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1200) Berlin.
Zwölfter Rechenschafts-Bericht
der
berlinischen Febens-Verftchermlgs-Gesellschaft.
Am 30. vorigen Monats ist die jährliche General-Versammlung der Aclionairs der Berlinischen Lebcns-Versicherungs-Gesellschaft abgehalten, und der Abschluß des Jahres 1848 nach vorheriger statuten- mäßiger Revision vorgelegt worden.
Wir freuen uns, daß trotz der Zeitereignisse kein Rückschritt in unserer Stellung eingetreten ist, sondern noch eine geringfügige Verbesserung sich herausgestellt hat, wodurch die Höhe der Dividende des Jahres 1853 nicht der der früheren Jahre nachstche» wird.
Es gingen im Jahre 1848 527 Anträge mit zu versichernden 620,600 Thalern ein.
Zurückgewiesen wurden 93 Anträge mit 108,700 Thalern.
Es schieden 178 Versicherte mit 243,800 Thalern aus der Gesellschaft.
Aus den Versicherungen gegen Kriegsgefahr ist der Gesellschaft keine Einbuße entstanden.
Sterbfälle betrafen 108 Personen mit 235,000 Thalern.
Es waren beim Schlüsse des Jahres 1848
64 74 Personen mit Sieben Millionen 599,400 Thalern versichert.
Verluste an Kapital oder Zinsen aus der Anlegung des Gesellschafts-Vermögens erlitt die Anstalt nicht, und ist auch von denselben bis jetzt nicht bedroht.
Der jetzt zur Vertheilung kommende Ueberschuß des Jahres 1844 leistet den bei der Gesellschaft auf Lebenszeit versichert gewesenen Personen eine Dividende von 142/7 pro Cent auf die von ihnen in dieser Frist bezahlten Prämien. Solche wird den Statuten zufolge bei den von ihnen zu zahlenden Prämien in Abzug gebracht, oder baar ausgezahlt.
Die ersten vier Monate dieses Jahres zeigen gegen 1848 um dieselbe Zeit, zwar eine Abnahme in den Anträgen und Versicherungen, dagegen sind wir von Todesfällen außer Vrrhältniß verschont geblieben.
Eine hoffentlich ruhigere Zeit wird die Gemüther geneigter machen und Mittel darreichen, dem Versicherungs-Geschäfte einen neuen Aufschwung zu verleihen.
Berlin den 12. Mai 1849.
Direktion der Derlinifchen Lebens - Vcchchernngs - Gesellschaft.
C. W. Brose. C. G. Brüstlein M. Magnus. F. Lütke. Directoren.
Lobeck. General-Agent.
Vorstehenden Rechenschafts-Bericht bringe ich hierdurch zur öffentlichen Kcnntniß, mit dem ergebenen Bemerken, daß Geschäfts-Programme bei mir unentgeldlich ausgegeben werden.
Gießen den 22. Mai 1849.
Joh. Balth Stoll,
Agent der Berlinischen Lebens-Versicherungs-Gesellschaft.
1183) Gießen.
A M z e r g e»
Die Großh. Hessische 3*/2 % Obligation Lit. D. vVs 307 ä 500 fl., ist schon am 1. November 1847 durch Verloosung rückzahlbar geworden.
Zufolge erhaltenem Auftrage ersuche ich den Inhaber dieser Obligation den Betrag sofort bei mir in Empfang zu nehmen, da vom 1. November 1847 keine weiteren Zinsen mehr davon bezahlt werden. N. B u d g e.
1184) Heuchelheimer M ü h l e. Heute Mittwoch den 27. d. M.
Musikalische Unterhaltung
daselbst, von 5 Uhr an.
1196) Gießen. Ein Bursche, welcher Lust hat die Schuhmacherprofession zu erlernen kann alsbald in die Lehre treten bei
Schuhmachermeister Herbert, Lit. C. Nr. 158 auf dem Seltersweg.


