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890) Gießen.
Feuerversicherungs-Gesellschaft „Colonia "
Nachdem der Herr Ludwig Gerb. Hast die bisher verwaltete Agentur der Colonia niedergelegt hat, so ist mir solche von der genannten Gesellschaft für Gießen nebst Umgegend übertragen worden.
Die Colonia versichert bewegliche Gegenstände jeder Art gegen feste mäßige Prämie, ohne daß der Versicherte je eine Nachzahlung zu leisten hat.
Da die Gesellschaft nach der $erorbnung vom 26. November 1847 die Rechte einer inländischen Anstalt, gleich der Achen-Münchner Gesellschaft erhalten hat, so wird die Erwirkung der geseylichen Versicherungs-Genehmigung durch mich besorgt, und dieselbe durch die Großh. Regierungs-Commission ertheilt.
Die Taxation der Versicherungsgegenstände findet in der Regel nicht statt. Die Vernehmung der Nachbarn fällt im Allgemeinen weg.
Die Visa der Polizen geschieht durch den von der höchsten Staatsbehörde ernannten Special-Director der Gesellschaft, Herrn Geheimerath von Kuder zu Darmstadt.
Formulare zu Versicherungs-Anträgen, Abdrücke der allgemeinen Polize-Bedingungen, sowie der letzt- jährige Rechnungs-Abschluß werden bei dem Unterzeichneten unentgelvlich verabreicht, welcher zugleich bereit ist, jede gewünschte Auskunft zu ertheilen.
Gießen den 9. Mai 1849. G. Schmivtborn.
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M Geschäfts-Empfehlung. B
H Hiermit erlaube mir die ergebene Anzeige zu machen, daß ich das Geschäft Herrn @ Mj F. E Pimper käuflich übernommen und von heute an für meine Rechnung fortführen werde. B W Außer den von demselben seither geführten Colonial-DZaaren werde ich noch W
W Kurz- und Galanterie Waaren führen. W
Einem verehrten Publicum halte ich mich daher bestens empfohlen und wird es mein j=a eifrigstes Bestreben sein, durch rcelle und billige Bedienung das in mich gesetzt werdende Ver- trauen zu rechtfertigen. C W Dietz-
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Erklärung.
894) Gießen. Die im Laufe des vorigen Jahres im Leibschen Wirthslokale bezüglich der Oktroiabgabe abgehalienen Volksversammlung hat von beiden Seiten Veröffentlichungen hervorgerufen. Da nunmehr der Stadtvorstand, wie auch die Metzgerzunft alle darin enthaltenen Aeußerungen, in welchen ein verletzender Angriff gefunden werden konnte, wechselseitig zurückgenommen haben, so sehen sich die Unterzeichneten veranlaßt, dies hiermit öffentlich zu erklären.
Gießen den 4. Mai 1849.
Namens des Sladtvorstandes Die Metzerzuuft der Bürgermeister und für dieselbe
G g. R e i b e r. W e i d i g H.
910) Gießen. Wir sehen uns zu der Erklärung veranlaßt, daß wir uns bei Ausstellung der
Einladungskarten zu dem bei der Fahnenweihe abzuhaltenden Balle streng an die eigenhändigen Unterzeichnungen derer, welche sich in irgend einer Weise bei Anfertigung der Fahne betheiligten, gehalten haben und es als sich von selbst verstehend betrachteten, daß sowohl die Gatten als auch die Töchter und Schwestern derjenigen Damen, die Einladungskarten erhalten haben, Zutritt zu diesem Balle hätten.
Das Feftcomit« des Turnvereins.
911) Gießen. Mehrere Azalea, welche sich in Größe sowie in der Pracht ihrer Vlüthe besonders auszeichnen, habe ich erhalten, und ich finde mich veranlaßt dieselben unentgeltlich zur Ansicht auszu- stellcn. I. Schaum,
Kunst- und Handelsgärtner vor dem Seltersthor.


