht gewillfahrt wurde.
Sie kehrten, nachdem der Förster sich empfohlen, zu dem Jagdhause zurück, wo des Kastellans Frau in aller Eile ein ländliches Frühstück von Eiern und Milch, Schwarzbrvd und Käse aufgesetzt hatte, welchem der mitgebrachte Rheinwein die wahre Würze verlieh. Weder der Graf Lobenstein, noch der Baron erinnerten sich, Herrn von Dellheim je in einer so ausgelassenen Laune gesehen zu haben. Auf dem Rückwege nach dem Schlosse wurde dann verabredet, welchen Grund man der so unbegreiflich frühen Spazierfahrt unterschieben solle. Der Point d'honneur sollte nicht erwähnt werden.
(Fortsetzung folgt.)
Cours der Staats-Papiere. Frankfurt, den 5. Anglist 1850. (Schluss der Börse.)
Oestreich . . ;;
»
Preussen . .
Darmstadt .
Baden ....
Metalliq. Obligat. . . ditto ditto . . .
ditto ditto . . .
Bank-Actien.....
fl. 250 Loose b. Roths, fl. 500 „ ditto
Bethmann. Obligat, ditto ditto
Staatsschuld scheine Prämienscheine fl. 50 Loose .....
fl. 25 ditto......
Obligationen.....
ditto.......
ditto.......
Obligationen v. 1842 fl. 50 Loose v. 1840 fl. 35 Loose .....
5 47, 4
3
4 47, 37,
37, 4
47, 37,
Papier Geld 827, 82 727, 72 64 637,
1212 1205
101 1007,
1557, 155 — 67
787. 777, 877, 87 — 1077,
767, 767, 287, 28 857, 847, 917, 917, 967, 96
827, 82 537, 537, 327, i 32%
Baiern . . . 'Würtemberg
Nassau . . .
Frankfurt. .
Holland. . .
Spanien . . . Polen ....
Russland . .
Obligationen.....
Obligationen b. Roths. Neue Würtemberg. Obligationen b. Roths.
ditto ditto
fl. 25 Loose .....
Obligationen.....
ditto v. 1839
ditto v. 1846
Taunusbahnactien . . Integrale .......
Holländische.....
Syndicats.......
Innere Sch. neue Obi. fl. 300 Lott. Loose Rth. Obligationen de fl. 500 in R. fl. 2.1>. Grün, et C. ditto b. Stieglitz et C.
pCt.
37, 47, 37, 37,
5
3
37- 37,
2V, 4
37, 3
4
4
Papier 847, 987, 84% 87% 1037, 25%
95% 92
297 577, 877«
33
81%
Jdeld 84 j 97%! 83%. 877, 1037,; 25% 81%; 947,1 91%' 295 57 877« 327,1 139 817»
88%
Gold.
Pistolen.......
Pr. Friedrichsd’or . Holl. 10 fl. Stücke . Rand-Ducaten . . . 20 Francs-Stücke . Engi. Souverains . . Gold al Marco . . .
fl.
9
9
9
5
9
11
382
kr.
51
56 517-
38
34
58
Silber.
Laubth., ganze . . . Preuss. Thaler . . . 5 Frankenthaler . . Hochhaltig Silber . Gering- u. mittelh.
fl.
1
2
24
kr.
457,
21
30
Diverse Actien und Loose.
Kurhessische Loose . . . Sardinische Loose .... Cöln-Aachen........
Cöln-Minden........
Ludwigs!).-Bexbach ....
Frdr.-Wilhs.-Nordbahn. .
A. Sulzbach, he
Brief
327, 347,
97 807, 42%
eid. Ma
Geld
32
337«
967,
80
42
kl er
Disconto 27,
Papier.
Druck und Verlag der G. D. Brühl'schen Buch- und Steindruckem.


