Ausgabe 
8.12.1849
 
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Fr. Vogel, Dr. juris.

Darmstadt, 10 November 1849.

Carl Schwarz, Kaufmann.

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2259) Gießen.

Militär-Stellvertretungs - Anstalt im Großherzog- thum Hessen.

Seit dem Aufhören der Staats-Assecuran,-Anstalt für Militär-Stellvertretung macht sich derMangel eines Ersatzes für lene sehr zweckmäßig gewesene Einrichtung in verschiedener Weise fühlbar. (.sist S sowohl schwierig für diejenigen wAche sich vertreten lassen wollen, tüchtige, zuverlässige Einst her aufrusuchen als auch "für die welche gerne einstehen möchten, die dazu nöthigen Einstcller zu finden, und beiderseits werden oftuials große Opfer aufgewendet, um dendeßfallsigenZweck zu erreichen. Anr^fuh - barsten tritt dieser Mangel auf dem Lande hervor, wo durch die Unkenntnis der Verhcutmpe den n a,e rittm Vchr,du»z,» einjdntr JM-Idu-n Thür und Th-, ,-»«»-> i», und »uch b-reü« durch W f-U-uk,

.in. A»d- für »V*" £'ÄS »

denjenigen Dienstpflichtigen, welche vertreten sein wollen, solide E-nsteher zu beschaffen durch Abschl V

sich anmeldenden Militärpflichtigen, welche ihre Vertretung wünschen, in ^'e Gesellschaft sich verei igen, wofür wir ebensoviel Einstehcr beschaffen; die ganze Summe der f"'^udsglder^d^ de 2ln- zahi der Gesellschaftsmitglieder vertheilt, und somit eine ledenfalls wohlfeilere E'"standsiumme für de> einzelnen Einsteller erzielt. Die erste Gesellschaft begreift d,e;emgen, Ensstellein fkj, wette

15. December d. I., ihre Theilnahme daran bei uns erklärt haben werden. Die von redem Gesell schaftsmitgliede zu zahlende Summe wird den Betrag von 400 fl- Wubcr**e0- . g. ,

Unsere weitere und demnächste Hauptaufgabe soll die sein nach dem Grundsatz , 9. tigkeit, den Conscriptionspflichtigen vor der Loosziehung die Sicherheit zu ^wahren daß, bei etwa g Ziehung eines Marschlooses, sie jedenfalls einen Einsteher erhalten und zwar zu einer viel ger ng Summ? dadurch, daß bei einer bestimmten Anzahl Gesellschaftsmitglieder immer ein kleiner oder größerer 16,11 81,,n für bk im Jahr <850 »ur Ziehung ,-mm.nd.n

1- Deeember ». 3- -» «-< «»« *» «*<" WJ5ÄÄ* und behalten wir uns vor, in Beziehung hierauf, noch eine weitere Bekanntmachung ergehen zu> lasse .

Die Garantie für die Erfüllung aller wechselseitigen Verbindlichkeiten muß zunächst im gegen,eingen Vertrauen auf Redlichkeit und Gewissenhaftigkeit, ohne welche die größte,l Vorsichtsmaßrege n unsureubead sind, gesucht werden; so viel an uns liegt, wird unser eifriges Bestreben dahin sichte sein, durch ff liebfeit und durch die größte Vorsicht uns dieses Vertrauens würdigzu machen und glaub » unserer Geschäftskenntniß und in unfern bisher gemachten Erfahrungen d-e Mittel zu besitzen, eine solche Anstalt zur Zufriedenheit Aller, die sich daran betbeiligen wollen, durchzufuhren.

' Zugleich bemerken wir, daß wir eine Summe von fl. 5000 als Caution

Betrag, ^wenn die Ausdehnung des Instituts es Wünschenswerth macht, demnächst entsprechend erh h

'ersuchen Diejenigen, welche sich, resp. ibre Söhne, die bei der diesjährigen Ziehung> Marsch-

loos gezogen haben, vertreten lassen wollen, sowie die, welche in der Assecuranz-Anst s wollen, sich an uns in portofreien Briefen unter der Adresse:

An die Militär - Stellvertretungs - Anstalt tit Darmstadt

wenden zu wollen, woraus weitere Mittheilung zum Zweck der Abgabe einer best.nintten Beitn tserk a mq erfolgen wird. Ebenso ersuchen wir Diejenigen, welche als Einsteher dienen wollen, sich,. mit den noth g Einstandsbescheinigungen, Einstandspatenten oder Bürgermesstererzeugnissen versehen, brieflich oder

6eiunfrrÄu ist: Obere Rheinstraße Lit. E Nr. 5 und sind zu persönlicher Rucksprache und zu Anmeldungen die Stunden von 9 bis 12 Uhr Vormittags und 2 bis 4 Uhr Nachmittags b stim

Unser Agent für den Regierungsbezirk Gießen ist Herr Kaufmann Peppler m Gießen.