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den Schulbehörden. Er erklärt, daß die Reg.-Commissiou als solche mit dem Schulwesen nichts zu thun, daß aber einzelne Mitglieder derselben als Directoren der Bezirks-Schul-Commissioncn die Funktionen der ftüheren Kreisräthe übernommen hätten.
Der Vorsitzende sowie der Abg. Engel bedauern, daß ihnen, obgleich sie Mitglieder von Schulvorständen seien, über diese Einrichtung keine amtliche Benachrichtung zugegangen sei. Sie wollen jedoch diesen Gegenstand später ausführlicher erörtern, wenn der gestern angekündigte Antrag über die Publikation der Gesetze zur Sprache komme.
Menkel fragt, warum man das geistliche Mitglied der Bezirks-Schul-Commission zu Grünberg mit den Schulangelegenheiten belästige, da doch dieser Mann seit einer Reihe von Jahren einen Vikar angenommen.
Der Vorsitzende und der Reg.-Commissär glauben, daß solche Spezialitäten hier nicht erörtert werden könnten.
7) Der Vorsitzende bittet, ihm den Austritt aus dem dritten Ausschuß zu gestatten, da er keine Zeit finde, für denselben zu arbeiten.
Engel und Ferber sind dagegen, versprechen aber, den Vorsitzenden mit größter Bereitwilligkeit zu unterstützen.
8) Der Vorsitzende trug vor, daß er von einigen Mitgliedern aufgefordert worden, eine Vertagung der Sitzungen zu beantragen, indem es im Interesse des Bezirks liegen müsse, wenn so manche, noch fehlende Materialien herbeigeschafft würden, um so mehr, als noch manche Voranschläge zurückstünden.
Nach einer längeren Debatte wurde unter Beistimmung des Neg.-Commissärs beschlossen, die Sitzungen erst am 2. Januar 1849 wieder zu beginnen, weil dann um so rascher die Geschäfte erledigt werden könnten.
9) Dieterich rügt, daß der Vorsitzende bei der Abstimmung über das Gesuch des Ebert, nach geschlossener Discussion nochmals auf Specialitäten eingegangen sei. Auf solche Weise würde es freilich der Vorsitzende in feiner Gewalt haben, jedesmal seine Ansicht durchzusetzen, indem er die Vertreter abweichender Meinungen gleichsam moralisch todt mache.
Der Vorsitzende glaubt berechtigt zu fein, am Schluß der jedesmaligen Discufsion die verschiedenen Ansichten zusammenzustellen, oder eine Resümo zu geben. Laste er dabei feine eigene Meinung zu viel vorwalten und vertheidige er tiefe mit allzu großer Lebhaftigkeit, fo stehe der Verfammlung, wie jedem einzelnen Mitgliede daS Recht zu, sich dagegen auszufprechen. Er habe, bei Uebernahme feines Amts gebeten, man möge ihn unterstützen, und fo erkenne er mit Dank die Bemerkung Dieterichs an.
Dieterich wünscht, daß das Protokoll der heutigen Vormittagssitzung, wo möglich, schon um 3 Uhr vorgelegt werde, da dasselbe besonders wichtig sein würde.
Der Vorsitzende erklärt sich bereit, das Protokoll zu Anfang der Nachmittagssitzung vorzutragen.
Auf die Tagesordnung für die Nachmittagssitzung wird gesetzt:
„Gesuch des Lazarus Grünewald zu Naunheim um Aufnahme als Ortsbürger zu Waldgirmes".
Die Sitzung wird vertagt um 12‘4 Uhr.
Zur Beglaubigung
Der Vorsitzende
F. Steinberger.
Besondere Bekanntmachungen.
2375) Gießen. Die Unterzeichneten schlagen ihren verehrten Mitbürgern abermals vor, die Neujahrsgratulations-Visiten in der Weise abzuschaffen, daß man gegen Entrichtung von 24 kr. zum Besten der Kleinkinderschule, von der Verbindlichkeit dergleichen Vistten abzustatten, befreit werde.
Zugleich bemerkt man, daß diese eben so höchst nothwendige als nützliche Anstalt, gerade jetzt, wegen ihrer neuen Einrichtung, der Unterstützung edler Menschenfreunde ganz besonders bedarf.
Indem daher die Unterzeichneten sich sämmtlich bereit erklären, den genannten Betrag von den Beitretenden in Empfang zu nehmen, bemerken ste, daß die Namen der Letzteren noch vor Neujahr in diesem Blatt bekannt gemacht werden sollen.
Gießen den 14. December 1848.
»r. Engel, »r. Geist, »i . Knobel, Weber,
Kirchenrach, Gymnasial-Director. Professor. Hofgerichtsrath.
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