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D 1888) Gießen. Indem ich hierdurch an- M K zeige, daß ich jetzt in dem Nebenhauje des v? D Hrn. Professor Dr. Mettenheimer ans dem D Kreuz wohne, bemerke ich, daß mein Unterricht & A im Rechnen, Schreiben, Briefstyl, der D H einfach en und doppelte» Buchführung, H ^Orthographie, Algebra u. s. w. heute H D wieder begonnen hat. Anmeldungen zur Theil- « =| nähme an demselben können täglich stattfinden. D & Gießen den 8. October 1849. %
A Emanuel Stern. D
1880) Gießen. Unterzeichneter empfiehlt sich einem verehrten Publikum mit seinen schon längst berühmten und anerkannten guten Offenbacher Pfeffernüssen in 2 Sorten, Magenbrod, ächten Makronen Zimmtschnittchen, Theelebkuchen, Nürnberger und Baseler Mandellebkuchen, ächten Wurmkuchen, ächten Ackermännischen Brustpapilloten und in noch mehreren in die Conditoreiwaaren einschlagenden Artikeln. Meine Bude ist vor dem Neustädter Thor, mit der Firma bezeichnet: A. Ur ff und Sohn,
Conditor.
1884) Gießen. In Erwiderung des Art. in Nr. 76 deö hiesigen Anzeigeblattes ist von Seiten des Wahlcomites mit dem Namen I. Köhler I. durchaus kein Mißbrauch geschehen; das Wahlcomite bedauert vielmehr sehr, daß es nur zu späterfahren: „Köhlers eigener Sohn habe in dessen Abwesenheit den Namen seines Vaters geschrieben," indem es sonst aus eigenem Antriebe, auch wenn es nicht im entferntesten geahnt hätte, daß Köhler die Unterschrift seines Sohnes nicht anerkenne, den Namen Jakob Köhler I. gestrichen haben würde.
Im Uebrigen mag der „gesinnungsgenossene" Mitbürger sich damit beruhigen, daß wir nicht nöthig haben, wie Andere, die Namen zu mißbrauchen.
Der Vorstand des Märzvereins.
1896) Gießen.
Erklärung.
In dem „Wehr' Dich" Nr. 182 wird über mich „erzählt", ich hätte ganze Trupps Mecklenburger mit Wein oder Branntwein tractirt; taumelnd sehen sie aus meinem Hause gekommen und andere Trupps seyen nachgekommen, mit dem Zusatze: „Galt es
vielleicht einer Aufwiegelung gegen die Demokraten? Man sollte es fast glauben" u. s. w. Ich darf wohl voraussetzen, daß in ganz Gießen Niemand dergleichen von mir glaubt, ja der Schreiber selbst nicht, will aber zum Ueberfluß bemerken, daß gar keine Mecklenburger bei mir im Quartier gewesen find, daß keiner meine Wohnung betreten hat und ich überall mit keinem eine Unterredung oder irgend eine Berührung gehabt habe. Dies genügt wohl, um jene Erzählung und Nacherzählung in das rechte Licht zu stellen, daß sie nämlich ihre Urheber eben so verächtlich als lächerlich macht und niemand schaden wird, als dem Blatte, in welchem sie steht, selbst in den Augen der ehrenhaften Demokraten und Abonnenten. Dr. Köllner.
1883) Gießen.
Erklärung.
Motto: Wer Schlechtes veröffentlicht ist nicht schlecht, sondern wer Schlechtes thut. —
Wenn ich auch nicht die Verpflichtung fühle, dem hier erscheinenden sog. „Wehr Dich" Rechenschaft über meine Handlungen abzulegen, so erachte ich doch die Gießener Bürger, in ihrer Gesammt- heit, viel zu hoch, als daß ich länger anstehen sollte, hierdurch öffentlich zu erklären, daß ich nur der Verfasser des auf Thatsachen beruhenden, in Nr. 262 der Darmstädter Zeitung zuerst über die bekannten Vorfälle enthaltenen Artikels bin; sowie, daß alle hierüber sprechenden späteren Aufsätze in genanntem Blatte mir durchaus fremd sind.— Diese Erklärung wird die mannichfach ausge- streulen Gerüchte widerlegen, die bereits gestellten und die etwa über diesen Gegenstand an mich noch gestellt werdenden Anfragen beantworten. —
Die gehässige, wahrhaft jesuitische Denuncia- tion in der Extrabeilage zu Nr. 183 des sog. „Wehr Dich," welche nichts anderes zu bezwecken scheint, als mich oder meine Wohnung der souve« rainen Straßenjugcnd in gewißen Beziehungen zu empfehlen, habe ich ungesäumt und um so mehr zur directen Kenntniß des Gr. Hess. Ministeriums zu bringen für nöthig erachtet, als sich schon bei so Manchen daS bekannte Sprüchwort „Wie die Alten sungen, «So zwitscherten die Jungen, mehrfach vollkommen bewährt hat.
Gießen den 7. Oct. 1849.
H. W. Dauern,heim.
Angekommene und abgereiste Fremden vom 6. bis 9. October 1849.
In den Gasthäusern. Kfl Weiß v. Aachen, Fincke v. Düsseldorf u. Bastcrt v.
/>» Einhorn: Hr Heinrich, Drechsl. v. Hanau. Hr. Frankfurt. Hr. Kilian, Hüttenbes. v. d. Kilianshütte Hr.
Kern, vr. n>e<i. v. Leipzig Graf v. Bermersdorf, Ritter- Handwerk, Apoth. v. Butzbach. Hrn. Stud. Ferber u.
gutsbes. v. Dresden. Hr. Furke, Affeff. v. Frankfurt. Hrn. Schmidt v. Bonn. Hrn. Kfi. Jäger v. Miltenberg, Henrichs


