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v. Friedberg. — Bei Hrn. Dr. Diehl: £>r. Diehl, Can<I. theol. ». Alsfeld. — Bei Hrn. Prof. Dr. Braubach: Hr. vi . Lade m. Fr., Hofapoth. v. Wiesbaden. - Bei Hrn. Carl Magel.- Hr. Engle, Kürschn. v. Bruchsal. — Bei Hin. Geom. Eu. ler; Hr. Lenz, Oecon. u. Hr. Lenz, Realschüi. v. Eckardts- born. — Bei Hrn. Geh. R. Knorr: Hr. Knorr, Oberapp- R u. Hr. Knorr, Affeff. v. Nidda. — Bei Hrn. Mas. Fresenius: Hr. Fresenius, Gardist v. Darmstadt. — Bei Witlwe
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Drei Freunde.
Novelle von Theodor Mügge.
Um die Mitternachtsstuudc des SylvestcrtagcS saßen drei junge Männer einst beisammen vor der gefüllten Bowle und als die Schläge der Kirchcn- uhr dumpf hcrcinschallten, welche den Anfang dcö neuen Jahres verkündeten, hoben sie die Gläser auf und stießen sie klingend zusammen, während sie schweigend sich die Hände drückten. — Das Gemach, in welchem sie sich befanden, war das letzte einer ganzen Reihe prächtiger Zimmer und Säle. Sic konnten durch die geöffneten Thüren weil hinunter bis in den Tanzsaal sehen, aus welchem die Klänge der Musik, Fanfaren und lauter Jubel zu ihnen her schallte und glänzende, geschmückte Damen und Herren sich drehten und drängten. Ein Ball wurde dort gefeiert und die ersten Minuten des neuen Jahres widcrhallten von den Glückwünschen und Scherzen der großen sröhlichen, von Wein unfr Tanz erregten Gesellschaft.
„Schließ die Thüren, Richard," sagte der Sohn des Präsidenten von Corbin, in dessen: Hause das geschah, was ich erzähle, „und stoßt noch einmal an, meine Freunde. — Laßt uns einen Frcundschaftsbund errichten, dessen Dauer über diese flüchtigen Minuten hinausreicht und der für unser ganzes Leben uns verbinden soll."
Richard erhob sich ein wenig aus seiner bequemen Lage, und während er mit dem Fuße die Flü- gclthürc zustieß, rief sein Nachbar Aurel voll jugendlicher Begeisterung des Augenblicks: „Laßt uns zu wahrer, treuer Freundschaft uns vereinen, die nie aufhören soll, wie Raum und Zeit uns auch trennen mögen."
„Und dazu ist die Mitternachtsstunde des neuen Jahres vortrefflich, um den Pakt zu schließen," cr- wicderte Richard spöttisch lachend. „Ihr ächten Deutschen habt doch zu allem, was Ihr thut, etwas Schauerliches, Geheimnißvollcs und das gefüllte Glas nöthig."
Reiber: Frl. Heck v. Biedenkopf. — Bei Hrn. Hofger.-Adv. Srausfopf: Hr. Lang, Revicrforst. v. Altenburg, Hr. Lang, Hofjäg v. Frierberg u. Frl. Gläser v. Darmstadt. — Bei Hrn. Kfm. Münch: Hr. Münch, Cand. v. Bensheim. — Bei Hrn. Operst.-Bote Schmiß: Fr. Distr.-Einnehm Kolb Sohn v. Pohlgöns. — Bei Hrn. Sattlermstr. Senner: Frl. Mahrt v. Hanau.
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„Das ist eine alte Satzung unserer Vorfahren," rief Eduard. „Sie beschlossen Liebe und Krieg bei ihren nächtlichen Gelagen, aber sie kielten treu iib beständig, was sie gelobten."
„Glaö und Mitternacht sind nicht nöthig zu un- serm Bunde," sagte Aurel, „doch da sie der Zufall giebt, mögen sic unsere Eideshckfer sein. Ich und Eduard, wir kennen uns von Kindheit an und haben immer uns brüderlich geliebt; Du, Richard, bist als Fremdling zu uns gekommen, aber hat Dich auch der Süden geboren, Du bist dem Norden und uns verwandt durch Herz und Seele. — Wir haben als Freunde manchen Tag zusammen verlebt, jetzt, wo wir uns trennen sollen, an diesem letzten Tage laßt uns unsere Freundschaft heilig sprechen und immerhin ein wenig dafür schwärmen. Wer von Euch weiß denn, wann und wo wir uns wieder zusam- mefinnden?!"
„Wahr gesprochen," fiel Eduard ein. „Ich reise morgen in die Hauptstadt, um meinen Platz bei dem Obertribnnalc einzunehmen; Anrel geht in den Norden, die Geschäfte auf den Besitzungen seines Oheims zu betreiben, Du, Richard, kehrst nach Frankreich zurück, dem Lande Deiner Geburt, wenn auch nicht Dein wahres Vaterland. Wo, so können wir wie Macbeths Herenschwestern fragen, führt das Schicksal in Sturm und Regen uns wieder zusammen? — Laßt jeden von uns den Glauben mitnehmen, daß cr Freunde besitzt, Freunde in Roth und Tod, die bei ihm aushaltcn im Gntcn, wie im Bösen."
Richard warf sein langes glänzendes Haar in den Nacken, indem cr sein erhitztes Gesicht mit den spöttisch und kühn blitzenden Augen stolz emporhob. „So sei cs denn," sagte cr. „Wir wollen den Versuch machen, ob solche Freundschaft aushält für ein Menschenleben und um dem Schicksale zu entgehen, daß die Zeit, der nichts widersteht, uns selbst diese Stunde vergessen läßt, laßt uns geloben, daß wir uns wicdcrfinden wollen zu einer sestbestimmten Zeit."
„In drei Jahren hier an derselben Stelle und zu derselben Stunde," rief Eduard, der diesen Gedanken lebhaft aufgriff.
„Wenn irgend ein Menschcnwille ausrcicht eS möglich zu machen," fügte Aurel hinzu.
„Und wer etwa bis dahin abgcrufen würde aus


