Ausgabe 
7.8.1850
 
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1635) Lich ben 5. August. DerHessische Zu­schauer" (Nr. 147) hat gegen unfern t(jenem Seel­sorger, Herrn Pfarr. Bichmann, einen Schmähartikel ausgenommen, worin sich Vie Lüge und Verläumdung in so unerhörter, gehässiger Weise breit gemacht hat, daß nicht geschwiegen weeden kann. Wahrlich, wir hätten nicht geglaubt, daß einer unserer Landsleute solcher Schandthat fähig wäre? Ach, pfui über solchen Schurkenstreich, über solche Erbärmlichkeit, da ein Pfa rrkind nicht vor dem bloßen Gedanken erschrickt, seinen würdigen Seelsorger, den es doch im Innern nich anders als achten kann, dermaßen mit Kokst zu bewerfen und von ihm zu afterreden als von einem Uebelthäter. Man möchte sich schämen, ein Sicher zu sein. Schamloser Lügner, der du jene Verläumdungen ausgestreut hast, weist du denn, was das heißt, einen Mann öffentlich und vor aller Welt des Diebstahls beschuldigen? Aber zu solchem Aergsten muß es ja wohl kommen, wenn das unruhige Gewissen seinen Haß gegen die ernste Predigt auf die Person des Predigers Überträgt und seine Wuth ausläßt, um da­mit die Wirksamkeit desselben auch für Andere zu untergraben. Müßte man nicht Letzteres befürchten, so wäre es nicht nöthig gewesen gegen eine ge­wissenlose Lüge den guten Namen eines ehrwürdigen Mannes in Schutz zu nehmen. So müffen wir und thun es, um wenigstens die Augen derer, die sich dieselben nur zu gern mit Schmutz verkleben lassen, aufzuhellen. Das weitere Verfahren gegen den Ver­fasser jenes sauberen Epos sei dem Angegriffenen über­

lassen und denjenigen Bürgern Lichs, die noch nicht alles Ehrgefühl und alle Pietät verloren haben.

Die Sache ist diese: Die Hühner des Stifts­dieners Volz hatten sich schon seit langer Zeit Hof und Garten des Hrn. Pf. B. zu ihrem Lieblings­aufenthalte ausersehen. Des ewigen Verscheuchens müde ließ Pf. B. seinem Nachbar sagen, et möge seine Hühner einhalten, widrigenfalls er sich genöthigt sehen würde, denselben durch Stümpfen der Flügel das Uebersliegen über die Hof- und Gartenmauer zu vertreiben. Keine Beachtung. Vor 8 Tagen kommt wieder ein Hühnchen übergestogen, als Pf. B. grade aus der Hinterthür seines Hauses tritt, er greift es behutsam, läßt sich eine Sckeere bringen und stümpst ihm die Flügelsvitzen. Dann will et ihm eben das Hosthvt öffnen, als der Sohn des Volz durch das Haus gerannt kommt:Was haben Sie mir meine Hühner zu stümpfen, die können hinsliegen wohin sie wollen."Das kann's nun nicht mehr erwiderte der Pf. im klebrigen verkitt' ich mit alle Grob­heiten."Sie sind noch gröber" brummt Volz, indem er fein Huhn heunträgt. Pf. B. der ihn ja ohne Weiteres in's Rügegericht hätte eintragen lassen können, wonach ihn jeder Besuch, den sein Huhn in dem Pfarrhofe und Garten gemacht hatte etlich und 20 fr. zu stehen gekommen wäre, hat ihn geschont und selbst jetzt ihn erst noch einmal durch den Bürgermeister warnen lassen. Alles klebrige in jenem Artikel ist elende, keiner Wiedetlegung wertste Lüge.

Einige Wahr heitsfreunde.

Angekommcne und abgcreistc Fremdrn

In den Gasthäusern.

Im Kappen: Hr. Schmidt, Pelzhndl. v. Carlsrnhe. Hr. Lichtenberger, Fabrik, v Dmlach. Hr. Baron v. Beten zu Dlinbau v Aachen Hr. Gründlich, Partik. v. Aachen. Hrn. Kfl. Natermann v. Bremen, Meß v. Cassel, Petro« nello v. Hanau, Merk u. Schnetter v. Frankfurt, Boß v. Laasphe, Endhofer v. Arnsberg u. Schneidet v. München. Frhr. v. Schenck v. Hermannstein. Ht. Krüger, Jnfpeet. v. Cassel. Hr. Leidhecker, Adv. v. Darmstadt. Hr. Berthold, Fabrik, v. Züpten. Hr. Schmidt, Lieutn. v. Mainz. Hr. Baskoweski, Gutsbes. v. Odessa. Hr. Dr Henkel v. Cas­sel. Hr. Pfaff, Partik. v. Darmstadt. Hrn. Kfl. Riedes v. Mainz u. Weiß v. Frankfurt. Hr. Fuchs, Oberger.-Ratb v. Cassel. Hr. Schultheiß, Maler v. Mainz. Ht. Hofmeister, Musskal.-Händl. v. Leipzig. Hr. Henrich, Hüttenbes. v. Her- genhain. Frl. Hildebrand v. Laubach.

Im Einhorn: Fr. Major v. Scheele v. Ber.in. Hr. Kilian, Hüttenbes. v. d. Kilianshütte. Hr. Boller, Reni. v. Leipzig. Hr. Winter, Ptivatm. v. Halle Hrn. Kfl. Gossi v Großenlinden, Goldschmidt v. Mainz, Hacker v. Frankfurt, Löwenbach v. Iserlohn, Boigt v. Hanau, Müller v. Zürich, Strecker v. Mainz u. Sommelius v. Alsfeld. Hr. Böhnes, Apothek. v. Berlin. Hr Baumüller, Fabrik, v. Nürnberg. Mad. Puddäus v. Göttingen. Hr. v. Schramm, Partik. u. Hr. v. Klein Lieutn. v Berlin. Hrn. Kfl. Fischet v. Mann­heim, Welb v. Mainz, Guitmann. v. Gotha, Sank v. Leip­zig, Faulbach v. Vlotho, Elison v. Erfurt u Möller v. Stuttgart. Hr. Burkhard, Oeeon. v. Isenburg. Hr. Strö­bel, Fabrik, v. Worms. Hr. Malson, Partik. o. Straßburg.

!m Prins Carl'. Hrn. Kfl. Kaiser v. Darmstadt u. Koller v. Mainz. Hrn. Oeeon. Lehr v. Rohrbach u. Krepp

vom 3. bis 6. August 1850.

v. Niederweisel. Hrn. Geschäfts!. Haas v Kedern, Schmidt v. Friedberg, Fuchs v. Wohufeld, Rad v. Marburg, Kern v. Großeichen u. Küffnet v. Flensungen. Hrn. Kfl. Lederle v. Mainz u. Pliit v. Biedenkopf. Hr. Habicht, Posth. v. Engelrod. Mar. Gerster v. Tann. Hr. Wetter, Nhrm. v. Häkbausen. Htn. Spedit. Rausch v. Großeichen, Borger v. Offenbach u Becker v. Schotten.

Im Darmstaedter Haus i HrN. Geschäfts!. Rauch v Wattenheim, Jung v Steinau, Berger v. Freienseen, Fep v. Holzhausen u. Semmler v. Mainz. Hr. Lutz, Schul« Caud. v. Lautershausen. Hr. Lang, Fabrik, v. Angersbach. Hr. Dünholzky, Chem. v Dammctsch.

Im Stern: Hr. Täschner, Buchdr. v. Alsfeld. Hr. Dankenbring, Steinh. v. Herbhaufen. Hr. Will, Barbier v. Limburg.

In den Privathäusern.

Bei Hrn. Lehrer Beck: Frl. Sehrt v. Friedberg. Bei Hrn. Crim.Richter Klingelhöffer: Fr. Becan Meyer v. Büdingen, Fr. Dr. Pfeffer v Biedenkopf u. Frl. v. Frag­stein v. Cassel. Bei Hrn. Landr. Ploch: Hr. Hofger.« Acces. Maurer. Bei Wtw. Lampus: Hr Wille, Jäger v. Kehl. Bei Hrn. Kfm. Münch: Fr. Apothek. Hcinzer- ling u. Hr. Caplan Münch v. Kirtorf. Bei Hrn. Reut« amtsvrc. Siebe,t: Hr. Siebert, Rentemtm v. Darmstadt Bei Wtw. Poseiner: Hr. Poseiner, Bananfs. v. Grün« berg. - Bei Hrn. Mess. Heper: Fr. Weinr ch v. Frank­furt. Bei Hrn. Hofger.-Protoc. Krebs, Hr. Eckhardt, Steuer-Eomm. v. Gladenbach.