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Versteigerungen.
2946) Gießen. Die dem Gr. Hofgerichts- Advocatm Briel, Wirth Wissig und der Concurs- masse des Seilers Philipp Berger zugehörenden, m der Gemarkung Staufenberg gelegenen Basalt- und Sandsteinbruche sollen wegen erfolgten Nachgebots nochmals , ,
Mittwoch den 12. December l. I., Vormittags 10 Uhr,
auf dem Bureau des Gr. Bürgermeisters zu Staufenberg unter den alsdann bekannt zu machenden Bedingungen versteigert werden.
Gießen' am 27. November 1849.
Gr. Hess. Stadtgericht.
Muhl. Bott.
2270) Gießen. Die Anschaffung einer Poli- zeidiener-Uniform, bestehend
1, in der Lieferung von Tuch, veranschlagt zu 28 fl. 15 kr.
2. „ „ „ von Futterleinen,
vermischt, zu 1 „ 18 „
3. „ n „ von Knöpfen, veranschl. zu 1 „ 28 »
4. „ Dekatirlohn, » » — 51 „
5. „ Schneiderarbeit, „ » 7 » 40 u
6. „ Kappenmacherarbeit, veranschlagt zu 1 ii 20 fz
soll Montag den 10. December l. I., Vormittags 9 Uhr,
auf dem' Rathhause dahier an den Wenigstnehmenden vergeben werden.
Gießen den 6. December 1849.
I. V. d. B.
der Beigeordnete Rühl.
2266) Marienschloß.
Die Lieferung nachstehender Bedürfnisse für die hiesige Anstalt im Jahr 1850 soll an die Wenigst- fordernden vergeben werden und zwar
1 jm Wege öffentlicher Versteigerung.- ' j) das Ochsen- und Schweinefleisch für die Züchtlinge und das MMär-Commando,
2 ) von 170 bis 200 Stecken Buchen-Scheidholz, 3) des Sandes und Lehms.
II. im Soumissionswege:
4) die gebleichte und ungebleichte Leinwand rc>, sowie das Handtücherzeug,
5) der Milch,
6) von 1200 Stück Reiserbesen,
7) des Brenn- und Leinöls.
Die Versteigerung her unter I. verzeichneten Gegenstände, denen noch der Transport der Kada
ver verstorbener Züchtlinge nach Gießen, sowie der kranke» Militärs nach Friedberg rc. beigefügt wird, soll Montag den 17. December l. I., Vormittags von 9 Uhr an, auf dem Directorial - Büreau stattfinden, woselbst auch die Soumissionen in den vor demselben befindlichen Soumisstonskosten bis zu diesem Termine einzulegen sind, und die näheren Lieferungs-Bedingungen eingesehen werden können.
Marienschloß am 30. November 1849.
der Verwalter Ba u e r.
2136) Nidda.
Verkauf einer Hosraithe nebst juiM] Grundstücken.
Der Unterzeichnete ist Willens, seine in Nidda gelegene Hofraithe, bestehend aus:
1) einem massiv von Stein erbauten Wohnhause, welches 9 heizbare Zimmer, 7 Kammern, 2 große gewölbte Keller und 2 Küchen mit Speisekammer enthält,
2) einer großen ebenfalls massiv aus Stein erbauten Scheuer, in welcher sich ein Laboratorium, Stallung für 6 Pferde und Haferspeicher befindet,
3)'drei Nebengebäuden, welche eine heizbare Kutscherstube, Stallung für 8 Pferde, 4 Schweinställe und 3 Remisen enthalten,
4) einem circa 1 Morgen großen Gemüsegarten am Hause, sowie circa 16 Morgen Wiesen, Gärten, Ackerland, meist Baumstücke, und 1 Kiefernwäldchen im Termine:
Montag den 17. December 1849, Morgens 10 Uhr,
auf hiesigem Rathhause sowohl im Ganzen als im Einzelnen einer freiwilligen öffentlichen Versteigerung aussetzen lassen. Sollte vor dem Termine ein Verkauf aus freier Hand stattfinden, so wird die Versteigerung rechtzeitig in diesem Blatte widerrufen werden.
Die Hofraithe befindet sich am Knotenpuncte zweier lebhaften Straßen in der schönsten und sreundlich- sten Lage der Stadt und eignet sich vorzugsweise zum Betriebe der Oeconomie, einer Wirthschafs Liqueur- und Tabaksfabrik, sowie besonders noch wegen gleichzeitiger Lage an dem Niddaflusse zur Anlage einer Färberei und Bierbrauerei. — Kauf- liebhaber sind unter dem Bemerken höflichst emgc» laden, daß die Abführung des Kaufschillings in verschiedenen Zielzahlungen erfolgen kann.
Nidda am 12. November 1849.
vr. Borberg.


