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F e i l g e b o t e n.

867) Gießen.

An - und Verkauf

von Staatspapieren, Staats-Lotterie-Loosen, standesherrlichen Obligationen Eisenbahn-Actien, Coupons bei

mit hypothekarischer Sicherheit, N. Budge, Neuenbäuen, Lit. B. JVö, 64.

941) Gießen. Guten Hafer habe wie­der erhalten und empfehle solchen zu billigem Preise.

M. H. Stern, Wallthorstraße, Lit. A. Nr. 63.

933) Gießen. Ein einspänniges Chaischen steht zu verkaufen. Wo? sagt die Erpediton dieses Blattes.

Zu vermiethen.

872) Gießen. Mein Hinterhäuschen, wel­ches 3 Zimmer, 2 Kammern und Küche enthält, ist nebst Keller, Holzstall rc. zu vermietben und kann Anfang August bezogen werden. Auch ist bei mir noch ein kleineres Logis, in 2 Zimmern, Kammer, Küche ic. bestehend, zu vermiethen und Mitte Juli beziehbar. D. Fclsing's Wtw.

932) Gießen. Eine Familienwohnung steht zu vermiethen bei A. Silbereisen.

Vermischte Nachrichten.

890) Gießen.

FeuerverPcherrmgs - Gesellschaft „Cslonia."

Nachdem der Herr Ludwig Gerh. Hast die bisher verwaltete Agentur der Colonia niedergelegt hat, so ist mir solche von der genannten Gesellschaft für Gießen nebst Umgegend übertragen worden.

Die Colonia versichert bewegliche Gegenstände jeder Art gegen feste mäßige Prämie, ohne daß der Versicherte je eine Nachzahlung zu leisten hat.

Da die Gesellschaft nach der Verordnung vom 26. November 1847 die Rechte einer inländischen Anstalt, gleich der Achen-Münchner Gesellschaft erhalten hat, so wird die Erwirkung der gesetzlichen Versicherungsgenehmigung durch mich besorgt und dieselbe durch die Gr. Regierungs-Commission ertheilt.

Die Taration der Versicherungsgegenstände findet in der Regel nicht statt. Die Vernehmung der Nachbarn fällt im Allgemeinen weg.

Die Visa der Polizei, geschieht durch den von der höchsten Staatsbehörde ernannten Special-Director der Gesellschaft, Herrn Geheimerath von Kuder zu Darmstadt.

Formulare zu Versicherungs-Anträgen, Abdrücke der allgemeinen Polizei-Bedingungen, sowie der letzt­jährige Rechnüngs-Abschluß werden bei dem Unterzeichneten unentgeldlich verabreicht, welcher zugleich bereit ist jede gewünschte Auskunft zu ertheilen.

Gießen den 9. Mai 1849. G. Schmidtborn.

944) Gießen. In dem Bürger-Lese-Club ist am verflossenen Dienstag, Abends spät, eine Pfeife mit genommen worden, der jetzige Besitzer wird gebeten, dieselbe in dem Locale selbst, oder bei der Erped. d. Bltts abzugeben, widrigenfalls sich der­jenige den übelsten Folgen aussetzen wird.

943) Gießen. Der Gr. Landgcrichtsassessor Bott zu Grünberg ist auf Beschluß des Hofgerichts zu Gießen, an Gr. Stadtgericht dahier in gleicher Eigenschaft versetzt worden. Er ist der leibliche Schwager des Hofgerichts-Asscssors Krug, der leib­liche Vetter, — Geschwisterkinds-Vetter des Hof- gcrichtsraths Wortmann, der leibliche Vetter der

Frau des Hofgeichtsraths Weber und mit dem Hofgerichtsrath Kempf und dem Direktor Klipstein ist er ebenfalls nahe verwant, resp. verschwägert. Da Bott nun ein leiblicher Vetter des Stadtgerichts­assessors Krug dahier ist, so ist auch dieser mit den oben genannten Herren in demselben Grade ver­wandt.

Hierzu kommt noch, daß Hofgerichtsrath Buff der Vetter der Frau des Hofgerichtsraths Georgi ist.

Können und dürfen die so miteinander ver­wandten Richter zusammen urtheilen und Recht sprechen und wird dadurch das schwankende Ver­trauen des Volkes zu den Gerichten nicht noch mehr geschwächt?