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478) (Gießen.) Der Philipp Rodenhausen von Wieseck hat sich, weil er zur Verwaltung seines Vermögens unfähig ist, freiwillig unter Curatel ge­stellt, und es sind demselben der Johannes Lmden- struth und Eberhard Rodenhausen zu Wieseck als Euratoren beigegeben worden. Es wird dieses un- ter dem Anfügen zur allgemeinen Kenntniß gebracht, daß alle nachtheiligen Rechtsgeschäfte, welche ohne Mitwirkung dieser Euratoren mit Philipp Roden­hausen abgeschlossen werden sollten, keine Gültigkeit haben»

Gießen am 2. März 1848.

Gr. Hess. Landgericht. Ploch.

523) (Grünberg.) Die Gemeinde Linden­struth hat ausweislich des Hypothekenbuchs dem Karl Ehemann zu Frankfurt a. M. laut Ob­ligation vom 27. Mai 1771 für 100 fl., der Uni­versitäts-Vogtei zu Grünberg laut Obligation vom 28. August 1779 für 150 fl. und dem Hauptmann Weltz zu Grünberg laut Obligation vom 21. Sep­tember 1799 für 300 fl. ihr gesammtes Vermögen verpfändet, und da diese Capitalien längst abge­tragen, die guittirten Schuldurkunden hierüber aber verloren gegangen seyn sollen, so werden auf An­trag der Gemeinde Lindenstruth, alle Diejenigen, welche etwa noch Ansprüche hieraus bilden zu können vermeinen sollten, hierdurch anfgefordert, solche sogewiß binnen 8 Wochen dahier geltend zu machen, als ansonst diese Verpfändungen für er­loschen erklärt und die hierüber im Hypotheken­buche befindlichen Verpfändungseinträge gelöscht werden.

Grünberg den 1. März 1848.

Gr. Hess. Landgericht das. Welker.

M a r k t v e r l e g u n g.

547) (Nidd a.) Der auf den 18. April d. I. fallende Krämermarkt zu Nidda, wird wegen den jüdischen Feiertagen nicht abgehalten. Dagegen findet Dienstag den 4. April Schweinemarkt und Mitt­woch den 5. April d. I. Krämermarkt dahier statt, was man hierdurch zur öffentlichen Kenntniß bringt.

Nidda den 18. März 1848.

Der Gr. Hess. Beigeordnete

L. Uhl.

Versteigerungen.

551) (Gießen.) Donnerstag den 30. März, Morgens 10 Uhr,

sollen auf hiesigem Rathhaus 11 städtische Trieb­viertel, welche durch Absterben oder Abzug von hier

vakant geworden, sowie die wegen Grw^terung des Friedhofs angekauften 9 Gärten und Gartentyeüe, anderweit verpachtet werden.

Gießen den 21. März 1848.

Der Bürgermeister Gg. Reiber.

546) (Gießen.) Montag den 3. April d. I., Nachmittags 2 Uhr,

soll auf dahiesigem RathhauS, auf Antrag der Schmidt Heinrich May's Erben dahier, deren zustehende

Alt. Neu. OKlftr.

377/50g y368 3 Hosraithe im Kaltenloch,

377/m */369 3 Grabgarten daselbst,

nochmals öffentlich meistbietend versteigert werden.

Gießen den 22. März 1848.

Der Beigeordnete Rühl.

545) (Gießen.) Die an der Burgruine Staufenberg vorzunehmenden Maurerarbeiten, ver­anschlagt zu 147 fl. 23 kr. sollen

Samstag den 1. April d. I., Vormittags 11 Uhr, an Ort und Stelle, unter den alsdann eröffnet werdenden Bedingungen an den Wenigstnehmendcn in Accord gegeben werden.

Gießen den 21. März 1848.

Der Gr. Kreisbaumeister Holzapfel.

501) (Gießen.) Montag den 27. d. M., Nachmittag? 2 Uhr, sollen auf dahiesigem Rathhaus, die zum Nachlaß der Marie Elisabethe Flett dahier gehörende Güterstücke, als: Alt Neu OKlftr.

5/ 196 Acker, Wiese am Wiesmarerweg,

bei der Broßbrücke,

6 ä/73 196 Acker daselbst,

1 3% 136 iWiese, jetzt Garten unter den al-

/ ten und neuen Eichgärten,

) am Steinweg,

6a 36/6 364t Wiese daselbst,

6a% 364'Acker daselbst,

7 40/361 92 Acker auf dem Sand,

19 4%57 193 Acker auf die Marburgerstraße, im kalten Grund,

3-4b 28/153-ll6446 Slcfer auf den Sandkauterweg und Heegstrauch, (den Hein­rich Lüdekings Erben gehör.) öffentlich meistbietend versteigert werden.

Gießen den 13. März 1848.

Der Beigeordnete Rühl.