Zugleich werden die Schuldner der am 11. d. M. fällig gewesenen 1848r Domanialgefälle bei Vermeidung des Erecutionsvcrfahrens an die Abführung ihrer Schuldigkeiten erinnert.
Die betreffenden Herren Bürgermeister wollen vor- stchende im Interesse der Debenten liegende Aufforderung ortsüblich bekannt machen lassen.
Gießen den 16. November 1848.
Der Gr. Hess. Rentamts-Virar des Domauial- Rentamtes Gießen.
Kolb.
2229) Gießen. Die Pfandscheine Nr. 12523 und 12524 über einen braunen Frauenmantel und einen blauen Oberrock sind angeblich verloren worden. Da nun der Verpfänder die Gegenstände einlösen will, so werden diejenigen, welche etwa Ansprüche daran bilden könnten, aufgefordert, solche innerhalb 14 Tagen dahier zur Anzeige zu bringen, gegenfalls die Pfänder ohne Weiteres verabfolgt werden.
Gießen den 17. Nov. 1848.
Die Pfandhausvcrwaltung. Bieler. Pfeil.
Versteigerungen.
2240) Gießen.
Samstag den 25. November d. I., Vormittags 11 Uhr, sollen auf dem hiesigen Rathhause:
’/2 Stecken Fichten-Stockholz,
125 Wellen „ Reisholz,
1 Kiefern-Stamm von 7 Cbkf.,
7 „ Stangen von 26'/2 Cbkf.,
26 Fichten- „ von 22'/. Cbkf.,
6 Lerchen- „ von 5//Cbkf., öffentlich versteigert werden.
Das Holz liegt im Distrikt Zollstockswäldchen, an der Franzosenichanzc, und ist der Forstschütz Hahn zu Rödgen angewiesen, dasselbe am Tage der Versteigerung, Morgens 8 Uhr, an Ort und Stelle vorzuzeigen. Gegen vorschriftsmäßige Bürgschaft wird Zahlungsfrist bis 24. Juni 1849 gestattet.
Gießen am 18. November 1848.
Der Bürgermeister Gg. Reiber.
2226) Gießen. Gr. Armen-Commission hat die nach dem Dersteigerungs-Protocoll vom 6. d. M. gemachten Gebote, hinsichtlich der Lieferung der Schuhe und des Biebers für die armen Kinder, als zu hoch, nicht genehmigt und beschlossen, daß
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nunmehr diese Lieferungen, denjenigen überlassen werden sollen, welche bis zum
25. d. Mts.
die billigsten Forderungen, unter den, im Versteige- rungsprotocoll vom 6. d. Mts. enthaltenen Bedingungen, machen.
Hinsichtlich der Lieferung der Schuhe ist weiter bestimmt worden, daß deren Anfertigung Dutzend- weis an einzelne hiesige Schuhmacher überlassen werden soll.
Die Gebote, worin anzugeben, wie viel für ein Paar Knabenschuh, oder wie viel für ein Paar Mädchenschuh und wie viel für die Elle Bieber % breit und geköppcrt, nach dem bei dem Unterzeichneten zur Einsicht vorliegenden Muster gefordert wird, werden schriftlich und versiegelt bis zum 25. d. M. einschließlich, bei dem Unterzeichneten einae- reicht.
Nach der vorläufigen Berechnung besteht der Bedarf in 58 Paar Knabenschuh und 69 Paar Mädchenschuh, sowie in 285 '/4 Ellen Bieber.
Gießen am 16. Novbr. 1848.
In Auftrag Gr. Armen-Commission
C. Lauer.
2234) Gießen.
Donnerstag den 23. November l. I., Vormittags 10 Uhr, werden in der Wohnung des Wirths Schlierbach zu Rodheim, für Rechnung des dasigen Kirchenkastens circa 30 bis 35 Malter Korn und 12 Malter Hafer öffentlich meistbietend gegen gleich baare Zahlung versteigert.
Gießen den 18. November 1848.
Der Decanars'Kirchenrechner D a u e r n h e i m,
2239) Gießen. Man bringt hiermit zur öffentlichen Kcnntniß, daß nächsten
Donnerstag den 23. d. Mts., Nachmittags 2 Uhr, eine bedeutende Anzahl gebrauchter Spielkarten in dem Gesellschaftshause dahier, gegen gleich baare Zahlung, versteigert werden soll.
Gießen am 18. November 1848.
Der Vorstand des Gescllschastsdcrcms.
2241) Gießen. Die Vorräthe der Backsteine in unserer Fabrik, sowie alle sonstigen Gerälhschaf- ten werden
Mittwoch den 22. d. M., Nachmittags 2 Uhr, auf Ort und Stelle meistbietend und unwiderruflich versteigert. Der Anfang ist jenseits der Pulver- müble (am Pfuhl).
Gießen den 20. November 1848.
L. Keßler.


