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Bemerkt wird, daß auch Gebote auf den Transport dieser Schienen vom Bahnbofe zu Friedberg in die Lindner Mark geschehen können.
Gießen am 30. März 1850.
Der Gr. Sections-Jngenieur.
Eickemeyer.
525) Gießen.
Lerch enwag en-Bersteigern ng.
Die Schuhmacherzunft dahier beabsichtigt, weil sie in Besitz von zwei Leichenwagen ist, den einen, welcher bei der Versteigerung vom 10. April v. I. kein annehmbares Gebot erreichte,
Mittwoch den 3. April l. I., Nachmittags 2 Uhr, in dem Lokale in der Schulstraße einer nochmaligen Versteigerung auszusetze», mit dem Anfügen, daß diesmal bei einem äußerst annehmbaren Gebot der Zuschlag gleich ertheilt wird. Nähere Auskunft hierüber ertheilt
Gießen am 15. März 1850.
Carl Nagel I. d. Z. Zunftmeister.
Feilgebvteu.
142) Gießen. Spanische Weine dcS Herrn Fa- Bcnedica Yriartis in Cadix bei
G. Schmidtborn in Gießen.
619) Gießen. Die neuen Tapeten-Muster- karten des Herrn H. Amtmann in Mainz sind mir eben zugekommen, und empfehle ich diese zur geneigten Ansicht hiermit bestens.
Louis Labroisse.
651) Gießen. Die den I. B. Seipps Erben zu Gießen zustehende, auf dem Gleiberg gelegene Besitzung, bestehend aus einem Wohnhause, einer Scheune, einer Halle, mehren Ställen, Kellern und Gärten, soll entweder verkauft oder verpachtet werden. Der demnächstige Besitzer kann um so mehr auf vortheilhaften Betrieb der daselbst schon lange Jahre hindurch sehr besuchten Wirihschaft rechnen, als die Bewohner Gießens und der Umgegend der schönen Lage und Aussicht wegen häufig Spaziergänge dahin unternehmen. Besonders be- rnerkenswerth ist, daß in besagtem Locale neben der Wirihschaft jedes andere Geschäft mit Erfolg betrieben werden kann. Nähere Auskunft hierüber ertheilt I. B. Seipps Wittwe.
141) Gießen. Wegen Räumung meines Lagers von Cigarren offerire ich dieselben, bei Abnahme von yi0 Kistchen, zu den Einkaufspreisen und bemerke, daß bei Bündeln von 25 Stück nur ein kleiner Preisaufschlag statt findet.
G. Schmidtborn.
671) Reiskirchen.
Heu-Verkauf.
Aus der Pfarrscheuer zu Reiskirchen sind noch gegen 180 Centner sehr gutes Heu zu verkaufen.
623) Kleesamen, rother, weißer und Luzerner, in bester Waare, empfiehlt Emil Pi stör.
640) Gießen.
Empfehlung. .
Eine schöne Auswahl der neuesten Gegenstände in Gold- und Silberwaaren, besonders in Gürtelschnallen , Damennadeln , Bontons , Ohrringen, Broschen 2c., sowie in Taschenuhren habe ich wieder erhalten; zugleich verfehle ich nicht, wierderholt in Erinnerung zu bringen, daß ich stets alle in dieses Fach einschlagende Reparaturen, sowie neue Arbeiten zur Zufriedenheit meiner geehrten Abnehmer ausführen werde. I. Hanau,
Uhrmacher und Goldarbejter.
Zu vermiethen-
670) Gießen. Ein kleines Familien-Logis ist zu vermiethen bei Ferdinand Mayer am Kirchenplatz.
616) Gießen. In dem Haupthause desNeu- bauer'schen Stifts ist der dritte Stock zu vermiethen. Lusttragende wollen sich binnen 8 Tagen bei dem Curator, Hofgerichls-Advocaten Dornseiff, melden.
Vermischte Nachrichten.
637) Gießen. Die Wiederbesetzung der erledigten Aufsehersiellc in dem forstbotanischen und Forstversuchsgarten bei Schiffenberg.
Kandidaten zu dieser Stelle haben sich innerhalb 14 Tagen bei dem Unterzeichneten , welcher die Erfordernisse und Bedingungen der Annahme mittheilen wird, persönlich anzumelden.
Gießen am 26. März 1850.
Br. Heyer, Professor u. Gartendirector.
585) Giessen. Den Gymnasiasten ist gestattet, ihre Aufgaben unter Aufsicht eines Lehrers im Gymnasium zu fertigen. Es werden demnach die ver- ehrlichen Eltern, welchen diese Einrichtung angenehm sein sollte, und die ihre Söhne die Arbeitsstunde besuchen lassen wollen, gebeten, im Laufe der Ferien bei Unterzeichnetem Anzeige zu machen. Auf Schönheit der Schrift und Reinlichkeit wird besonders geachtet. Die Arbeitszeit ist von 4’/2 — 6 Uhr. Honorar: 1 fl per Mt.
Giessen den 21. März 1850.
Dr. J. Geyer, wohnhaft bei Steinhauer Schmidt, auf dem Reichen-Sand.
596) Oppenrod. 230 fl. Kirchen-Capital liegen beim Kirchenfond in Oppenrod gegen gerichtliche Versicherung zum Ausleihen vorrälhig; sie können zusammen oder auch getrennt ausgeliehen werden. Oppenrod den 19. März 1850.
Der Kirchenrechner Seibert.


