Ausgabe 
16.10.1848
 
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Dienstnachrichten

Ergänzungsrichter am Areisgerichte und Substitut des Un­tersuchungsrichters zu Mainz."Gerichtsacceflist Wilh. Mohr­mann, zum Substituten des StaatsprocuratorS bei dem Krcisgerichte zu Alzey ernannt. An demselben Tage wurde dem Friedensgerichtsschreiber Jakob Ernst Eyre zu Worms die Stelle eines Gerichtsschreibers bei dem Friedensgerichte zu Alzey, dem Friedensgerichtsschreiber Franz Conrad Vogt zu Bingen die Stelle eines Gerichtsschreibers bei dem Frie­densgerichte zu Worms und dem Kreisgerichtsboten Johann Peter Messing zu Oberingclheim die Stelle eines Gerichts­schreibers bei dem Friedensgerichtc zu Bingen übertragen Am 17 September wurde der Gerichtsaccessist Gottlieb Bar­thel zu Mainz zum zweiten Ergänzungsrichter bei dem Friedensgerichte zu WTrrstadt ernannt. Am 22. Septem­ber wurde dem Pfarrer Karl Friedrich Tout on zu Eppels­heim die evangelische Pfarrstelle zu Flonheim, im Regie-

gelischcn Knabenschule zu Lambertheim Ludwig Fricdr. Usin­ge r die dritte evangelische Schullehrerstelle zu Wimpsen am Berg, und dem Lehrer an der dritten evangelischen Schule zu Wimpfen am Berg Philipp Ehrbar die erste evangeli­sche Knabenlehrerstelle zu Lambertheim übertragen. Am 23. September wurde dem Schulviear Wilh. Beyer zu Sprendlingen, im Regierungsbezirke Mainz, die zweite evan­gelische Schullehrerstelle daselbst übertragen. Am 27. Sep­tember wurde der Profeffor Dr. Achilles Renaud, bisher zu Bern, zum ordentlichen Professor der Rechtswissenschaft an der Landes-Universlta't Gießen ernannt und in der gedachten Eigenschaft berufen. ?

Concurrenz-Eröffnung Erledigt ist: Die evange­lische Pfarrstelle zu Lindenfels, im Regierungsbezirke Hep­penheim, mit einem jährlichen Gehalte von 974 ft.

Offizielle Nachrichten.

Am 15. September wurde der rungsbezirke Mainz, sodann dem Lehrer an der ersten evan-

Besondere Bekanntmachungen.

1944) Gießen. Die am 1. d M. fällig ge­wesenen Holzsteiggelder, sowie das III. Ziel der Communal-Stcuer für 1848, sind binnen 14 Tagen zur hiesigen Stadtkasse zu bezahlen.

Gießen den 10. Oclober 1848.

Der Stadtrcchner Enders.

2003) Gießen.

Der Pfandschein Nr. 12138. über eine Gr. Hess. Staatsobligation von 500 fl. ist angeblich verloren gegangen Da nun der Verpfänder die Obligation wieder einlösen will, so werden diejenigen, welche etwa Ansprüche an jenen Pfandschein bilden können, gebeten, solche innerhalb 14 Tagen dahier zur An­zeige zu bringen, als sonst die Einlösung ohne Weiteres erfolgen kann.

Gießen den 16. October 1848.

Die Pfandhausverwaltung.

Bieler. Pfeil.

Versteigerungen.

1970) Großenlindcn.

Donnerstag den 19. October, Nachmittags 1 Uhr,

soll auf dem Gemeindehaus zu Großenlinden der alte einstöckige Schulsaal, 271 Fuß lang, 27 Fuß breit, mit Fenstern, Boden und einem guten Ziegel­dach versehen, auf den Abbruch meistbietend verstei­gert werden.

Bemerkt wird noch, daß der Steigerer diesen Bau gegen eine baare Abschlagszahlung bis Ende März 1849 stehen lassen kann.

Großenlinden den 10. October 1848.

Der Bürgermeister Menges.

1969) Köni gsberg.

Holzversteigerung im Revier Königsberg. Mittwoch den 18. d. M., von Morgens 9 Uhr an, sollen in den Domanialwald-Distrikten Meilhardt und Eulenkopf

28'/, Stecken Bucheu-Scheitholz,

37% Eichen-

5% Buchen-Prügelholz,

23 Eichen-

15% Buchen-Stockholz,

30% Eichen-

1100 Wellen Buchcn-Reisholz und

975 Eichen-

versteigert werden.

Die Zusammenkunft ist im Distrikte Meilhardt nach der Strohmühle zu. Zahlungsfrist bis Jo­hanni 1849. Königsberg den 10. October 1848. Der Gr. Hess. Revierförster des Reviers Königsberg.

L. D i t t m a r.

1993) Gießen.

Versteigerung in dem Psandhause zu Gießen.

Montag den 23. October d. I., Nachmittags von 2 Uhr an und an den folgenden Ta- sollen in der hiesigen Pfand - und Leihanstalt die bis Ende Juni 18L8 einschließlich, verfallenen, in nachfolgendem Verzeichniß enthaltenen Pfänder, gegen gleichbaare Zahlung meistbietend versteigert werden, was man mit dem Bemerken zur öffentlichen Keuntuiß bringt, daß Einlösungen verfallener Pfänder, im Versteigerungstermin nach §. 65 der Statuten nur gegen baare Zahlung stattfinden-.können. An den Versteigcrungstagen können Verpfändun­gen und Einlösungen nur bis Morgens 10 Uhr be­werkstelligt, nicht aber das Umschreiben ver­fallener Pfänder vorgenommen werden- Gießen den 12. October 1848.

Die Psandhausverwaliung. Bieler. Pfeil.