Ausgabe 
17.7.1849
 
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Engelrod. Hr. Reh, Privatm. t* Weilburg. 5r. Mahner, Gastw. v Hadersheim. Hr. Wolf, Schrein, v. Rastatt. Hrn. Geschästsl. Lahnstein v. Büdingen u. Reiber v Mornshausen.

Im Darmstaedter Haus: HlN. Geschästsl. SchaNg v. Stumpertenrod, Rumps v. Rennertehausen u. Strauß v. Naumburg. Ar. Schlick v Ruppertenrod. Hrn. Geschäfts!. Hermann v. Erbenhausen u Vomhoff v. Biedenkopf Hrn. Handelsl. Katzenstein u Böhm v. Heringshausen, Göbel v. Obererlenbach u. Weil v. Biedenkops. Jungfern Kindschaft v. Kirchheim u. Lössier v. Darmstadt. Hrn Geschäfts!. Reiß v. Offenbach, Bürckhardt v. Reifenberg u. Blumenthal v. Battenfeld.

im Stern: Hr. Villing, Bauschrcib. v. Hofgeismar. Hr. Lohmitz, Fuhrm. v. Berlin.

In der Hose Hrn Geschästsl. Becker ». Niedergemün- den, Muth v. Freiensteinau u. Dippel v. Wetterfeld. Hr. AßmnS, Kupserschm. v. Nidda. Hrn. Geschäfts!. Hampel v. Derbach u. Messerschm. v. Biedenkopf.

In den Privathäusern.

Bei Hrn Kfm. Gertig: Frl. Schmidtborn v. d Kröge. Bei Hrn. Wirth Pausch: Hr. Staubesand, Privatm. v. Mar­burg. Bei Fr. Landr. Knorr: Fr. Bender v. Butzbach Bei Hrn. Apoth. Witte: Fr. Doct. Witte m. Tochl. v. Okar­ben. Bei Örn. Reallehr. Dickor-: Frl. Lorenz v. Offen­bach u. Frl BommerSheim v. Gonterskirchen. Bei Hrn. Kfm Böhm: Fr. Schirm v. Caffel. Bei Hrn. N Heß: Hr. Hamburger m Fam. v. Hanau. Bei Hrn. Rcgistr, Herzberger: Frl. Rosenkranz o. Weilburg. Bei Hrn. H. Elkan: Hr. Elkan, Kfm. v. Frankfurt. Bei Fr. Sar­torius: Hr. Leick, Bäck. v. Kirchheimbolanden. Bei Hrn. G. Schultbei II.: Hr. Metzger in. Tocht , Dort v. Lauter­bach Bei Hrn. Schloffermstr Stohr: Hr. Krämer, Ge- schäftsm. v. Berleburg. Bei Hrn. Dr. Stammler: 2 Frls. Stammler v. Alsfeld u. Langermann v. Ortenberg Bei Hrn. Geh. R. v. Löhr- Hr. Fritz, Hofr. v. Freiburg. Bei Hrn. Prof. Dr Köllner: Fr. Sicbrecht v. Nordheim. Bei Hrn Hofger.-Diurnist Zimmer: Frl. Ramge v. Darmstadt.

Landwirtschaftliches.

Der Rußthau, der Mehlthau und der Rost.

Unter den Hautausschlägen der Gewächse sind, außer­dem Rost, die beiden sogenannten Thaue, die am häu­figsten vorkommenden und schädlichsten. Der Ruß­thau ist eine krankhafte Ausschwitzung der Blätter und der Stängel der Gewächse. Gewöhnlich am Ende des Sommers werden jene Theilc mit einer schwarzen Rinde bedeckt; besonders häufig findet man diese Aus­schwitzung an den Obstbaumblättern. Der Mehlthau ist ein krankhafter Zustand der Pflanzenblätter und deren Stängel, verhält sich ebenso wie der Rußthau, nur mit dem Unterschied, daß beim Mehlthau die Rinde nicht schwarz wie beim Rußthau ist, sondern weißgrau. Diese weißgraue Kruste ist mehlartig und läßt sich leicht auflösen. Geschmack - und geruchlos ist er nur anfänglich, oann nimmt er einen Geruch an, der dem Harze und Wachse ähnelt. Nach erfahrungs­reichen Landwirthen ist der Mehlthau eine Krankheit in der Färbung der Pflanzenblätter und Stängel. Ehe diese Färbung geschieht und an der Oberfläche eintritt, ist die aufgetriebene Oberhaut von blaßgrüner Farbe. Nach und nach nimmt diese Austreibung zu, und es schwitzen nun kleine klebrige Tropfen aus den Blättern, welche sich in schimmelige Flecke verwandeln, bis die ganze Pflanze eingeht. Ißt man von Gemüsepflanzen, die stark von Mehlthau befallen waren, so kann man den Tod davon haben, wenn man sic auch vor dem Kochen sorgsam äußerlich reinigte, denn bei stark ein« getretenem Mehlthau ist nicht allein d>is Blatt und der Stängel der Pflanze, sondern auch die ganze Pflanze krank, mithin ist der Mehlthau nicht nur äußerlich sondern auch innerlich. Beim Roste, der sich beim Waizen, Roggen und anderen Gctraidearten zeigt, er­

scheinen an den Halmen röthlich gelbe Pünktchen, die sich bald in Streifen bilden. Gegen die Zeit der Ernte des Kornes ic. werden diese Streifen dunkelbraun, fas! schwarz. Die damit befallenen Achren geben nur we­nig und leichte Körner. Beim Hirse ist der Rost, man könnte ihn wohl eine Art von Rußthau nennen, oft sehr stark vorhanden.

Bohnen und Würsinge vorzugsweise sind Mehlthau am meisten ausgesetzt. Ja cs kommt sogar nicht selten vor, daß diese Gemüßsorten in Gärten und auf freiem Felde nur stellenweise von diesem Thaue befallen wer­den, und andere Stellen in einem und demselben Garten oder Stück Land ganz davon verschont bleiben. Wird nun von einem mit Mehlthau befallenen Gemüse für die Küche verwandt und genossen, so ist nicht selten, daß Durchfall daraus entsteht. So kommt cs nun, daß bei Genuß von Gemüse von ein und demselben Stück Land das einemal der Gesundheit zuträglich, das andercmal genossen nachtheilige Folgen, nämlich Durch­fall erzeugt. Nach angestellten Beobachtungen kommen diese Thaue größtentheils in den Monaten Juli, August und September vor, und gerade so stellt sich auch der Durchsall in diesen Monaten ein.

Doppelte Erdbeerernte in demselben Jahre.

llni eine doppelte Erdbeerernte in demselben Jahre zu erzielen, empfiehlt Dr. Schneidcwind, nach der Reife der gewöhnlichen Ernte die Ranken, Blätter und Frucht­stiele bis dicht über dem Wurzelstock wegzuschneidcn, diesen mit frischer Erde aufzufüllen und den Pflanzen später einen Dungstoff zu geben. Hierauf sollen neue Blätter und Blüten und eine zweite Fruchternte sich cinstellcn.

Druck und Verlag der G. D. Brühl'schen Buch- und Steindruckerei.