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seyn und sich nicht scheuen, der Sache den rechten Namen zu geben.
Eben so wenig wie Herr Prof. Vogt sich über die allgemeine Verfassung Deutschlands bestimmt ausspricht, eben so wenig thut er dieses über die Verfassung der einzelnen Bundesstaaten. Zwar sagt er: „So gut ich mich aus innigster Ueberzeugung „entgegeiistemmcn würde, wenn man der Republik „Hamburg oder Frankfurt einen Fürsten gegen ihren „Willen aufdrängen wollte, eben so gut würde ich „mit derselben Ueberzeugung der Partei entgegen „treten, welche einem Volke, das seinen Fürsten ehrt „und liebt und ihn an seiner Spitze behalten will, „diesen Fürsten entreißen wollte."
Ganz im Widerspruche hiermit stellt er aber das Fortbestehen der kleineren Länder z. B. Reuß- Greitz, (und folgerecht auch das der größern,) wieder in Frage, denn er verlangt, daß es jedem Lande und Ländchen von der Centralbehörde überlassen werde, durch eigne freie Wahl zu bestimmen, ob es in Zukunft die bestehende Verfassung behalten, oder dieselbe ändern will, und doch nimmt er die Möglichkeit in Aussicht, durch die allgemeine Bundesversammlung (VolkshauS) kleine Länder aufzuheben; und wünscht darüber belehrt zu seyn, ob der Vor- theil der Aufhebung dieser kleinen Staaten nicht die möglichen Nachtheile aufwiege, indem er sagt:
----„andrerseits würde eine Vertretung „der Einzelstaatcn die Folge haben, daß alle die „kleinen Zwetschenländchen, wie Reuß-Greitz n. s. w. „einen ewigen Bestand hätten."
Also diesen kleinen Zwetschenländchen gestattet Herr Prof. Vogt kein selbstständiges Bestehen.
Ferner stellt derselbe alle bestehenden Rechtsverhältnisse, namentlich die der Fürsten in Zweifel; denn wenn es dem Volkswillen, als einzige Richtschnur, überlassen bleiben soll, die Verfassung selbst zu bestimmen, so möchten wir fragen: wie viel Einwohner muß denn ein Ländchen haben, damit es seine eigne Verfassung sich wählen kann?
Jeder, welcher die Proklamation des Herrn Prof. Vogt mit einiger Aufmerksamkeit durchlieft, wird finden, daß derselbe entweder nickt klar mit sich selbst ist, oder nicht bestimmt ausdrückt, was er will.
Einen solchen Abgeordneten kann aber keine Partei brauchen, und wir rathen deßhalb jeder Partei, Herrn Prof. Vogt nicht zu ihrem Abgeordneten zu wählen, denn sein Programm ist in den Hauptpunkten so unbestimmt gehalten, daß ihm freie Hand gelassen ist, später gerade das Gegentheil von dem zu verfechten, was seine Wähler erwarten möchten.
Gießen den 17. April 1848.
Mehrere Bürger.
Büeaevqarde.
Der Wachdienst ist für die nächste Zeit
in folgender Weise geregelt:
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1. und
2. Rotte.
Die Mitglieder der Bürgergarde werde» um so dringender aufgefordert, sich eifrig bei dem Wachdienst zu betheiligen, als die Ruhe der Stadt einzig von dieser Mitwirkung der Bürgergarde abhängt.
Der Oberst
Carl Vogt.
Druck und Verlag der G. D. Brühl'schen Buch- und Steindruckerei.


