Ausgabe 
13.1.1849
 
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Vermischte Nachrichten.

61) Gießen. Der vaterländische Verein wird nächsten Montag, Abends 8 Uhr. im Ebel'schen Kaffeehaus die Frage wegen Aufhebung des Turn- und Taris'schen PostlehnS behandeln, wozu auch Nichtvereinsmitglieder, die sich hierfür interessircn, Zutritt haben.

Gießen den 11. Januar 1848.

Der vaterl. Verein.

7) Frankfurt a. M.

Gesellschaft zum Schutze der Auswanderer nach Nordame­rika, unter specieller Aussicht der fran­zösischen Regierung.

Diese Gesellschaft, welche dem Auswanderer die größte Sicherheit verbunden mit den billigsten Preisen darbietet, befördert ihre Reisende nur durch gut gekupferte und zweckmäßig eingerichtete Dreimasterschiffe erster Classe. DiePassagicre sind einer Nachforderung niemals unterworfen und eben so wenig verweilen dieselben im Seehafen län­ger als drei Tage; auch werden solche bis zum Einschiffungsort stets von einem Agenten beglei­tet, um nöthigen Falles mit Rath und Thät an Hand zu gehen.

Bei dem großen Zn drang eer Auswanderer für das nächste Frühjahr ist es rathsam, daß Die­jenigen, welche im Februar oder März 1849 nach New-Pork auszuwandern beabsichtigen, sich jetzt schon ihre Plätze sichern, damit sie nicht zu ihrem Nachtheil zurückbleiben oder bei Schiffsmäklern die Plätze theuer bezahlen müssen.

Die Unterzeichneten schließen gültige und ge­richtlich beglaubigte Ueberfahrts - Contracte ab und geben im Uebrigen auf frankirte Briefe nähere Auskunft.

Der Hauptagent: Der Agent:

Professor Mayer sen., W. Helm, zu Bockenheim zu Frankfurt a. M.

bei Frankfurt a. M. (neue Kräme.)

Zur Nachricht.

Da man beabsichtiget in denjenigen Orten, wo noch keine Agenten für obige Gesellschaft bestehen, solche nunmehr auzunehmen, so sind Gesuche um Agentur-Uebertragnng direct an den genannten Haupt­agenten , Professor Mayer sen. zu Bockenheim franco einzusendcn.

Anonymes Schreiben.

66) Gießen. So viel man vernommen hat, so sind ähnliche Briefe, wie der im Original nach­folgende an sämmtliche Gemeinderäthe, welche für die Verschmelzung der Octroi-Aufsicht mit der Poli­zei gestimmt haben, ergangen.

Viele Gießner Bürger fragen die Herrn Ge­meinderäthe, die ihre Stimmen dazu gegeben haben, daß das Oktroi von den Polizeidiener versehen werden soll; für was Sie auf dem Rathhause sitzen, für den Nutzen der Stadt oder für Ihren eigenen, wir glauben für den Nutzen der Bäcker, Metzger und Kaufleute. Den Oktroiaufseher habt ihr zum Polizeidiener gemacht. Warum? daß er nicht so streng auf's Oktroi sehen kann, denn zwei Herrn kann Niemand glücklich dienen und wenn Ihr noch 6 Polizeidiener annebmt, um das Oktroi bei Ihrem Dienste zu versehen, so wissen die Herrn Gemeinderäthe gar gut: daß es nicht pünktlich ge­schehen kann und s o l l.

Warum? weil ihr das Oktroi ganz abhaben wollt, um Euren und den Herrn College» (Metz­gern, Bäckern und Kaufleute) ihren Wunsch zu er­füllen. Die armen Leute die den Genannten ihre sauer verdiente Kreuzer bringen müssen sollen auch noch Steuer für Sie bezahlen, schämen sollt ihr euch, daß ihr so gescheide Anschläge auf dem Rath­hause berathet. Lange dauert Euer Thun und Trei­ben nicht mehr, denn an einer Ecke wollt ihr sparen und zur andern werft ihr es zehnfach zum Fenster hinaus, so Gemeinderäthe können wir nicht brau­chen, sondern solche, die für alle Gewerbtreibende Sorge tragen und nicht für ihr eignes

Im Namen 30 Bürger N. N.

Von wem mögen diese Briefe wohl geschrieben worden sein?--

63) Gieße n. Ein auch zwei Mitlescr des Frankfurter Journals werden in der Nähe des Kirchenplatzes gesucht. Die Erpedition d. Blttö. sagt wo?

16) Gießen. Unterzeichneter erbietet sich ge­gen billiges Honorar zu Privatunterricht im Grie­chischen, Lateinischen und Französischen, sowie auch zur Nachhülfe der Vorbereitung angehender Gym­nasiasten überhaupt und in allen Theilen benöthiq- ten Unterricht.

G. Stock, sind, theol. wohnhaft bei Herrn Dr. Mettenheimer.

71) Gießen. .AS 32 hat die Hosenträger gewonnen. Frau Peppler.