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(Beiblatt.)

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3 n m Lurnersest

. am 25. Juni 1848.

Herbei, herbei von Ost und West Ihr Männer und ihr Frauen!

Wir feiern deutsches Turnerfest Zm Walde und auf Auen.

Herbei, f erbet mit deutschem Sang, Mit Pauken und Trompetenklang

Zum freien Turnerfeste!

Wir Deutsche lagen lange Zeit In Ketten und in Banden;

Nun aber sind zum heil'gen Streit

Vom Boden wir erstanden;

Zum Schwerte wird der Kette Erz

Das bohren wir in's eigne Herz, Als daß wir's Banner lassen!

Für Kraft im Arm, für Kraft im Geist Treu, wahr und.'redlich ringen, Das ist's, was achtes Deutschthum heißt, Das ist's, was wir besingen!

Das ist's auch, was von Jahr zu Jahr Durch Lug und Trug verkümmert war Dem Wackern deutschen Volke!

Und lagen wir auch lange Zeit In Banden und in Ketten:

Jetzt wollen wir vom Joch befreit

Auf Flurengrün uns betten;

Herbei, herbei von Ost und West

Und helft ein deutsches Turnerfest Im Tempel Gottes feiern!

F. Hüne.

1296.

Der künftige Sonntag wird von den Turnern freudig begrüßt werden, er wird ihnen nie aus dem Gedächtniß entschwinden, denn an diesem Tage werden sich die Turner unserer näheren und ferne­ren Umgebung dahier zum Behuf der Gründung eines Turnerbundes versammeln; gleichzeitig werden sie dem neuen hiesigen Turnplätze ihre Weihe geben und dem wieder in verjüngter Kraft stehenden Turn­verein ihre Glückwünsche darbringen. Verschiedene Auftritte haben aber die Befürchtung erweckt, die Festlichkeit der Turner würde zu gesetzlosen Demon­strationen benutzt werden, ja sogar konnte die Be­fürchtung Eingang finden, die fragliche Festlichkeit sey zum Zweck solcher Demonstrationen bestimmt.

Milbrüder! befürchtet Nichts! Gesetzlosigkeit ist dem Turner in seinem Handeln fremd; die Turner werden wiederholt Probe davon ablegcn, daß sie Ordnung und Recht heilig halten, sie werden zei­gen, daß sie den Geist der Freiheit erfaßt, und den Grundsatz beherzigt haben, baß ohne Recht keine Freiheit bestehen kann. Begrüßt deßhalb mit ihnen den Festtag, denn an ihm soll zwischen den Turnern eine Verbindung und engere Verbrüderung geschaffen werden, damit sie ihre vereinten Kräfte den äußeren und inneren Feinden Deutschland's mit Erfolg entgegen setzen.

Gießen den 22. Juni 1848.

1279.

N ü ft e

Heute Nacht vom 21. zum 22. Juni gegen halb 12 Uhr war ich mit einem Freunde zufällig Augen- und Ohrenzeuge, wie von Seiten einer Abtheilung der wachthabenden Bürger-Cavallerie, eine Gesell­schaft junger Leute (Handwerker) vor dem Hause des Herrn Kaufmann Böhm und Herrn Uhrmacher Schmitt, wegen eines höchst unschuldigen, recht schönen Männergesanges (Ständ­chen) ihres Beginnens verwiesen wurden. Eine